Heißer Medaillenrekord der Ruderer bei den Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften in Krefeld
Mit einer ganz hervorragenden Leistung und so vielen Deutsche-Meister-Titeln und Medaillen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, hat die Rudergesellschaft München 1972 bei den „Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften“ in Krefeld abgeschnitten: Sie erreichten 14 Finalrennen und erzielten sechs vergoldete Deutsche Meister, vier Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen. Vereinsrekord!
Auch der zweite Ruderverein an der Olympia-Regattaanlage war höchst erfolgreich: Der Schleißheimer Ruderclub kam auf zwei Deutsche Meister und fünf Bronzemedaillen.
Die sechs deutschen Meister aus der Rudergesellschaft München: Anori Benz; er gewann in einem zweiten Rennen auch Silber. Erst kürzlich wurde er Junioren-Europameister. Aufgrund seiner Top Leistungen dieses Jahr wurde er für die Junioren Weltmeisterschaft im August in Bulgarien nominiert. Dann die beiden B‑Junioren Maxim Shelenin und Kilian Egger. Die beiden haben eine Bilderbuchsaison geschafft und siegten auch in Krefeld absolut souverän. Sie sicherten sich damit gleichzeitig das Ticket für den Baltic Cup im Herbst. Das ist für Junioren der erste internationale Wettkampf.


Neben Deutschland nehmen daran einige ost- und nordeuropäische Länder, wie zum Beispiel Polen oder Norwegen teil. Gold auch für die Juniorinnen Antonia Klier und Marlene Thurnbauer (als Steuerfrau). Wiebke Knigge wurde Deutsche Meisterin bei den Frauen-Seniorinnen; sie gewann in einem zweiten Rennen auch eine Bronzemedaille. Eine Silbermedaille erkämpften Robin Klupsch, Leonhard Holzwarth und Marlene Thurnbauer. Bronze gewannen Vittorio Hinostroza, Wiebke Knigge und Jana Opitz.
Die erfolgreichen Ruderer des Schleißheimer Ruderclubs: Gold für Florian Obermeier (der in einem zweiten Rennen auch Bronze gewann) und Emilia Kreutz. Bronze erkämpften Emma-Louise Walla, Lilia Duell und Theresa Kreutz.
Die Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften (DJM) in Krefeld (25.–28. Juni) waren eine regelrechte Backofen-Regatta mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Das wurde für die Sportler, Betreuer und Helfer eine besondere Herausforderung. Manch einer legte sich ein nasses Tuch über den Kopf, um es auf dem Wasser auszuhalten.

„Diese sensationelle Leistung unserer Nachwuchsruderer verdient absoluten Respekt“, so der Vorsitzende der Rudergesellschaft München, Willi Bock: „Wir beiden Rudervereine an der Olympia Regattaanlage fördern seit ein paar Jahren intensiv die Nachwuchsarbeit und die Kooperation mit Schulen. Solche Erfolge und das große Engagement der Sportler und ihrer Trainer bestärken uns darin, das bei allen Widrigkeiten um die unsanierte Anlage und hohe Kosten weiterzumachen.“
Die ehrenamtlichen Trainer, die hinter solchen Leistungen stehen, bleiben in der Branche nicht unbemerkt. So bekam jetzt Romy Dreher von der Rudergesellschaft München vom U19 Bundesttrainer die Aufgabe, einen Juniorinnen Doppelvierer auf der Junioren-Weltmeisterschaft im August in Bulgarien vorzubereiten und die jungen Frauen zu betreuen. Romy Dreher hat als zweifache U23-Vizeweltmeisterin internationale Erfahrung.

Ruderwettkämpfe sind auf der Olympia-Regattaanlage wieder am 18. und 19. Juli zu erleben: Dann kommen rund 700 Ruderer aus etwa 30 bayerischen Vereinen zu den Bayerischen Ruder Meisterschaften. Zuschauer sind willkommen.
Willi Bock, Vorsitzender der Rudergesellschaft München 1972 e.V.




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