„Trotz rück­läu­figem Bier­ab­satz: Remonte Bräu gelingt die opera­tive Trend­wende“

22.06.2026 | Vereine, Kultur & Freizeit | 0 Kommentare

Gene­ral­ver­samm­lung der Schleiß­heimer Sinn- und Mitmach­brauerei setzt auf Ehrenamt, Gemein­schaft und Zuver­sicht für die Zukunft.

Zahl­reiche Besu­cher, gute Gespräche und ein klarer Blick nach vorne: Bei der Gene­ral­ver­samm­lung der Remonte Bräu Schleiß­heim eG am 17. Juni im Bürger­haus Ober­schleiß­heim blickten Vorstand, Aufsichtsrat und Mitglieder gemeinsam auf das vergan­gene Jahr zurück.

Die Verant­wort­li­chen machten dabei deut­lich, dass die Rahmen­be­din­gungen für kleine und regio­nale Braue­reien weiterhin anspruchs­voll bleiben. Der Bier­markt verän­dert sich, der Konsum geht zurück und die Gewin­nung ehren­amt­li­cher Unter­stützer wird zuneh­mend schwie­riger. Dennoch konnte die Remonte Bräu auch 2025 wieder zahl­reiche Projekte, Veran­stal­tungen und Akti­vi­täten erfolg­reich umsetzen und ihre Rolle als feste Größe im gesell­schaft­li­chen Leben Ober­schleiß­heims weiter festigen.

Beson­ders erfreu­lich: Der Genos­sen­schaft gelang 2025 im laufenden Geschäfts­be­trieb die Rück­kehr in die Gewinn­zone. Trotz eines erneut rück­läu­figen Bier­ab­satzes und sinkender Umsätze konnte erst­mals seit mehreren Jahren wieder ein posi­tives opera­tives Ergebnis erzielt werden. Verein­facht gesagt, wurde im Geschäfts­jahr mehr erwirt­schaftet als ausge­geben. Dies gelang durch konse­quente Kosten­dis­zi­plin, effi­zi­en­tere Abläufe und das enorme ehren­amt­liche Enga­ge­ment der Mitglieder.

Vorstands­vor­sit­zender Thomas Hasel­beck betonte: „Dass wir trotz sinkender Absatz­mengen und Umsätze operativ wieder schwarze Zahlen schreiben, ist für uns die wich­tigste Botschaft des Jahres. Das zeigt, dass unsere Genos­sen­schaft wirt­schaft­lich gesund arbeitet und wir auch unter schwie­rigen Markt­be­din­gungen hand­lungs­fähig bleiben.“

Im Jahres­ab­schluss wird dennoch ein Fehl­be­trag ausge­wiesen. Dieser ist vor allem auf Abschrei­bungen aus den Inves­ti­tionen der Grün­dungs­jahre zurück­zu­führen. Diese buch­hal­te­ri­schen Aufwen­dungen belasten zwar das Jahres­er­gebnis, führen aber nicht zu einem tatsäch­li­chen Geld­ab­fluss im aktu­ellen Geschäfts­jahr.

Aufsichts­rats­vor­sit­zender Andreas Preißer ordnete dies ein: „Natür­lich wünschen wir uns wieder stei­gende Absätze. Umso wich­tiger ist aber die Erkenntnis, dass die Genos­sen­schaft selbst in einem schwie­rigen Markt­um­feld wirt­schaft­lich stabil arbeiten kann. Das posi­tive opera­tive Ergebnis ist deshalb ein starkes Signal für die Zukunft.“

Ob als Fest­bier beim Ober­schleiß­heimer Volks­fest, bei der Maifeier, auf Vereins­festen, beim eigenen Braue­rei­fest oder den monat­li­chen Stamm­ti­schen – die Remonte Bräu war auch im vergan­genen Jahr ein fester Bestand­teil des gesell­schaft­li­chen Lebens in Ober­schleiß­heim. Dabei wurde einmal mehr deut­lich: Remonte Bräu ist weit mehr als nur Bier. Die Genos­sen­schaft versteht sich als Sinn- und Mitmach­brauerei, die Menschen zusam­men­bringt, Gemein­schaft fördert und regio­nale Iden­tität erlebbar macht.

