Abb.: CoPilot

Blackout-Vorsorge für medi­zi­ni­sche Geräte

13.10.2025 | Unternehmen | 1 Kommentar

Drei Minuten können über Leben und Tod entscheiden

Am 9. September 2025 gingen im Berliner Südosten die Lichter aus. Ein Brand­an­schlag auf zwei Hoch­span­nungs­masten war der Auslöser. Zehn­tau­sende Haus­halte und viele Betriebe waren betroffen. Die Repa­ratur dauerte Tage. 

Was wie ein lokales Ereignis klingt, ist ein Warn­si­gnal: Sabo­tage kann jeder­zeit und überall zuschlagen – und ein tech­ni­scher Defekt noch viel schlimmer. Ein groß­flä­chiger, lang­an­hal­tender Strom­aus­fall – ein echter Blackout. 

Es bleibt eine unbe­queme Wahr­heit: Ein Blackout ist nicht nur ein logis­ti­sches Problem – er ist eine medi­zi­ni­sche Gefahr. Egal, ob Beatmungs­ge­räte oder Insu­lin­pumpen, sie alle hängen am Strom. Und wenn der einge­baute Akku erstmal leer ist, über­lebt man nur drei Minuten ohne Sauer­stoff. 

Dieser erste Artikel aus meiner Serie „Blackout-Vorsorge“ zeigt, wie man sich vorbe­reitet – prag­ma­tisch, realis­tisch und ohne Panik­mache. Denn Vorsorge beginnt mit Verant­wor­tung: Für sich selbst, für Ange­hö­rige, für alle, die auf Hilfe ange­wiesen sind. 

Ein tech­ni­scher Lösungs­an­satz ist ein insel­fä­higes Photo­vol­taik-Balkon­kraft­werk mit Power­sta­tion – also eine autarke Strom­ver­sor­gung direkt vom Balkon. Große Power­banks (z. B. Bluetti, EcoFlow) mit LiFePO₄-Akkus bieten bis zu 3.000 Wh Kapa­zität. Die PV-Panels laden den Akku auch bei Netz­aus­fall. 

Im abso­luten Notfall sind sie sogar mobil aufladbar – etwa bei einem „Leucht­turm“, also einem öffent­li­chen Lade­punkt oder im Rahmen von Nach­bar­schafts­hilfe. 

Sorgen Sie vor und bleiben Sie gesund 

Bernd Stei­nert, Elektro Stei­nert

PS von der Redak­tion: Wer sich über weitere Vorsor­ge­maß­nahmen infor­mieren will, findet sie auch in dem aktu­ellen Ratgeber Vorsorge für Krisen und Kata­stro­phen vom Bundesamt für Bevöl­ke­rung­s­chutz.

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1 Kommentar

  1. Wer drin­gend auf ein elek­trisch betrie­benes medi­zi­ni­sche Gerät ange­wiesen ist, sollte den Ausfall des Gerätes oder der Strom­ver­sor­gung wirk­lich einmal durch­spielen und für einen Plan B sorgen.

    Von unserer Gemeinde war zum Thema Kata­stro­phen­schutz bislang kaum etwas zu hören. Wüsste man beispiels­weise, dass man in erreich­barer Entfer­nung eine Power­sta­tion aufladen könnte, könnte man für den Ernst­fall einen Nach­barn für den Trans­port der Power­sta­tion gewinnen.

    Die Power­sta­tion müsste man dann natür­lich auch haben und pflegen: Alle paar Monate muss man sie aufladen und auspro­bieren.

    Ein Strom­ge­ne­rator wäre noch aufwän­diger, weil man regel­mäßig Ölwechsel machen und neues Benzin besorgen muss. Öl und Benzin sind nur begrenzt lager­fähig.

    Glück hat, wer mit der Nach­bar­schaft vernetzt ist. Dann könne man den Gene­rator gemeinsam anschaffen und einen Frei­wil­ligen mit Lage­rung und Wartung betrauen.

    Oder jemand hat eine Solar­an­lage, die auch ohne Strom­netz funk­tio­niert und einem die Power­sta­tion aufladen kann — sofern es genug Sonnen­schein gab. Derje­nige hat viel­leicht auch einen Kühl­schrank, in dem man im Ernst­fall kühl­pflich­tige Medi­ka­mente lagern kann.

    All das bedeutet Kommu­ni­ka­ti­ons­auf­wand, den man während eines längeren Strom­aus­falls ohne Telefon oder Handy leisten können muss. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

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