Leser­mail zum Artikel:“Finanzausschuss schließt das „WIR”

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Von Irene März

Finanz­aus­schuss schließt das „WIR“- Der Mari­en­käfer verliert seien Unter­schlupf

Mari­en­käfer sind gesel­lige Wesen, genau wie Menschen. Ein selt­samer Start für einen Leser­brief, mag sein.Vor vielen Jahren wurde über die Förde­rung des Projektes „Sozial Stadt“ der Krea­Park und das sog. “WIR” am Stuten­anger einge­richtet. Ein Aufent­haltsort, Anlauf­punkt, Kreativ-Treff und Zentrale des dama­ligen Quar­tiers­ma­nage­ments. Offen für Klein und Groß, beleuchtet, belebt, sichtbar und ohne kommer­zi­elle Inter­essen. Der “Krea­Park” fiel ersatzlos den notwen­digen Baumaß­nahmen zum Opfer. (Das Bild zeigt das Cover eines im KrePark entstan­denen mehr­spra­chigen Bilder­bu­ches.)

Jetzt auch das WIR als Begeg­nungsort am Stuten­anger zu schließen, scheint eine kurz­fris­tige Entlas­tung von mehreren tausend Euro zu bringen. Der Erhalt und die Verste­ti­gung des Projektes waren aber Ziel der Einfüh­rung dieses Ortes.„Gefördert wurde die städ­te­bau­liche Aufwer­tung und die Stär­kung des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts in benach­tei­ligten Stadt- und Orts­teilen. Das Programm widmete sich einer­kom­plexen Aufgabe. Es verknüpfte bauliche Inves­ti­tionen der Stadt­er­neue­rung mit Maßnahmen zurVer­bes­se­rung der Lebens­be­din­gungen im Stadt­teil. In den betref­fenden Quar­tieren den sozialen Zusam­men­halt und die Inte­gra­tion aller Bevöl­ke­rungs­gruppen zu verbes­sern war vorran­giges Ziel. Kommunen wurden deshalb unter­stützt, auf mehr Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit sowie fami­li­en­freund­liche, alters­ge­rechte und die Will­kom­mens­kultur stär­kende Infra­struk­turen hinzu­wirken. Die Inves­ti­tionen waren für viele­ber­gän­zende sozial-inte­gra­tive Maßnahmen eine wesent­liche Voraus­set­zung.“ Vergl.:https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/WeitereProgramme/SozialeStadt/Programm/programm_node.html

Das schon vor der Förder­maß­nahme bestehende Bürger­haus und der neuge­stal­tete Bürger­platz inOber­schleiß­heim bieten den notwen­digen Raum, an dem sich das Zusam­men­leben entfaltet undNach­bar­schaften gestärkt werden können. Das Erleben alle Einwohner Ober­schleiß­heims oft und gerne bei öffent­li­chen Festen. Aber nicht nur Feste und Feiern bestimmen das Zusam­men­leben, auch gemein­sames Durch­den­kenvon Problemen, das Entwi­ckeln von Ideen, das Planen kleiner Agen­da­gruppen, Krea­ti­vität und Zuhören, alles ohne Leis­tungs­druck ist eben­falls Teil des WIRs.

Mit viel Zeit und Enga­ge­ment wurden die Räume des WIR im Laufe der Jahre von frei­willig aktiven Bürgern, einer jetzt bedrohten Art, belebt. Arten­schutz, Denk­mal­schutz und Menschen­schutz sollten im Haus­halt der Gemeinde ausge­wo­gen­sein. Der Erhalt des WIR fällt in die Kate­gorie Menschen­schutz. Ich hoffe auf das Weiter­be­stehen dieser Räume. Der Mari­en­käfer aus dem Krea­Park würde um das WIR trauern.

Irene März

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