Kommu­nale Wärme­pla­nung

29.06.2026 | Rathaus | 0 Kommentare

Vorstel­lung Bedarfs- und Poten­ti­al­ana­lyse in Gemein­de­rats­sit­zung am 30.06.26

Der erste Schritt der Kommu­nalen Wärme­pla­nung ist geschafft: Die Bestands- und Poten­zi­al­ana­lyse wird im Rahmen der kommu­nalen Wärme­pla­nung in der öffent­li­chen Sitzung des Gemein­de­rats am 30.06.26 um 19.30 Uhr von der Firma MaxSolar GmbH dem Gemein­derat und den inter­es­sierten Bürge­rinnen und Bürgern vorge­stellt. Die Analyse zeigt die aktu­elle Wärme­struktur in der Gemeinde auf und skiz­ziert mögliche Poten­tiale hin zu einer zukunfts­fä­higen und klima­freund­li­chen Wärme­er­zeu­gung.

Die Bürge­rinnen und Bürger sind herz­lich einge­laden, inner­halb von 30 Tagen Stel­lung zu nehmen und ihre Hinweise bzw. Anre­gungen einzu­bringen.

Ab dieser Veran­stal­tung wird es einen Link sowie einen QR-Code für das Betei­li­gung­format geben. 

Ziel der KWP ist es, eine lang­fris­tige Stra­tegie für eine klima­freund­liche, wirt­schaft­liche und sichere Wärme­ver­sor­gung im Gemein­de­ge­biet zu entwi­ckeln. Dabei wird unter­sucht, wie Wärme heute genutzt wird, welche erneu­er­baren Ener­gie­quellen vor Ort zur Verfü­gung stehen und wie die Wärme­ver­sor­gung künftig schritt­weise umge­stellt werden kann. Der Prozess glie­dert sich in mehrere zentrale Arbeits­schritte.

Bestands­ana­lyse
Im Rahmen der Bestands­ana­lyse wird zunächst die aktu­elle Situa­tion der Wärme­ver­sor­gung in Ober­schleiß­heim unter­sucht. Dazu werden unter anderem der Wärme­be­darf von Wohn­ge­bäuden, öffent­li­chen Gebäuden und Gewer­be­be­trieben sowie die vorhan­denen Heiz­sys­teme und Ener­gie­träger betrachtet. Auch bestehende Ener­gie­infra­struk­turen, wie zum Beispiel Strom- und Gasnetze oder vorhan­dene Wärme­netze, werden erfasst. Ziel der Bestands­ana­lyse ist es, ein möglichst genaues Bild der heutigen Wärme­ver­sor­gung zu erhalten und Bereiche mit beson­ders hohem Ener­gie­ver­brauch oder beson­deren Hand­lungs­be­darfen zu iden­ti­fi­zieren.

Poten­ti­al­ana­lyse
Aufbauend auf der Bestands­ana­lyse wird unter­sucht, welche Möglich­keiten für eine klima­freund­liche Wärme­ver­sor­gung im Gemein­de­ge­biet bestehen. Dabei werden verschie­dene lokale und regio­nale Ener­gie­quellen betrachtet. Dazu gehören beispiels­weise Solar­energie, Umwelt­wärme aus Luft, Wasser oder Boden, Geothermie, Biomasse sowie mögliche Abwär­me­quellen aus Gewerbe oder Indus­trie. Auch die Poten­ziale zur Nutzung von Wärme­netzen oder zur ener­ge­ti­schen Sanie­rung von Gebäuden werden analy­siert. Ziel ist es zu ermit­teln, welche nach­hal­tigen Ener­gie­quellen künftig zur Wärme­ver­sor­gung beitragen können.

Ziel­sze­nario
Auf Grund­lage der Ergeb­nisse aus Bestands- und Poten­ti­al­ana­lyse wird ein Ziel­sze­nario für die zukünf­tige Wärme­ver­sor­gung entwi­ckelt. Dieses beschreibt eine mögliche Entwick­lung der Wärme­ver­sor­gung bis in die kommenden Jahr­zehnte und zeigt auf, wie der Anteil erneu­er­barer Ener­gien deut­lich erhöht und der Ausstoß von Treib­haus­gasen redu­ziert werden kann. Das Ziel­sze­nario berück­sich­tigt dabei sowohl tech­ni­sche Möglich­keiten als auch wirt­schaft­liche und räum­liche Rahmen­be­din­gungen inner­halb des Gemein­de­ge­biets.

Maßnahmen
Im letzten Schritt der Kommu­nalen Wärme­pla­nung werden konkrete Maßnahmen abge­leitet, mit denen das Ziel­sze­nario umge­setzt werden kann. Dazu können beispiels­weise der Ausbau oder die Entwick­lung von Wärme­netzen, die verstärkte Nutzung erneu­er­barer Ener­gie­quellen, Effi­zi­enz­maß­nahmen in Gebäuden oder Infor­ma­tions- und Bera­tungs­an­ge­bote für Bürge­rinnen und Bürger gehören. Die Maßnahmen bilden eine stra­te­gi­sche Grund­lage für zukünf­tige Planungen und Entschei­dungen der Gemeinde.

Die jewei­ligen Ergeb­nisse der einzelnen Meilen­steine der Kommu­nalen Wärme­pla­nung Ober­schleiß­heim werden auf der Website der Gemein­de­ver­wal­tung veröf­fent­licht und stehen dort für alle Inter­es­sierten zur Einsicht­nahme zur Verfü­gung.

Gemeinde Ober­schleiß­heim

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