Steigende Preise fallen, irgendwie

Zweimal in Folge waren die Abfallgebühren dramatisch gestiegen, heuer sollten sie erneut moderat steigen, hatte die Gemeindeverwaltung errechnet. Der Gemeinderat hatte dies aber zurückgepfiffen, weil die dahinterstehende Kalkulation nicht plausibel schien. Nun wurde nachgerechnet – und statt fünf Prozent Erhöhung gibt es nun 15 Prozent Senkung.

FW-Sprecher Stefan Vohburger mahnte zum Beschluss „größere Sorgfalt“ in der Rathausverwaltung an. Ohne das Nachrechnen durch die ehrenamtlichen Gemeinderäte würden die Oberschleißheimer Haushalte jetzt mehr als im Vorjahr bezahlen und damit deutlich zu viel.

Bürgermeister Markus Böck (CSU) schwieg sich zum Fehler und der Kritik aus. Der Gemeinderat billigte die neuen Sätze einstimmig. Die 120-Liter-Tonne kostet statt 180 Euro nunmehr 156 Euro, die 80-Liter-Tonne statt 166 Euro jetzt 145 Euro.

Zunächst hatte die Gemeindeverwaltung argumentiert, für eine Anhebung um rund fünf Prozent sei „ursächlich, dass Rest- und Biomüll, Wertstoffhof und Papier neu ausgeschrieben wurden und hier ein Preisanstieg zu verzeichnen ist“.

Nach der Korrektur wird nun angegeben, für die Reduzierung der Gebühren sei „ursächlich, dass Rest- und Biomüll, Wertstoffhof und Papier neu ausgeschrieben wurden und hier günstigere Preise erzielt werden konnten“.

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