Das Bild zeigt den geplanten Umgriff des neuen Gewerbegebietes und wie es durch die neue Umgehungsstraße (Planung) angeschlossen werden soll. Zu sehen ist auch das neue, erweiterte in Planung befindliche Autobahnkleeblatt. Quelle Ratsinformationssystem Oberschleißheim

Ober­schleiß­heim: Planung zur Orts­um­fah­rung schreitet voran

14.02.2026 | Rathaus, Aktuelles | 2 Kommentare

Böck und Böltl erhöhen Druck

Die Planungen für die Orts­um­ge­hung Ober­schleiß­heim im Zuge der Staats­straße St 2342 schreiten weiter voran. Die Maßnahme befindet sich derzeit in der Vorpla­nungs­phase, diese soll bis Ende 2026 abge­schlossen sein. Aktuell laufen die Abstim­mungs­ge­spräche mit den zustän­digen Natur­schutz­be­hörden. Ziel ist es, die Vorpla­nung als Grund­lage für die Vari­an­ten­ent­schei­dung danach abzu­schließen. Die Orts­um­ge­hung soll Ober­schleiß­heim vom Durch­gangs­ver­kehr entlasten, die Verkehrs­si­cher­hei­ter­höhen und die Leis­tungs­fä­hig­keit der regio­nalen Verkehrs­in­fra­struktur nach­haltig stärken.

Klarer Rück­halt aus dem Rathaus

Der Erste Bürger­meister der Gemeinde Ober­schleiß­heim, Markus Böck (CSU), betont die Bedeu­tung des Projekts für die Kommune: „Die Orts­um­ge­hung ist für Ober­schleiß­heim ein zentrales Zukunfts­pro­jekt. Unser Ort leidet seit Jahren unter erheb­li­chem Durch­gangs­ver­kehr. Eine leis­tungs­fä­hige Umge­hung schafft spür­bare Entlas­tung für die Bürger, erhöht die Verkehrs­si­cher­heit und verbes­sert die Lebens­qua­lität im gesamten Ort. Mit Nach­druck setze ich mich dafür ein, dass die Planungen zügig und sorg­fältig voran­ge­bracht werden.“

Klare Posi­tion des Frei­staats Bayern – Infra­struktur sichertSpit­zen­for­schung und Stand­ort­ent­wick­lung

Als Staats­straße liegt die St 2342 in der Verant­wor­tung des Frei­staats Bayern. Darüber hinaus hat der Frei­staat ein eigenes, unmit­tel­bares Inter­esse an der Orts­um­ge­hung: Mit der Ansied­lung und dem weiteren Ausbau derTier­ärzt­li­chen Fakultät der Ludwig-Maxi­mi­lians-Univer­sität München in Ober­schleiß­heim verfolgt Bayern das stra­te­gi­sche Ziel, Wissen­schaft undwirt­schaft­liche Entwick­lung am Standort zu verknüpfen. Damit diese Entwick­lung gelingt und sich im Umfeld des LMU-Campus auch inno­va­tive Betriebe ansie­deln können, ist eine leis­tungs­fä­hige und zukunfts­fä­hige Verkehrs­an­bin­dung erfor­der­lich. Die Orts­um­ge­hung schafft hierfür eine zentrale infra­struk­tu­relle Voraus­set­zung.

Maxi­mi­lian Böltl (CSU), direkt gewählter Stimm­kreis­ab­ge­ord­neter für München-Land-Nord, ergänzt: „Die Orts­um­ge­hung ist eine entschei­dende Voraus­set­zung dafür, dass sich der LMU-Standort in Ober­schleiß­heim und die geplante gewerb­liche Entwick­lung tatsäch­lich erfolg­reich mitein­ander verzahnen lassen. Nur mit einer leis­tungs­fä­higen Verkehrs­an­bin­dung schaffen wir die Rahmen­be­din­gungen, damit sich inno­va­tive Unter­nehmen ansie­deln, Arbeits­plätze entstehen und Wert­schöp­fung vor Ort bleibt. Die Umge­hungs­straße ist damit weit mehr als ein Verkehrs­pro­jekt – sie ist ein zentraler Baustein für die Verbin­dung von Wissen­schaft und Wirt­schaft. Gleich­zeitig entlasten wir den Orts­kern spürbar vom Nord-Süd-Durch­gangs­ver­kehr und lösen eines der größten Verkehrs­pro­bleme in Ober­schleiß­heim. Kommune und Frei­staat arbeiten hier eng zusammen. Wir ziehen an einem Strang und treiben dieses Projekt mit Nach­druck voran.“

