Keine Dauerbuchung im Hort

Die Anmeldemodalitäten für die Kinderhorte bleiben im Wesentlichen unverändert. Eine Gemeinderatsmehrheit hat es abgelehnt, pauschale Dauerbuchungen für vier Jahre während des kompletten Grundschulbesuchs einzuführen. Auf Initiative der Horte hatte die Rathausverwaltung das vorgeschlagen.

Eine Verwaltungsvereinfachung und mehr Sicherheit für die Eltern waren die Argumente für die Umstellung. Da ein Grundschulkind, das in der Ersten Klasse zum Hort angemeldet wird, üblicherweise für die gesamten vier Jahre seiner Grundschulzeit dort bleibe, könne man den Verwaltungsaufwand für Eltern und Hort vereinfachen, indem die Buchung gleich für die kompletten vier Jahre gelten solle.

Die SPD hatte sich schon bei einer ersten Beratung des Vorschlags dagegen ausgesprochen und bekam nach der damaligen Vertagung auch Unterstützung von Grünen und Teilen der FW. Jedes Jahr anhand der aktuellen Bedürftigkeiten die Situation neu zu bewerten, sei „fairer und sozialverträglicher“, befand Florian Spirkl (SPD).

Für die Aufnahme in den Hort gibt es eine Prioritätenliste, bei der etwa berufstätige Alleinerziehende oder Eltern, wo beide arbeiten, ganz vorne stehen. Würden nun für immer vier Jahre neue Bedürftigkeiten blockiert, „brauchen wir diese Liste gleich nicht mehr“, sagte Lena Negele (FW).

Für Eltern in der Prioritätsstufe 1 werde sich nichts ändern, da ihnen der Platz nie weggenommen werden könne. Und für alle anderen sei die flexible Lösung gerechter. „Einmal im Jahr ein Blatt Papier auszufüllen, ist zumutbar“, sagte Negele zum Verwaltungsaufwand.

Mit der jährlichen Neuvergabe gebe es „keine Sicherheit für die Familien“, warnte Angelika Kühlewein (CSU). Zudem würden Kinder aus ihrem sozialen Umfeld gerissen, wenn sie einen Hortplatz verlören. Soziale Kontakte entstünden wohl in sechs Stunden Schulunterricht mehr als in zwei Stunden Hortbesuch, hielt Negele dagegen.

Mit 15:5 Stimmen lehnten SPD, Grüne und Teile der FW gegen CSU, Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) und Teile der FW die Änderung ab, es bleibt bei der jährlichen Neuanmeldung und Platzvergabe nach Prioritätenliste wie bisher.

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