Foto: Nicole Schulz

Hand­ball beim TSV Schleiß­heim: “Färöer-Inseln” begeis­tern bei Mini-WM

02.11.2026 | Vereine | 0 Kommentare

Mit Kampf­geist und Nerven­stärke

Für die weib­liche D‑Jugend des TSV Schleiß­heim ging es bei der Haupt­runde der BHV Mini-WM in Bobingen um den Einzug ins Vier­tel­fi­nale. Als Vertre­te­rinnen der Färöer-Inseln hatten sich die Mädels mit einem zweiten Platz in der Vorrunde eine gute Ausgangs­lage erar­beitet.

Drei span­nende Spiele sollten über den weiteren Weg im Turnier entscheiden. Schon die Anreise war etwas Beson­deres: Die Mann­schaft orga­ni­sierte zwei Busse und wurde von Eltern und Fans begleitet. In Bobingen sorgten die mitge­brachten Fahnen und die selbst gestal­tete Fan-Ecke für echte WM-Stim­mung. Beson­ders schön war die Unter­stüt­zung der männ­li­chen D‑Jugend des TSV Schleiß­heim, die nach ihren eigenen drei Siegen bei der Mini-WM am Vortag zum Anfeuern gekommen war und sogar Kuchen mitbrachte.

Im ersten Spiel trafen die Färöer-Inseln auf Norwegen (TSV Bobingen). Die Schleiß­hei­me­rinnen star­teten konzen­triert und sicherten sich mit einem 11:8 den ersten wich­tigen Sieg. Eine starke Leis­tung über Außen trug wesent­lich zum Erfolg bei. Das zweite Spiel gegen Schweden (JSG Friedberg/Kissing) entwi­ckelte sich zu einer emotio­nalen Begeg­nung. Die Partie war geprägt von einer sehr inten­siven Atmo­sphäre und unter­schied­li­chen Einschät­zungen der Abwehr­ak­tionen.

Eine Zeit­strafe gegen eine Schleiß­heimer Spie­lerin und wieder­holte Diskus­sionen mit dem Schieds­richter sorgten zusätz­lich für Unruhe. Auch nach dem Abpfiff sorgten die Entschei­dungen noch für Gesprächs­be­darf. Im Zuge des Einspruchs beim Kampf­ge­richt kam es zu einer Diskus­sion mit dem Schieds­richter, in deren Verlauf die Trai­nerin die Rote Karte erhielt.

Sport­lich mussten sich die Färöer-Inseln am Ende mit 8:10 geschlagen geben. Umso wich­tiger war es, die Enttäu­schung schnell abzu­schüt­teln und den Blick wieder nach vorne zu richten. In der Kabine gelang es dem Trai­ner­team, die Mann­schaft für das entschei­dende letzte Spiel neu zu moti­vieren.

Gegen Katar (TSV Lands­berg) war die Ausgangs­lage klar: Bereits ein Unent­schieden hätte für den Einzug ins Vier­tel­fi­nale gereicht. Eine Nieder­lage hätte die Entschei­dung über die Tabel­len­kon­stel­la­tion erschwert. Entspre­chend groß war die Span­nung. Die Schleiß­hei­me­rinnen lieferten sich ein enges und umkämpftes Spiel. Kurz vor Spie­lende kam der Ball beim Stand von 11:11 zu einer Schleiß­heimer Spie­lerin, die den umju­belten Sieg­treffer zum 12:11 erzielte und damit den Vier­tel­fi­nal­einzug perfekt machte.

Mit zwei Siegen und einer Nieder­lage belohnten sich die Färöer-Inseln für ihren Einsatz und ihren Zusam­men­halt. Die Mann­schaft zeigte, dass sie auch nach einem Rück­schlag wieder aufstehen und in entschei­denden Momenten Nerven­stärke beweisen kann.

Ein großer Dank gilt allen Eltern, Fans und Unter­stüt­zern sowie der männ­li­chen D‑Jugend für die groß­ar­tige Unter­stüt­zung in Bobingen. Das nächste Kapitel der Mini-WM wartet bereits: Am 6. Januar 2027 geht es für die Färöer-Inseln im Vier­tel­fi­nale weiter.

Horst Wolf, Pres­se­wart TSV Schleiß­heim

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