Aus dem Rathaus

03.07.2026 | Rathaus | 1 Kommentar

Gemein­derat bestellt Refe­renten für Bauen, Mobi­lität, Energie und Digi­ta­li­sie­rung

In seiner Juni-Sitzung hat der Ober­schleiß­heimer Gemein­derat einstimmig, auf Vorschlag der Verwal­tung, gemäß § 5 der Geschäfts­ord­nung in Verbin­dung mit Art. 46 Abs. 1 Satz 2 der Gemein­de­ord­nung, für die laufende Wahl­pe­riode, die Gemein­de­räte Dr.- Ing. Casimir Katz (FDP) und Chris­toph Münster (Grüne) zu Refe­renten bestellt.

Beide hatten bei der Kommu­nal­wahl 2026 für das Bürger­meis­teramt kandi­diert und gingen bei den Wahlen des Zweiten und Dritten Bürger­meis­ters leer aus. 1. Bürger­meister Markus Böck, der im Vorfeld mit den beiden Desi­gnierten gespro­chen hatte, bot ihnen mit dem Verwal­tungs­vor­schlag zur Juni-Sitzung die beiden Refe­ren­ten­posten an: Casimir Katz soll das Referat „Bauen, Mobi­lität und Energie“ über­nehmen, Chris­toph Münster das Referat „Digi­ta­li­sie­rung“.

Als Dritter Bürger­meister habe sich Katz in der vergan­genen Wahl­pe­riode intensiv in alle Bauvor­haben der Gemeinde einge­ar­beitet und verfüge als bera­tender Inge­nieur über wert­volle Fach­kennt­nisse, um das Bauamt zu unter­stützen, sagte 1. Bürger­meister Markus Böck.

Seine Aufga­ben­ge­biete, Rechte, Pflichten hat das Gemein­de­rats­gre­mium in einem Befug­nis­pa­pier fest­ge­legt. Katz soll bei Bedarf insbe­son­dere bei Grund­satz­fragen der Bauleit­pla­nung, Orts­pla­nung und Bauleit­plan­ver­fahren mitar­beiten und gehört werden. Als Radver­kehrs­be­auf­tragter der Gemeinde Ober­schleiß­heim soll er, wie in den letzten sechs Jahren, bei der kommu­nalen Mobi­lität (ÖPNV, Rad- und Fußver­kehr, Verkehrs­si­cher­heit, Verkehrs­pla­nung) unter­stüt­zend und bera­tend mitwirken. Auch bei der kommu­nalen Wärme­pla­nung, bei der ener­ge­ti­schen Sanie­rung gemeind­li­cher Liegen­schaften und bei der Förde­rung erneu­er­barer Ener­gien ist seine Meinung und Einschät­zung maßgeb­lich gefragt.

Ihm soll in den ihm über­tra­genen Ange­le­gen­heiten das Recht auf Auskünfte von der Verwal­tung und das Recht auf Akten­ein­sicht gewährt werden.

Chris­toph Münster bringt nach eigenen Angaben aus seinem beruf­li­chen Alltag Kennt­nisse und Erfah­rungen bei der Digi­ta­li­sie­rung und Struk­tu­rie­rung von Arbeits­pro­zessen mit und er habe auch Kontakte zu Land­rats­äm­tern, die bereits mit künst­li­cher Intel­li­genz arbei­teten. Er bedankte sich beim Gremium für den Ernen­nungs­vor­schlag und den Vertrau­ens­vor­schuss.

Die Befug­nisse des Refe­renten für Digi­ta­li­sie­rung sind eben­falls in einem entspre­chenden Papier fest­ge­legt.

Eigen­stän­dige Verwal­tungs- oder Entschei­dungs­be­fugnis nach außen haben jedoch beide Refe­renten nicht. Eine solche bestünde nur, soweit sie dem Refe­renten durch den Ersten Bürger­meister im Rahmen der Geschäfts­ver­tei­lung nach Art. 39 Abs. 2 GO
ausdrück­lich über­tragen werde.

Die Bestel­lung der Refe­renten soll für die laufende Wahl­pe­riode gelten. Sie erhalten jeweils eine monat­liche Aufwands­ent­schä­di­gung in Höhe von 200.- EUR, was den gemeind­li­chen Verwal­tungs­haus­halt mit 4800,- pro Jahr belastet.

Ingrid Lind­büchl

Refe­rent für Digi­ta­li­sie­rung Chris­toph Münster (Grüne)
Refe­rent für Bauen, Mobi­lität und Energie Dr. Ing. Casimir Katz (FDP)

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1 Kommentar

  1. Da wurde der Gürtel aber sehr eng geschnallt. Bei der dies­jäh­rigen Haus­halts­sit­zung wurde wegen 50 Euro einer Kaffee­ma­schine im Hallenbad herum­dis­ku­tiert, in sozialen Berei­chen gekürzt, wobei dort sehr viele ehren­amt­liche Tätig­keiten ohne jegli­chen finan­zi­ellen Ausgleich gemacht werden. Auch die Feuer­wehr schlägt sich zum Teil mit einer veral­teten, abge­nutzten Dienst­klei­dung herum. In den Sitzungen wurden Zahlen hin und herge­schoben und gekürzt, da wir ja sparen müssen. Man gönnt sich im Rathaus einen Geschäfts­führer, dritten Bürger­meister und mehr. Schafft jetzt zusätz­lich Refe­renten-Stellen für schon vorhan­dene feste Bele­gung wie Bauamt und weitere.
    Vor allem ist diese neue Beset­zung doch ohnehin auch schon länger im Rathaus tätig und kann dort ohne weiteres sein Fach­wissen und seine Erfah­rung wie bisher ohne Schaf­fung neuer „Refe­ren­ten­stellen“ einbringen, damit wie gewohnt alles wie in den letzten Jahren natür­lich im finan­zi­ellen Rahmen bleibt. Dafür braucht es doch keine weiteren Refe­renten, Stellen-Erfin­dungen und extra Kosten. Es mögen ja nur 4.800,00 Euro im Jahr für diese Posten sein, aber für ein paar neue Hosen zum Beispiel für die Feuer­wehr wäre das Geld auch nicht falsch gewesen.
    „Wir haben kein Geld“, hört man ständig jammern, und müssen jeden Euro zweimal umdrehen. Schafft dann solche Stellen?
    Dies wirkt eher wie ein Trost­preis seitens des Rathauses für die vergan­genen Wahl­er­geb­nisse … weil manch einer leer ausging.
    Wir müssen den Gürtel enger schnallen, trifft halt auch nicht auf alle zu.

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