Vorstand Marco Taran­tino hob insbe­son­dere die gesell­schaft­liche Bedeu­tung der Genos­sen­schaft hervor: „Unsere schönsten Erfolge lassen sich nicht in Litern oder Euro messen. Sie zeigen sich dort, wo Menschen zusam­men­kommen, gemeinsam feiern, sich enga­gieren und ihre Heimat aktiv mitge­stalten. Genau dafür steht Remonte Bräu.“

Eine tatkräf­tige Mann­schaft voller Zuver­sicht vlnr: Der wieder­ge­wählte Aufsichtsrat Alex­ander Fichtl, die Aufsichts­räte Alex­ander Bauer und Stephan Sedl­mayer, Aufsichts­rats­vor­sit­zender Andreas Preißer, Vorstands­vor­sit­zender Thomas Hasel­beck, Vorstand Marco Taran­tino und Brau­meister Florian Trost

Ein zentrales Thema der Gene­ral­ver­samm­lung war die Bedeu­tung des Ehren­amts. Seit der Grün­dung wird die Genos­sen­schaft ausschließ­lich durch frei­wil­liges Enga­ge­ment getragen. Vom Ausschank über Veran­stal­tungen und Logistik bis hin zu Vertrieb, Kommu­ni­ka­tion und Verwal­tung inves­tieren zahl­reiche Mitglieder ihre Zeit und ihr Herz­blut für das gemein­same Projekt.

„Remonte Bräu gehört ihren Mitglie­dern und lebt von Menschen, die bereit sind, mit anzu­pa­cken. Wer Ideen hat oder sich einbringen möchte, ist jeder­zeit herz­lich will­kommen. Jede Stunde ehren­amt­li­cher Arbeit hilft uns, die Zukunft unserer Brauerei aktiv zu gestalten“, appel­lierten Hasel­beck und Taran­tino an die Mitglieder.

Auch Andreas Preißer würdigte den Einsatz der vielen Ehren­amt­li­chen: „Was hier seit Jahren geleistet wird, ist alles andere als selbst­ver­ständ­lich. Ohne das Enga­ge­ment unserer aktiven Mitglieder gäbe es keine Remonte Bräu. Dafür gebührt allen Betei­ligten großer Dank und Aner­ken­nung.“

Ein beson­derer Dank galt zudem Brau­meister Florian Trost, der zum Jahres­ende 2025 nach vielen Jahren aus dem Vorstand ausge­schieden ist. Als Grün­dungs­mit­glied, Brau­meister und Vorstand hat er die Entwick­lung der Remonte Bräu von Beginn an entschei­dend mitge­prägt.

Auch künftig bleibt Florian Trost der Remonte Bräu als Brau­meister eng verbunden und wird die Entwick­lung neuer Biere und Produkte weiterhin aktiv begleiten.

Die Mitglieder dankten Vorstand und Aufsichtsrat für ihre Arbeit und bestä­tigten sämt­liche Beschlüsse einstimmig. Auch Aufsichtsrat Alex­ander Fichtl wurde für eine weitere Amts­zeit wieder­ge­wählt.

Ein beson­derer Höhe­punkt des Abends war der kurz­wei­lige Abschluss durch Orts­chro­nist Otto Bürger. Mit viel Humor, histo­ri­schem Wissen und zahl­rei­chen Geschichten nahm er die Anwe­senden mit auf eine Reise durch die Geschichte des Bier­brauens in Schleiß­heim. Von der histo­ri­schen Remonte-Depot-Brauerei bis zur heutigen Remonte Bräu spannte er einen Bogen über mehr als ein Jahr­hun­dert Brau­tra­di­tion und zeigte eindrucks­voll, wie tief das Bier­brauen in Schleiß­heim verwur­zelt ist.

Orts­chro­nist Otto Bürger nimmt die Genos­sen­schafts­mit­glieder mit auf eine Reise durch die Geschichte des Bier­brauens in Schleiß­heim

Mit Zuver­sicht blickt die Remonte Bräu nun auf die kommenden Jahre. Die Heraus­for­de­rungen sind bekannt, doch die Gene­ral­ver­samm­lung machte deut­lich: Solange Menschen bereit sind, sich ehren­amt­lich einzu­bringen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, hat die Schleiß­heimer Sinn- und Mitmach­brauerei eine starke Zukunft.

Denn eines wurde an diesem Abend beson­ders spürbar: Remonte Bräu ist nicht nur eine Brauerei – Remonte Bräu ist eine Gemein­schaft, die ihre Heimat aktiv mitge­staltet.

Thomas Hasel­beck, 1. Vorstand Remonte Bräu e.G.

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