Abbildung: Bernd Steinert

Blackout-Vorsorge Teil 2: Was tun bei einem Blackout im Winter

04.01.2026 | Warnungen | 0 Kommentare

Ohne Heizung bei einem Blackout im Winter

Der Brand­an­schlag auf eine Berliner Kabel­brücke hat am Sams­tag­morgen (03.01.2026) zehn­tau­sende Haus­halte mitten im Winter ohne Strom und Heizung zurück­ge­lassen. Beson­ders hart traf es mehrere Alten- und Pfle­ge­heime, die wegen fehlender Notstrom­ver­sor­gung evaku­iert werden mussten.

Was wie ein entferntes Groß­stadt­pro­blem aussieht, zeigt eine unbe­queme Wahr­heit: Unsere Wärme- und Strom­ver­sor­gung hängt an wenigen, verwund­baren Punkten. Wenn einer davon ausfällt — sei es durch Sabo­tage, Unfall oder Wetter — stehen plötz­lich ganze Gemeinden im Kalten. So lokal begrenzt lässt sich das noch beherr­schen. 

Die Frage lautet nicht, ob so etwas auch uns treffen kann, sondern wie gut wir darauf vorbe­reitet sind. Und genau darum geht in diesem zweiten Artikel meiner Serie „Blackout-Vorsorge“. Und wieder musste ein Vorfall aus meiner alten Heimat mich daran erin­nern, endlich diesen Artikel zu schreiben. 

Ein groß­flä­chiger Strom­aus­fall, auch Blackout genannt, ist eines der Szena­rien, das Experten welt­weit als poten­ziell größte Heraus­for­de­rung der modernen Gesell­schaft betrachten. Von der Beleuch­tung über die Wasser­ver­sor­gung bis zur Kommu­ni­ka­tion – unser Alltag hängt vom Strom ab. Doch was passiert, wenn er plötz­lich nicht mehr verfügbar ist? 

Wie über­lebt man einen Blackout speziell im Winter, wenn Strom und Heizung ausfallen? In der freien Natur kann man drei Stunden ohne Schutz vor Kälte über­leben. In Wohnungen sicher länger. Aber auch da wird es irgend­wann unge­müt­lich. Wer ist schon darauf vorbe­reitet zehn Tage ohne Strom, Telefon, Leitungs­wasser, Essen und vor allem Heizung auszu­kommen? 

Wer nicht vorbe­reitet ist, riskiert Unter­küh­lung und im Extrem­fall Lebens­ge­fahr. Beson­ders gefährdet sind Kinder, Senioren und ohnehin schon Kranke. 

Konzen­trieren Sie die Wärme in einem kleinen Raum. Wenn Sie ein Zelt ohne Heringe haben, bauen Sie es in der Wohnung auf! Impro­vi­sieren Sie: Aus einem großen Tisch, Stühlen, Wäsche­leine und Decken lässt sich auch eine Art Zelt basteln. Damit nutzen Sie Ihre mensch­liche Körper­wärme optimal. 

Isolieren Sie zusätz­lich Fenster mit Hand­tü­chern, Decken und Klebe­band. Den Boden unter dem Zelt können Sie mit Teppi­chen, Matratzen, Kartons zusätz­lich isolieren. Kümmern Sie sich um ältere Mitbürger und laden Nach­barn ein. Mit vertrauten Menschen zusam­men­rü­cken – Nähe wärmt! Je mehr Menschen in einem kleinen Raum sind, desto wärmer bleibt er. Aber bitte regel­mäßig kurz stoß­lüften! 

Im Vorteil ist, wer eh noch einen Holz­ofen hat und den Umgang damit geübt ist. Andere Wärme­quellen wie Kerzen und Teelicht-Öfen bringen recht wenig, sind aber eine extreme Brand­ge­fahr: Telefon-Notruf funk­tio­niert nicht mehr. Die Feuer­wehr ist eh über­lastet. Auch unser eigenes Ober­schleiß­heimer Wasser­werk verfügt zwar über Notstrom für rund 72 Stunden – voraus­ge­setzt, die Aggre­gate springen zuver­lässig an. In der Vergan­gen­heit kam es hier zu Problemen. Und wenn es nach spätes­tens drei Tagen kein Leitungs­wasser mehr gibt, kann die Feuer­wehr auch kaum noch löschen. Ganze Häuser-Blöcke können ohne genug Lösch­wasser abbrennen. 

In diesem Artikel konzen­triere ich mich bewusst auf Maßnahmen, die mit haus­halts­üb­li­chen Mitteln umsetzbar sind. Mobile Gashei­zungen mit Propan­fla­schen oder andere tech­ni­sche Lösungen werden hier nicht behan­delt – sie erfor­dern beson­dere Sicher­heits­vor­keh­rungen und sind nicht für jeden Haus­halt geeignet.

Sorgen Sie vor und bleiben Sie auch im Jahr 2026 gesund 

Bernd Stei­nert, 089 37559194

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