‚Übler Baumfrevel‘

Fünf Ahornbäume wurden am Mittwoch an der St. Margarethen-Straße umgesägt. Gemeinderätin Gaby Hohenberger (Grüne) empört sich über „ein übles Beispiel für Baumfrevel“.

Die Gemeindeverwaltung hatte auf Hohenbergers Initiative zuvor erfolglos an die Eigentümer appelliert, die Bäume zu erhalten. Hohenberger verlangt nun mindestens eine angemessene Ersatzpflanzung.

Die Bäume (Bild unt. vom Oktober 2019) standen auf dem Grund einer Garagenzeile, die im Eigentum einer Garageneigentümergemeinschaft ist. Die habe nach Hohenbergs Informationen mehrheitlich beschlossen, die 40 Jahre alten Ahornbäume zu fällen, weil die jährliche Pflege zu teuer geworden sei.

Eine Sichtkontrolle mit Ausschneiden von Ästen alle zwei Jahre käme laut Angaben Hohenbergers auf etwa 20 Euro pro Jahr je Garagennutzer. „Angesichts des fortschreitenden Klimawandels sollten wir doch alle bestrebt sein, unsere Bäume zu erhalten“, appelliert sie, „als C02-Speicher, als Lärmschutz, Niststätte für Vögel und auch ortsbildprägend zur Verschönerung unserer Lebensumwelt“.

Laut Hohenbergers Recherchen habe der Bebauungsplan für diese Teilfläche eine dichte Bepflanzung mit etwa 200 Sträuchern zur Begrünung der Garagenrückwände vorgesehen. Offenbar seien, vor rund 40 Jahren mit Duldung durch das Rathaus, dann aber statt dieser Sträucher die fünf Bäume gepflanzt worden, was „billiger und auch nicht so pflegeintensiv“ gewesen sei.

Jetzt sei aber auch die billigere Lösung von den Eigentümern nicht mehr toleriert worden. „Für unser Klima ist es das allemal wert“, beurteilt Hohenberger den 20-Euro-Aufwand je Eigentümer. Sie will nun fordern, dass jetzt der ursprüngliche Bebauungsplan vom Landratsamt durchgesetzt werde und die 200 Sträucher gepflanzt werden müssen.

Ein Lesermail

  1. Wauuuuuuuu – Immer dieses Heulen wie Idefix, wenn mal ein Baum gefällt wird…
    Ehrlich Leute, Oberschleißheim wird nicht ein Stückchen weniger lebenswert ohne diese 5 Bäume. Aber vielleicht hatte da jemand einfach zu viel Zeit, sich das anzuschauen, weil ein Abbiegen in Richtung Dachau am späten Nachmittag einfach sehr lange dauert.

    Hoppla, da wäre doch mal was, um das man sich kümmern könnte, allerdings geht das deutlich über Baum-Mimimi raus. 🙂

    Bin gespannt, wie sich die Themen in der Schleißheimer Zeitung ab dem 16.03. verändern werden.

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