Hochbetrieb bei der DLRG am Montag- und Donnerstagabend im Hallenbad Oberschleißheim Foto: DLRG Oberschleißheim

Warum es wichtig ist, unser Hallenbad in Ober­schleiß­heim zu erhalten- ein Kommentar

19.01.2026 | Kommunalwahl 2026, Aktuelles, Vereine, Sport | 5 Kommentare

Schwimmen als grund­le­gender Beitrag zur Gesund­heits­vor­sorge und gesell­schaft­li­cher Teil­habe

Es ist Montag. Um 17.00 Uhr beginnt das DLRG-Schwimm­trai­ning für hunderte von Kindern und Jugend­li­chen in Ober­schleiß­heim und es zieht sich bis spät in den Abend. Rund zehn­tau­send Kinder und Erwach­sene „schleusen“ die DLRG-Ehren­amt­li­chen von Ober­schleiß­heim im Laufe des Jahres durch das wöchent­liche Jugend­schwimm­trai­ning und die verschie­denen Lehr­gänge. Schwimm­ab­zei­chen, wie das Seepferd­chen, das Rettungs­schwimmer-Abzei­chen in Bronze, Silber und Gold, das Deut­sche Schnor­chel­tauch­ab­zei­chen kann man dort erwerben. Auch Erste-Hilfe-Kurse hält die DLRG ab. Am Montag- und Donners­tag­abend finden Erwach­se­nen­schwimm­trai­ning und Kurse für erwach­sene Nicht­schwimmer statt. Die Woche über ziehen mehr als zwanzig vertrag­lich gebun­dene und beitrags­zah­lende Insti­tu­tionen ihre Bahnen in unserem Sportbad. Jeder Tag in der Woche ist mit mindes­tens zwei Schwimm­bahnen kosten­pflichtig belegt.

Menschen jeden Alters, Kinder Jugend­liche, Senior*innen, Schwimmcli­quen, Menschen mit Gelenk­er­kran­kungen oder Gehbe­hin­de­rungen, Schwan­gere — alle zieht es regel­mäßig und ganz­jährig zum Wasser. Schwimmen ist der älteste, gesün­deste und belieb­teste Volks­sport für jede Alters­klasse und für jeden Geld­beutel. Schwimmen als Sport funk­tio­niert auch dann noch, wenn jede andere Bewe­gung nicht mehr möglich ist und stellt gleich­zeitig eine wich­tige soziale Teil­habe dar.

Schwimmen geht immer, wenn man’s kann!

Schwimmen und Baden sind elemen­tare mensch­liche Bedürf­nisse, jedoch ist die Quote der Nicht­schwimmer bei Kindern alar­mie­rend und die stei­genden Ertrin­kungs­zahlen sind erschre­ckend. Die DLRG Ober­schleiß­heim bemüht sich, diesem Trend mit aktuell rund 650 Mitglie­dern höchst moti­viert entge­gen­zu­wirken.

Und ja, unser Hallenbad in Ober­schleiß­heim hat den Charme der 70-er Jahre, es ist sicher­lich sanie­rungs­be­dürftig, aber dennoch voll funk­ti­ons­fähig. Und nein, es ist keine Ruine und auch kein Zombie im Ober­schleiß­heimer Gemein­de­haus­halt.

Das Hallenbad ist unter sehr vielen frei­wil­ligen Leis­tungen der Gemeinde Ober­schleiß­heim, die mit dem größten Defizit und steht, wie schon so oft, bei den Haus­halts­be­ra­tungen auf dem Prüf­stand.

Im Falle einer Schlie­ßung würde der gesamte DLRG-Apparat mit seinen zahl­rei­chen Aufgaben in den Berei­chen Schwimm­aus­bil­dung, Lebens­ret­tung und Kata­stro­phen­schutz förm­lich auf der Straße stehen. Der Schwimm­un­ter­richt in unseren Grund­schulen gestri­chen.

Ein neu gegrün­deter Arbeits­kreis “Hallenbad” hat seine Arbeit aufge­nommen und erar­beitet derzeit Vorschläge zur Einnah­men­stei­ge­rung. Wir müssen jetzt alle zusam­men­stehen, eine Schlie­ßung verhin­dern und jede nur denk­bare Möglich­keit in Betracht ziehen, um unser Hallenbad lang­fristig zu erhalten.

Und: Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, dann sollte man zumin­dest schwimmen können.

Ingrid Lind­büchl, Gemein­de­rätin

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5 Kommentare

  1. Ist das was dran, dass das Kinder­be­cken komplett geschlossen werden soll und somit nicht mehr in Benut­zung ist?
    Wird dann der Schwimm­be­reich für Kinder abge­trennt oder erwei­tert?.