Markus Böck, 1. Bürger­meister

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2 Kommentare

  1. Das Gespenst Umge­hungs­straße geht schon seit über 20 Jahren in Ober­schleiß­heim um, und verspricht die Lösung aller Verkehrs­pro­bleme. Ich persön­lich bin der Meinung, dass die Umge­hungs­straße nicht die erhoffte Entlas­tung bringt, sondern nur unnötig viel Fläche versie­gelt. Ein Auto­bahn­an­schluss Ried­moos wäre die sinn­vol­lere Lösung. Doch heute geht es mit nicht um die Frage, ob die Umge­hungs­straße sinn­voll ist, sondern um die Realität. Die Entschei­dung liegt nicht in Ober­schleiß­heim, sondern bei der Staats­re­gie­rung. Und die hat, wie der Münchner Merkur am 4. Februar 2026 berich­tete, ihre Pläne für Umge­hungs­straßen deut­lich zurück­ge­schraubt. https://www.merkur.de/bayern/csu-kurswechsel-beim-strassenbau-in-bayern-94154744.html.
    Die 40-Millionen Euro teure Straße rangiert nur noch ganz hinten auf der Prio­ri­tä­ten­liste – ohne konkrete Planung oder Tras­sen­füh­rung.
    Trotzdem wird in dem Artikel des Bürger­meis­ters der Eindruck erweckt, als stünde das Projekt kurz vor der Umset­zung. Doch es gibt keine Anzei­chen dafür. Bürger­meister Markus Böck teilt das Schicksal seiner Vorgänger: Er kann den Prozess nicht voran­treiben, weil die Zustän­dig­keit woan­ders liegt. Es ist daher nicht fair, den Bürgern falsche Hoff­nungen zu machen.
    Wir sollten lieber gemeinsam für einen Auto­bahn­an­schluss Ried­moos kämpfen, der weniger Fläche versie­gelt und mehr Entlas­tung verspricht.

    Helga Keller-Zenth
    Gemeinde- und Kreis­rätin Bündnis 90/Grüne

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  2. … was der Wahl­kampf so alles möglich macht, kleine Anmer­kung zur Zeich­nung: das Klee­blatt, wo die Zufahrt zum Gewer­be­ge­biet idea­ler­weise ange­bunden werden sollte (!!), ist Teil des 6‑spurigen Auto­bahn­aus­baus, der aktuell nicht prio­siert ist.

    Auto­bahn und B471 fallen unter Bundes­ho­heit, da können wir uns noch so „mit Nach­druck dafür einsetzen“, diese Vari­ante kann ich mir beim besten Willen (zeitnah) als nicht beson­ders realis­tisch vorstellen.

    Dass wir uns alle eine Orts­um­ge­hung wünschen, ist unbe­stritten und verdient unser aller Unter­stüt­zung!

    Vorpla­nung heißt aller­dings nur, dass unter­schied­liche Vari­anten entworfen sind. Danach muss z.B. weiter mit Unter­schleiß­heim abge­stimmt werden, wo der weitere Verlauf hinter Ober­schleiß­heim passt …

    … diesen Beitrag würde ich deshalb gut abspei­chern … fürs Ende der begin­nenden Legis­la­tur­pe­riode und den nächsten Wahl­kampf, wo er unver­än­dert in unserer schleiss­heimer-zeitung hoffent­lich eine nahende Reali­sie­rung ankün­digt!

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