Hallenbad wird abgerissen und neu gebaut

Das Hallenbad von 1973 wird abgerissen. Einstimmig hat sich der Gemeinderat festgelegt, ein neues Bad zu bauen und eine bislang ebenfalls diskutierte Sanierung verworfen. Wahrscheinlich wird es erneut ein reinen Schwimmbad mit Schwerpunkt auf Schul- und Vereinsbetrieb, kein Spaßbad. Offen ist noch, wo genau der Neubau entstehen soll.

Eine neue Machbarkeitsstudie hat dem Bad ein noch vernichtenderes Zeugnis ausgestellt als ein Gutachten vor Jahresfrist. Damals war das Bad mit einem Aufwand von gut sieben Millionen Euro sanierungsfähig gesehen worden. Das neue Gutachten stellte nun diverse Einschätzungen der vorigen Expertise in Frage, so dass eine Sanierung als unsinnig bewertet wurde.

Für die neuen Gutachter wäre das alte Bad bis auf das Tragegerüst komplett zu entkernen. Für einen derartige Radikalsanierung haben sie Kosten von rund zehn Millionen Euro kalkuliert plus eines Sicherheitspuffers unvorhergesehener Risiken. So gibt es etwa noch keine Altlastenanalyse. Ein Neubau wird auf Kosten von etwa elf Millionen Euro netto geschätzt. Nach Angaben aus der Gemeindekämmerei könnten staatliche Zuschüsse von etwa 4,4 Millionen Euro abgerufen werden.

Ausgegangen wird bei der Neuplanung von einem 25 Meter langen Becken mit fünf Bahnen, dazu ein Kinderplanschbecken. „Alles darüber hinaus wäre bei der regionalen Konkurrenz schwierig“, sagte Gutachterin Andrea Kreil vom Büro „kplan“. Eine Marktanalyse erbrachte klare „Sättigungstendenzen“ beim Bäderangebot im Raum München“.

Der Gemeinderat hat jetzt einstimmig die Bestellung eines Architekten beauftragt, der bis zur Kostenberechnung arbeiten soll. Dann soll das Projekt inclusive Standortfrage nochmal debattiert werden.

Völlig offen ist, ob die Zeit bis zu einem Neubau das alte Bad noch aushält. In diversen Abläufen wird schon seit Jahren improvisiert, teils mit beträchtlichem finanziellem Aufwand. So funktioniert der Wasserumlauf nicht mehr, so dass ständig teuer Frischwasser nachgepumpt werden muss.

Wegen einer irgendwann aufs Dach aufgesetzten Lüftungszentrale ohne Baugenehmigung erfüllt das Bad auch die Brandschutzanforderungen nicht mehr. Risiken in der Technik und der Bausubstanz und Mängel in der Hygiene sind ohnehin augenfällig, so dass es im Gemeinderat auch Stimmen gab, ob es überhaupt verantwortet werden könne, das Bad in dieser Form noch weiter zu betreiben. Statische Fragen und der Brandschutz sollen nun nochmal vertieft für den aktuellen Fortbestand untersucht werden.

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