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  2. Wie verant­wor­tungs­voll mit den Geldern im Rathaus umge­gangen wird, sieht man ja recht deut­lich … Das Hallenbad scheint passend zur Wahl ein Thema zu sein. Auch ich habe das Schwimmen in diesem Hallenbad gelernt, oder man versuchte, es mir beizu­bringen. Ich fand es als Kind immer schön, wenn wir dort waren und Spaß hatten … Doch das ist leider lange her.
    Diese Möglich­keit müssen gerade Kinder auch weiterhin haben, das steht außer Frage! Nur wie? Ich denke, dass der Verlust pro Jahr schon massiv ist für die finan­zi­elle Lage der Gemeinde. Man hätte jeder­zeit unab­hängig vom neuen Haus­halts­plan die Lage beschreiben können, um sich viel­leicht eine Alter­na­tive zu über­legen oder mit Bürgern eine Lösung zu finden. Das geht zu jeder Zeit, nicht nur jetzt zum Wahl­kampf.
    Das Problem besteht ja nicht erst seit gestern. Offi­zi­elle Zahlen gibt es ja nicht wirk­lich für die Bürger, das zum Thema Trans­pa­renz … auf Face­book, im Ernst?? Warum nicht früher gehan­delt wurde, kann oder will niemand sagen. Das Hallenbad ist seit Jahren immer wieder Thema. Die Neubau­pläne haben weitere immense Kosten verur­sacht und liegen mitt­ler­weile in der Schub­lade, und zwar so lange, bis dieser Plan veraltet ist und wieder ein neuer für hohe Kosten erstellt werden muss. Doch auch im Falle eines Neubaus müsste die Auslas­tung gesi­chert sein mit einem trag­baren Konzept, um nicht wieder ins Minus zu geraten, zumin­dest nicht so massiv.
    Doch aufgrund der aktu­ellen Lage muss drin­gend eine andere Lösung her. Wäre es nicht möglich, vorüber­ge­hend einen Zusam­men­schluss mit Unter­schleiß­heim oder anderen Kommunen zu arran­gieren, damit (haupt­säch­lich) die Kinder den Schwimm­un­ter­richt auch weiterhin haben können und auch müssen? Klar ist es eine Einschrän­kung und ein Verzicht auf den bishe­rigen Luxus, ein eigenes Hallenbad zu betreiben. Aber das Augen­merk sollte man auf die Kinder und die Personen legen, die schwimmen lernen müssen oder wollen. Das würde doch auch kommu­nal­über­grei­fend funk­tio­nieren. Dann wäre auch bei anderen die Auslas­tung der Bäder gesi­chert und der Unter­richt für Kinder und Vereine weiterhin möglich. Und das wäre mal doch erstmal das Wich­tigste.

    Das Ganze soll auch kein Dauer­zu­stand sein, sondern bis man eine vernünf­tige Lösung für das jetzige Bad findet oder die finan­zi­ellen Mittel wieder vorhanden sind, um dann viel­leicht tatsäch­lich ein neues bauen zu können, ohne große Träu­merei und Luft­schlösser, was die Gemeinde ja gerne macht.

    Es gibt auch zahl­reiche Mängel am Zustand der Schulen … Und ich finde das erst recht, gerade auch, da beson­ders Augen­merk darauf gelegt werden muss!

    Kinder und Senioren, das soziale sollte auch kein Wahl­kampf­thema sein, sondern eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, dafür muss eine Lösung her!

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  3. Die Bedeu­tung unseres Hallen­bads für Ober­schleiß­heim steht außer Frage. Die Ausfüh­rungen von dir, Ingrid, machen eindrucks­voll deut­lich, wie zentral das Bad für Schwimm­aus­bil­dung, Gesund­heits­vor­sorge, Ehrenamt und gesell­schaft­liche Teil­habe ist. Diese Einschät­zung teile ich ausdrück­lich.
    Gerade in Zeiten stei­gender Nicht­schwim­mer­quoten ist ein wohn­ort­nahes Hallenbad ein wich­tiger Baustein kommu­naler Daseins­vor­sorge.
    Mein Stand­punkt ist klar: Das Hallenbad soll erhalten bleiben – nicht um jeden Preis, aber solange es für die Gemeinde vertretbar ist. Genau diese Abwä­gung schulden wir den Bürge­rinnen und Bürgern.
    Was mir in diesem Fall aber grund­sätz­lich fehlt, ist eine trans­pa­rente und früh­zei­tige öffent­liche Kommu­ni­ka­tion. Ein zum jetzigen Zeit­punkt nicht öffent­li­cher Haus­halts­ent­wurf schürt verständ­li­cher­weise Ängste, Sorgen und Gerüchte. Das hilft weder der Sache noch dem notwen­digen sach­li­chen Austausch. Gerade bei einem so emotio­nalen Thema braucht es meiner Meinung nach Offen­heit, belast­bare Zahlen und das ehrliche Aufzeigen von Hand­lungs­op­tionen.
    Der einge­rich­tete Arbeits­kreis ist hier ein erster Schritt in die rich­tige Rich­tung. Dieser muss jedoch auch von allen Seiten als ernst gemeintes Instru­ment aner­kannt werden und es müssen endlich trans­pa­rent alle Zahlen und Fakten auf den Tisch kommen.
    Es geht bei unserem Hallenbad nicht um Roman­ti­sie­rung, aber auch nicht um ein vorschnelles Aufgeben. Das Hallenbad ist ein wich­tiger Teil unseres Gemein­de­le­bens. Ob und wie wir es lang­fristig erhalten können, muss offen, trans­pa­rent und gemeinsam entschieden werden.

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  4. Ja, es muss alles getan werden, dass das Ober­schleiß­heimer Hallenbad erhalten bleibt.
    Bin auf die Lösungs­kon­zepte gespannt, aber wenn alle zusammen helfen, wird es wohl möglich sein.
    Ich finde es immens wichtig für unsere Gemeinde

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  5. Sehe ich genauso! Als Vater einer Tochter, die sich bei der DLRG sehr enga­giert, weiß ich wie viele Kinder ohne diese Einrich­tung nicht schwimmen lernen würden. Es gibt prak­tisch auch keine verfüg­baren Ausweich­mög­lich­keiten.

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