Studenten müssen draussen bleiben

Das Rathaus geht auf Konfrontation mit Freistaat und Landratsamt, um den Bereich um die Sonnenstraße von Wohnnutzung freizuhalten. Die Gemeinde will einen Bauleitplan erstellen, um die Pläne einer Staatlichen Baugesellschaft zu verhindern, für die das Landratsamt schon grünes Licht signalisiert hatte.

Drei Varianten waren für das jetzt mit Tulpen bestückte Grundstück an der Sonnenstraße vorgelegt worden: Für ein Bürogebäude, ein Studentenwohnheim oder eine Wohnanlage. Der Gemeinderat hatte sich vor über einem Jahr damit befasst und eine Wohnbebauung ausdrücklich ausgeschlossen.

Nun hat das Landratsamt angeklopft und darauf hingewiesen, dass Wohnbebauung durchaus denkbar wäre. Das ablehnende Votum der Gemeinde müsse daher aufgehoben werden.

Bislang gilt für das Areal kein Leitplan, so dass es frei beurteilt werden kann, was Rathaus und Landratsamt dann unterschiedlich ausgelegt haben. Um seine Sichtweise durchzusetzen, will der Gemeinderat nun einen Bauleitplan erlassen, in dem Gewerbenutzung festgelegt werden soll.

Mit der Planung solle „das Ziel verfolgt werden, ein durchgängiges Gewerbegebiet zu schaffen“, heißt es im Beschluss, „sensible Nutzungen, die wohnähnlichen Charakter haben, sollen im Baugebiet nicht zulässig sein“.

Gegen die Leitplanung votierten im Gemeinderat zwei Grüne. Der Standort unmittelbar gegenüber des Uni-Campus sei „ideal für studentisches Wohnen“, argumentierte Gaby Hohenberger. Andere Wohnnutzungen sollten durchaus ausgeschlossen werden, aber für ein Studentenwohnheim solle man keine Steine in den Weg legen.

2015 hatte der Gemeinderat auch schon mal eine Flüchtlings-Unterkunft an der Stelle abgelehnt. Mit 21:2 Stimmen billigten CSU, FW, SPD, FDP, ÖDP und drei Grüne die Bebauungsplanung.

Ein Lesermail

  1. Rathaus und Gemeinderat haben meine volle Unterstützung. Studentenwohnheim gehört auf den Uni-Campus! Da ist genügend Platz dafür und die Studenten haben es noch näher zur Uni.

    Bitte von dem wenigen Gemeindegrund, den wir in OSH haben, keinen qm an staatliche Stellen abgeben. Von dort gibt es auch keine Geschenke an die Gemeinde.

    MfG
    Walter Klar

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