Kein Anschluss für die Hackerstraße

Der geplante Umbau der Autobahnanschlussstelle Oberschleißheim an der A92 erschließt neue Verkehrsdimensionen – aber Badersfeld hängt er ab. In den Plänen der Autobahndirektion würde die Hackerstraße von der Bundesstraße B471 abgekoppelt und damit zur Sackgasse.

In seiner einstimmigen Stellungnahme zum Autobahnausbau hat der Gemeinderat gefordert, „die Hackerstraße nicht dauerhaft zu einer Sackgasse auszubilden“. Ohne diese Verbindung müsste der gesamte Verkehr über die Baderstraße geleitet werden, heißt es in der Begründung der Forderung, wo es aber „gerade in Stoßzeiten bereits heute zu erheblichem Verkehrsaufkommen“ komme.

„Die Ausbildung der Hackerstraße zu einer Sackgasse würde das Problem erheblich verschärfen“, warnt die Gemeinde. „Wir fühlen uns vergessen“, klagte der Badersfelder Christian Ampenberger im Gemeinderat. Er habe „den Eindruck, dass sich die Autobahndirektion noch gar nicht richtig damit befasst hat, was das für Konsequenzen hätte“, sagte Michael Hofmann, der Rechtsberater der Gemeinde.

Auch die vorgesehene Nutzung der Hackerstraße als Baustellenzubringer während des Umbaus wird vom Rathaus äußerst kritisch gesehen. Die Straße sei bereits jetzt „in desolatem Zustand“, aufgrund des torfhaltigen Untergrunds seien bereits Absenkungen aufgetreten. Ein Befahren durch Transportfahrzeuge müsse „aus Sicherheitsgründen kategorisch ausgeschlossen werden“.

Viele Fragezeichen ergeben sich für das Rathaus schließlich noch aus der Notwendigkeit, dass für den Autobahnausbau Wasser- und Kanalleitungen verlegt werden müssen, die an dieser Stelle im Untergrund zwischen Wasserwerk und Kläranlage einerseits sowie den angeschlossenen Badersfeld, Hackermoos und Regattanlage andererseits verlaufen.

Hier stelle sich die Autobahndirektion nach Darstellung der Gemeindeverwaltung bisher auf den Standpunkt, dass diese Verlegung Problem der Gemeinde sei. „Dem tritt die Gemeinde vehement entgegen“, heißt es in der einstimmigen Stellungnahme.

Die Notwendigkeit der Verlegung der Leitungen ergebe sich ausschließlich aus dem Ausbau der A92, weshalb auch der Verursacher, also die Autobahndirektion, die Verlegung zu planen, die notwendigen Grunddienstbarkeiten zu sichern und die Kosten alleine zu übernehmen habe.

Lesermail verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.