Leser­mail zum Artikel “Wenn der Kaiser beim Kurfürsten gastiert”

Dieser Beitrag bezieht sich auf den Artikel "Wenn der Kaiser beim Kurfürsten gastiert".

Von Günter Braun

„Und viele kommen ja eh mit S‑Bahn, Bus und Fahrrad.“

Das ist ein schöner Traum!

Realis­tisch betrachtet werden dies aller­höchsten 10% machen und zwar dieje­nigen, die in der nähren Umge­bung wohnen. Alle anderen werden mit dem Auto kommen. Wer im Süden, Osten oder Westen von München, in Augs­burg, Rosen­heim, oder anderswo wohnt, wird kaum mit der Bahn nach München fahren, sich durch das Chaos am Haupt­bahnhof kämpfen und dann mit der S‑Bahn nach Ober­schleiß­heim fahren. Zumal die Chance nach Veran­stal­tungs­ende auf umge­kehrten Weg wieder nach Hause zu kommen, sehr gering sind. Außerdem sind die Fahr­zeiten mindes­tens doppelt so lange wie mit dem Auto.

Seit rund 30 Jahren kommt dieses Thema regel­mäßig hoch und seit 30 Jahren wird der Fahrrad- und ÖPNV-Traum geträumt. (*) Seit 30 Jahren hat es die Gemeinde nicht geschafft, ein vernüf­tiges und funk­tio­nie­rendes Park­platz­kon­zept für Veran­stal­tungen zu schaffen. Immerhin und ganz stolz, wurde die wich­tigste und auch einzigste Zufahrt­straße zu den Park­plätzen zur Fahr­rad­zone erklärt. Klar, weil so der Traum, nun alle Besu­cher mit dem Fahrrad kommen.

Seit Mai 2026 gibt es einen neuen Gemein­derat, Es ist an der Zeit, dieses Thema endlich anzu­gehen und ein auch in der Praxis funk­tio­nie­rendes Park­platz­kon­zept zu schaffen. Es kostet auch nicht viel Geld, sondern nur einen Blick auf die Realität.

(*) Vor 40 Jahren hat die dama­lige Deut­sche Bundes­bahn, Bundes­bahn­di­rek­tion München, bei Groß­ver­an­stal­tungen in Ober­schleiß­heim Sonder­züge zwischen Haupt­bahnhof und Ober­schleiß­heim fahren lassen und vom S‑Bahnhof aus fuhren Pendel­busse. Eine ganz normale Bahn­fahr­karte war ausrei­chend. Undenkbar bei der heutigen Deut­schen Bahn.

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