Leser­mail zum Artikel “Ober­schleiß­heim: Planung zur Orts­um­fah­rung schreitet voran”

Dieser Beitrag bezieht sich auf den Artikel "Oberschleißheim: Planung zur Ortsumfahrung schreitet voran".

Von Helga Keller-Zenth

Das Gespenst Umge­hungs­straße geht schon seit über 20 Jahren in Ober­schleiß­heim um, und verspricht die Lösung aller Verkehrs­pro­bleme. Ich persön­lich bin der Meinung, dass die Umge­hungs­straße nicht die erhoffte Entlas­tung bringt, sondern nur unnötig viel Fläche versie­gelt. Ein Auto­bahn­an­schluss Ried­moos wäre die sinn­vol­lere Lösung. Doch heute geht es mit nicht um die Frage, ob die Umge­hungs­straße sinn­voll ist, sondern um die Realität. Die Entschei­dung liegt nicht in Ober­schleiß­heim, sondern bei der Staats­re­gie­rung. Und die hat, wie der Münchner Merkur am 4. Februar 2026 berich­tete, ihre Pläne für Umge­hungs­straßen deut­lich zurück­ge­schraubt. https://www.merkur.de/bayern/csu-kurswechsel-beim-strassenbau-in-bayern-94154744.html.
Die 40-Millionen Euro teure Straße rangiert nur noch ganz hinten auf der Prio­ri­tä­ten­liste – ohne konkrete Planung oder Tras­sen­füh­rung.
Trotzdem wird in dem Artikel des Bürger­meis­ters der Eindruck erweckt, als stünde das Projekt kurz vor der Umset­zung. Doch es gibt keine Anzei­chen dafür. Bürger­meister Markus Böck teilt das Schicksal seiner Vorgänger: Er kann den Prozess nicht voran­treiben, weil die Zustän­dig­keit woan­ders liegt. Es ist daher nicht fair, den Bürgern falsche Hoff­nungen zu machen.
Wir sollten lieber gemeinsam für einen Auto­bahn­an­schluss Ried­moos kämpfen, der weniger Fläche versie­gelt und mehr Entlas­tung verspricht.

Helga Keller-Zenth
Gemeinde- und Kreis­rätin Bündnis 90/Grüne

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2 Kommentare

  1. Viel­leicht erzieht uns die KI ja noch dazu, Fake-News besser einzu­schätzen.

    Ein Zitat von einem grünen Land­tags­ab­ge­ord­neten in der Zeitung höher zu werten, als die Auskunft vom zustän­digen Stra­ßen­bauamt zeigt, wie selektiv Fakten ausge­sucht werden. Auch der wieder­holte Ruf, auf das tote Pferd “Ausfahrt Riedmos” aufzu­steigen, zeigt nur, dass man die Fakten aus dem Verkehrs­ent­wick­lungs­pro­gramm (ist auf der Home­page der Gemeinde) nicht lesen möchte.

    Bei derzeit über 17500 Kfz/Tag ergeben sich mit der West­um­fah­rung noch 10000, mit dann mögli­chem­Tempo 30 auf der Feier­abend­straße nur noch 7800. Mit der Anschluss­stelle Ried­moos wären es aber immer noch 14600 ubd Tempo 30 nicht möglich.

    In dem Artikel im Merkur stand übri­gens, dass bei der Bewer­tung der Maßnahmen die Akzep­tanz in der Bevöl­ke­rung zukünftig eine große Rolle spielen würde. Die Mehr­heit im Gemein­derat hat es beschlossen, die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung möchte es so, aber Mehr­heits­ent­schei­dungen werden von den Grünen ja selten akzep­tiert.

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  2. … auch wenn’s ein Streit um des Kaiser‘s Bart ist — alle Stra­ßen­pro­jekte fallen nicht in unsere kommu­nale Zustän­dig­keit und sind deshalb in weite Ferne gerückt — muss ich, was die Entlas­tung des inner­ört­li­chen Verkehrs angeht, vehe­ment wider­spre­chen!

    Wir haben eine Nord-Süd-Belas­tung, die durch ein Klee­blatt nicht gelöst wird, sondern nur über eine Umge­hungs­straße!

    Wir haben Ost-West-Belas­tung durch den Alla­cher Tunnel — die durch ein Klee­blatt in Verbin­dung mit einer Bahn­un­ter­füh­rung zu einem schnel­leren „Durch­fluss“ mit noch mehr auswei­chen­dem­Ver­kehr führen würde!

    Der Königsweg wäre eine Orts­um­ge­hung begin­nend bei der Ausfahrt Neuher­berg, wo die Staats­straße einmündet — dann würde jegli­cher Durch­gangs­ver­kehr vermieden, alle inner­ört­li­chen Straßen könnten für Laster gesperrt und Tempo 30 ange­ordnet werden …

    Nur kommt dann der Aufschrei — insbe­son­dere der Grünen — wegen des Natur­schutz-Gebietes Kapu­zi­ner­hölzl …

    Liebe Wahl­kämpfer, Diskus­sionen „um des Kaiser‘s Bart“ inter­es­sieren mich als Wähler nicht, aber wenn’s denn sein muss mit Bedacht und rich­tigen Argu­menten. Wenn’s so weiter­geht, ohne realis­ti­sche Vorschläge, wie die Gemeinde ihre vertrackte Situa­tion bewäl­tigen soll: wundert Euch nicht über eine geringe Wahl­be­tei­li­gung!

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