FC Phönix feiert Doppelsieg – Don Camillo schlägt Peppone
Oberschleißheim – Volles Festzelt, lautstarker Jubel und jede Menge Gaudi: Die dritte Schleißheimer Bierzeltolympiade hat sich beim Volksfest endgültig als Publikumsmagnet etabliert. Acht Teams kämpften am Sonntagnachmittag in vier ebenso sportlichen wie unterhaltsamen Disziplinen um den Sieg – mittendrin ein dominanter FC Phönix, das viel beachtete „Don Camillo gegen Peppone“-Duell und ein Organisationsduo, das am Ende sichtlich zufrieden Bilanz zog.
Am Ende durfte vor allem der FC Phönix Schleißheim jubeln. Beide gestarteten Teams belegten die Plätze eins und zwei und machten damit den perfekten Doppelsieg klar. Die „Blue Bastards“ mit Sylvia Berger, Gery Höckmayr, Thibault Schneider und Simon Schechinger setzten sich knapp vor „Phönix United“ mit Anja Wittek, Markus Kuschka, Helmut Faltermeir und Jens Bleise durch. Als Moderator Michi Dietmayr die Sieger verkündete, kannte der Jubel im Festzelt keine Grenzen mehr.
Dabei hatte der Nachmittag schon spektakulär begonnen. Gleich zum Auftakt ging es beim Schubkarrenrennen quer durchs Festzelt. Enge Kurven, schnelle Fahrerwechsel und jede Menge Tempo sorgten für beste Unterhaltung. Erstmals galt dabei sogar Helmpflicht für die Schubkarrensitzenden – was im Publikum zusätzlich für Lacher sorgte. Besonders das RSV-Team mit Thomas Laser und Markus Hollweck nahm es eher gemütlich, was Dietmayr prompt kommentierte: „Habt’s eich noch a Zuckerwatte draußen geholt?“ Das Festzelt antwortete mit lautem Gelächter und Applaus. Die Disziplin entschied schließlich „Phönix United“ souverän für sich.





Beim anschließenden Maßkrugstemmen war dagegen pure Ausdauer gefragt. Vor allem Thibault Schneider zeigte beeindruckende Nehmerqualitäten und holte den Sieg im Männerdurchgang für die späteren Gesamtsieger von den „Blue Bastards“.

Zum heimlichen Höhepunkt entwickelte sich jedoch die neue Disziplin „Würstelschnappen“. Hier waren Beweglichkeit, Schnelligkeit und ein gewisser Mut zur Verrenkung gefragt. Während manche Teilnehmer sportlich das Bein hoben und das Würstchen scheinbar mühelos erwischten, lieferten andere eher akrobatische Einlagen zur Freude der Zuschauer.

Besonders aufmerksam verfolgt wurde dabei das angekündigte „Don Camillo gegen Peppone“-Duell. Erstmals trat Dekan Uli Kampe mit seinem Team aus christlichem Unternehmernetzwerk und Gewerbeverband gegen Bürgermeister Markus Böck an, der gemeinsam mit seinen beiden Töchtern und seiner Lebensgefährtin als „Drei Engel für Markus“ ins Rennen ging. Während Böck auf familiäre Unterstützung setzte, bewies Kampe ausgerechnet beim Würstelschnappen deutlich mehr Geschick. „Der Pfarrer war heute einfach näher am Himmel – und näher an der Wurst“, kommentierte Dietmayr trocken. Am Ende landete Kampe mit seinem Team tatsächlich vor dem Bürgermeister-Team, das sich mit dem letzten Tabellenplatz begnügen musste. Das Publikum feierte das freundschaftliche Duell mit viel Gelächter und kräftigem Applaus.

Spannend wurde es schließlich noch einmal beim Biertragerlstemmen beziehungsweise Bierkistenstapeln. Kraft, Konzentration und Geschicklichkeit waren gefragt, beeindruckende 16 Tragerl wurden erfolgreich gestemmt. Damit hatte das Team von Remonte Bräu “Maßvoll motiviert” in dieser Disziplin die Nase vorne. Danach folgte die verdiente Siegerehrung.

Neben dem Siegerpokal gab es für die Gewinner reichlich Freibier und ein großzügig bestücktes Brotzeitbrettl mit den von Festwirtin Iris Schmidt vorbereiteten Brotzeitplatten. Lange leer blieb der Pokal allerdings nicht – er wurde direkt standesgemäß eingeweiht.
Für beste Unterhaltung sorgte erneut Lokalmatador Michi Dietmayr, der mit viel Witz, spontanen Kommentaren und zahlreichen Geschichten durch den Nachmittag führte. Zum Abschluss heizte er dem Festzelt mit musikalischen Einlagen noch einmal ordentlich ein. Es wurde mitgesungen, gelacht und gefeiert.

Entsprechend zufrieden zeigten sich am Ende auch die Organisatoren, Zweite Bürgermeisterin Stefanie Haselbeck und Remonte-Vorstandsvorsitzender Thomas Haselbeck. Beide hatten die Bierzeltolympiade erneut auf die Beine gestellt und freuten sich über den großen Zuschauerzuspruch und die ausgelassene Stimmung. „Wir sind ehrlich gesagt ganz froh, dass wir bei den Disziplinen nicht selbst antreten mussten“, meinte Stefanie Haselbeck lachend. „Da hilft auch das Wissen um die Aufgaben nichts.“

Und genau das machte den Reiz der dritten Bierzeltolympiade aus: ehrgeizige Teams, jede Menge Humor und ein Festzelt, das von der ersten bis zur letzten Minute bestens unterhalten wurde. Dass es im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben dürfte, daran zweifelte am Sonntagabend wohl niemand mehr.
Thomas Haselbeck




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