Symbol-Bild KI generiert, Bernd Steinert

Blackout-Vorsorge, Teil 3

31.07.2026 | Umwelt, Warnungen | 0 Kommentare

Nach 2 bis 3 Tagen ohne Wasser wird es lebens­ge­fähr­lich

In ihrer Reihe “Blackout — Vorsorge” hat die Bera­tungs­stelle NVBS (Notfall Vorsorge Bera­tung Ober­schleiß­heim) nun Teil 3 heraus­ge­bracht.

–> Hier geht’s zu Teil 1

–> Hier geht’s zu Teil 2

Ihr Vorstand Bernd Stei­nert schreibt:

Die aktu­elle Wetter­lage zeigt, wie empfind­lich die Wasser­ver­sor­gung im Sommer und bei Störungen ist.

Die Stadt­werke München (SWM)  berichten von sinkenden Grund­was­ser­ständen. Die Behörden ordneten für München und Land­kreis bereits Einschrän­kungen beim Wasser­ver­brauch an. Schleiß­heim ist dank eigener Wasser­ver­sor­gung davon noch nicht betroffen.

Was viele nicht wissen: Ohne elek­trisch betrie­bene Pumpen funk­tio­niert die Wasser­ver­sor­gung nicht. Das Wasser muss aus Brunnen und Quellen geholt und ins Leitungs­netz gepresst werden. Hoch­häuser haben oft eigene Pumpen, um die höheren Stock­werke versorgen zu können. Das Wasser­werk von Ober- und Unter­schleiß­heim hat deshalb Notstrom­ag­gre­gate und Kraft­stoff­vorrat für nomi­nell 72 Stunden. Einen Total­aus­fall gab es in Schleiß­heim bereits einmal. Dann kommt nichts mehr aus dem Wasser­hahn! Es gab auch schon Abkoch­a­n­ord­nungen, weil Keime ins Wasser­netz gedrungen sein konnten.

Die medi­zi­ni­sche Fach­li­te­ratur nennt eine Über­le­bens­zeit von etwa drei Tagen ohne Wasser. Bei hohen Tempe­ra­turen kann ein Erwach­sener zwei bis drei Liter Flüs­sig­keit pro Tag verlieren – ohne es zu merken. Kinder sind deut­lich empfind­li­cher.

Das Bundesamt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe (BBK) betont, dass Wasser im Notfall schneller knapp wird als jede andere Ressource, insbe­son­dere im Sommer. Es weist ausdrück­lich darauf hin, dass Wasser die kritischste Ressource ist. Es empfiehlt jedem Haus­halt eine eigen­stän­dige Wasser­vor­sorge für mindes­tens 10 Tage.

Offi­ziell, von BBK und anderen amtli­chen Quellen, werden folgende Mindest­mengen ange­geben:

2 Liter Trink­wasser pro Person und Tag

0,5 Liter zusätz­lich für Kochen und Grund­hy­giene

Gesamt: 2,5 Liter pro Person und Tag

In der US-ameri­ka­ni­schen Lite­ratur wird als Minimum eine Gallone pro Tag genannt, also 3,8 l.

Das Ziel­größe sollten Vorräte für 10 Tage sein. Pro Person sollten also mindes­tens 25 Liter Wasser im Haus­halt sein.

Falls die Wasser­ver­sor­gung in diesem Augen­blick ausfällt: Für wie viele Tage haben Sie Trink­wasser zu Hause? Reicht das zum Zähne­putzen etc.? 

Bei 0,20 EUR/l für Wasser in 1,5‑l-PET-Flaschen beim Discounter ist das weniger ein Geld — denn ein Platz­pro­blem. Notfalls kann man den Vorrat redu­zieren und dafür falt­bare Wasser­ka­nister bereit­halten. Die brau­chen kaum Platz und lassen sich im Notfall füllen, solange noch Wasser verfügbar ist. Aber eben nur, wenn das Wasser­werk noch funk­tio­niert.

Sorgen Sie vor und bleiben Sie gesund.

Noch eine drin­gende Bitte an alle Gemeinden: Bereiten Sie sich darauf vor, nach Ausfall der Wasser­ver­sor­gung eine mini­male Trink­was­ser­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung sicher­stellen, z.B. mit Notbrunnen und Tank­wagen. Sonst wird es sehr schnell sehr häss­lich.

NVBS — Notfall Vorsorge Bera­tung Ober­schleiß­heim

Bernd Stei­nert, Vorstand

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