Der Nachbau der "JU" (Junkers F13) beim Flug über München. Fotos Andreas Dunker

Zeit­reise über dem Raum München: 

18.03.2026 | Vereine | 0 Kommentare

Rund­flüge mit Junkers-F13-Nachbau in Ober­schleiß­heim geplant

OBERSCHLEISSHEIM / MÜNCHEN.Fliegen wie vor 100 Jahren: Am 13. und 14. Juni 2026 soll an der Flug­werft Schleiß­heim des Deut­schen Museums in Ober­schleiß­heim bei München ein nahezu origi­nal­ge­treuer Nachbau der Junkers F13 zu Rund­flügen abheben. Wer mitfliegen will, muss nach Angaben der Orga­ni­sa­toren vorab Vereins­mit­glied werden.

Eine seltene Gele­gen­heit für Luft­fahrt­freunde: Das histo­ri­sche Flug­zeug erin­nert äußer­lich an die Pionier­zeit der zivilen Luft­fahrt, ist tech­nisch aber auf heutigem Sicher­heits­ni­veau. Die Termine in Bayern sind Teil einer Rund­flug­serie, die der in Alten­rhein ansäs­sige Verein Junkers Luft­ver­kehr für 2026 ankün­digt. Im Mittel­punkt steht ein Flug­zeugtyp, der als Meilen­stein der frühen Passa­gier­luft­fahrt gilt.

Warum dieses Flug­zeug bis heute als Ikone gilt

Die Junkers F13 absol­vierte 1919 in Dessau ihren Erst­flug und gilt als erstes Ganz­me­tall-Passa­gier­flug­zeug der Welt, welches aus Duralu­mi­nium gefer­tigt wurde. Das Deut­sche Museum in München ordnet den Typ so ein: „Die F13 war das erste aus Metall gefer­tigte Passa­gier­flug­zeug – im Juni 1919 eine Welt­neu­heit.“

Mit offenem Cockpit für Pilot und Bord­me­cha­niker oder Copilot sowie einer geschlos­senen Kabine für vier Flug­gäste wurde der Tief­de­cker in den 1920er-Jahren als Passa­gier- und Fracht­flug­zeug genutzt. Luft­fahrt­his­to­riker spre­chen wegen dieser Auftei­lung bisweilen von einer „Post­kut­sche der Lüfte“.

Origi­nale Maschinen sind heute nur noch als Muse­ums­stücke erhalten. Flug­fä­hige Oldtimer dieses Typs gibt es nicht mehr.

Der origi­nal­ge­treue Nachbau der Junkers F13, hier mit offenem Cockpit für Pilot und Bord­me­cha­niker

Außen fast wie damals, innen moderne Luft­fahrt­technik

Die Nach­bauten orien­tieren sich äußer­lich sehr eng an der ursprüng­li­chen Konstruk­tion mit markanter Duralu­mi­nium-Well­blech­hülle und der dama­ligen Ausstat­tung der kleinen Passa­gier­ka­bine.

An Bord arbeiten jedoch zeit­ge­mäße Systeme: Im Cockpit kommt moderne Avionik zum Einsatz, um heutigen Sicher­heits­an­for­de­rungen zu genügen. Ange­trieben wird die Maschine von einem modernen Stern­motor.

Der rund zehn Meter lange Nachbau mit einer Spann­weite von knapp 15 Metern ist für zwei Besat­zungs­mit­glieder im halb­of­fenen Cockpit und vier Flug­gäste in der geschlos­senen, beheizten Kabine ausge­legt. Bei den ange­bo­tenen Rund­flügen werden nach Vereins­an­gaben jedoch aus Gewichts­gründen maximal drei Passa­giere beför­dert.

So läuft die Buchung – und was Inter­es­sierte wissen müssen

„Wir sehen die F13 als flie­gendes luft­fahrt­tech­ni­sches und verkehrs­ge­schicht­li­ches Kulturgut“, sagt Vereins­vor­sit­zender Bernd Hucken­beck. „Für viele Gäste ist ein Rund­flug eine kleine Zeit­reise in die Anfangs­jahre der Passa­gier­luft­fahrt. Es ist ein ganz beson­deres Erlebnis.“

Aus luft­fahrt­recht­li­chen Gründen ist nach Angaben des Vereins für Flüge eine Mitglied­schaft erfor­der­lich. Zwischen Beitritt und Flug­termin müsse ein Vorlauf von mindes­tens 30 Tagen liegen. Buchungen erfolgen demnach ausschließ­lich über die Inter­net­seite. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Konkrete Infor­ma­tionen nennt der Verein online unter https://junkers-luftverkehr.com

Andreas Dunker, ad medien GmbH
Redak­teur (DJV)

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