Zwei Tage Remonte Urbock, Derbleckn, Spaßtheater und ein flotter Dreier
Seit bald 30 Jahren organisiert der Rad-und Sportverein Schleißheim das zwei Tage lang andauernde, beliebte Starkbierfest in Oberschleißheim. 1. Vorstand Markus Hollweck freut sich zusammen mit seinem Stellvertreter Thomas Laser und dem 30-köpfigen Veranstaltungsteam über zwei hervorragend besuchte Festtage im Oberschleißheimer Bürgersaal voller guter Laune, bester Stimmung und herrlicher Bühnenaufführungen.
Der 1. Tag am Frühlingsanfang, 20. März 2026: “Frisch gewählt ist gut gezapft!”
Auf den Anstich des Remonte Starkbierfassls durch 1. Bürgermeister Markus Böck warteten die mehr als 200 Gäste im Bürgersaal Oberschleißheim höchst gespannt, endete doch im vergangenen Jahr der Anstich in einer Bier-Duschorgie. Doch als frisch wiedergewählter Bürgermeister ließ sich “Böcki” nicht lumpen und zapfte diesmal mit zwei festen Schlägen und einem “Sicherheitschlagerl” souverän an.




Durch die beiden Abende führten “da Hermann und sei Frau” (Markus Hollweck und Heike Laser) und begeisterten das Publikum mit ihren Auftritten bei den Sketchen.

Für beste Stimmung im Saal sorgte an den beiden Festtagen die Wiesnband „Flottn3er“. Diese hatte ihr Publikum auf der Tanzfläche fest im Griff und Leadsänger Markus entpuppte sich als Verkleidungskünstler.






Die Stars des Abends waren natürlich die Kunstradfahrer. Andreas Steger, Magdalena Müller und Alexander Brandl zeigten auf der Bühne an beiden Tagen ihre artistische, geradezu halsbrecherische Kür auf dem Kunstrad. Alle drei Schleißheimer Spitzensportler haben bereits erfolgreich an Europa-und Weltmeisterschaften teilgenommen und können etliche Titel vorzuweisen.




Der 2. Tag, am 21. März: “Was ist der Unterschied zwischen einer Hundehütte und einem 2. Bürgermeister?”
Politisch wurde es am zweiten Festtag, am Samstag, im ebenfalls wieder vollbesetzten Bürgersaal, als „Flottn3er“ Bandmitglied Markus fragte: “Was ist der Unterschied zwischen einer Hundehüttn und am zwoaten Bürgermoasta?” Ja ganz einfach:“De Hundehüttn is für’n Hund und da zwoate Bürgermoasta is für’n Katz”…was dem anwesenden noch amtierenden Dritten Bürgermeister Casimir Katz, im Hinblick auf die im Mai anstehenden gemeinderatsinternen Wahlen des 2. und 3. Bürgermeisters, ein breites Grinsen aufsetzte und seine Augen zum Leuchten brachte…;))
Musiktheater mit perfekter Performance
Tosenden Applaus und Zugabe-Rufe ernteten die drei “Starbucks-Tänzer” Nikolas Wechner, Gabriel Sari und Quirin Schleusener für ihre launige, perfekt inszenierte Musiktheater-Performance. Die Musik dazu hatte Daniela Wöhl zusammengeschnitten, die für den Ton während der gesamten Veranstaltung verantwortlich zeichnete.

Herzblatt und Telefonsex — der schöne Markus wird “derbleckt” (Sketche zusammengefasst von beiden Tagen)
Damit “Kandidat Markus” (Markus Böck wurde auf die Bühne geholt) endlich mal die richtige Frau an seiner Seite findet, musste er sich bei “Herzblatt” nach Reinhard-Fendrich-Art, zwischen einer Mittenheimerin, einer Lustheimerin und einer Hackermooserin entscheiden.…Und wen wundert’s? “Susi” fasste zusammen und zeigte ihm ein Match mit Rosi aus Hackermoos auf! Als die Wand aufging, staunte der “Kandidat Markus” nicht schlecht, denn seine Angebetete war die etwas “haarige Dame”, RSV-Mitglied Helmut Böhme.

Das Schleißheimer Rentner-Ehepaar Erich und Erika Schmitz (Bettina Schreier und Willi Lemberger) haben Langeweile und melden als Nebenjob ein Telefonsex-Gewerbe an: Für nur 1,85 Euro pro Minute können sich die Telefonkunden bestöhnen und beschimpfen lassen. Erika zeigt, dass sie beides bestens kann. Als aber “Stammkunde Markus” anruft, reicht sie an Erich weiter. Dieser kann mit den “Jammer-und Meckerwünschen” vom Markus besser umgehen: Da genügen drei Beispiele aus der Ortspolitik und schon ist der Markus am anderen Ende der Leitung “fertig”. “Sparsam, sparsam”, ätzte Erich, “der will wohl die Gemeindefinanzen schonen”…

Die Deutsche Bahn und Bahnschrankenmotzerei
Die früher traditionellen “Waschweiber” wurden von der neuen “Bahnschrankenmotzerei” abgelöst: Markus Hollweck und Marion Wechner spielen zwei, die vor der ewig geschlossenen Bahnschranke in Oberschleißheim stehen (siehe Beitragsfoto). Hier haben sie genügend Zeit, sich über Oberschleißheimer Neuigkeiten und Missstände aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu ereifern.
Ein Dauerbrenner beim Derbleckn am Starkbierfest ist die Deutsche Bahn. Hinter der bemerkenswert echten ICE- Kulisse von Kulissenbauer Jan Schober (RSV) finden zahlreiche Sketchszenen statt, die aufzeigen, was verzeifelte Bahnreisende so alles tun, wenn es mitten auf der Bahstrecke nicht mehr weitergeht, wie etwa ein spontaner “Nuschelkurs”, Strip-Pokern, oder Vorstandsmeetings. Wer dann während des Reisens Hunger verspürt, kann dann aus dem “generösen” Angebot des Speisewagens zwischen einem Tütchen Senf und einem Tütchen Senf auswählen. “Bahnsprecherin” Heike Laser zeigte die Schikane für Bahnreisende auf, die mit dem ICE 555 verreisen wollen und “jagte” diese mit ihren Durchsagen von einem Bahnsteig zum anderen.




Schee war’s! Und großes Lob für zwei sehr gelungene Tage mit stilvoller Bühnenunterhaltung, bester Stimmung und Gaudi für alle!
Ingrid Lindbüchl






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