TSV Schleißheim ringt ungeschlagenen Tabellenführer im Derby nieder
In einem hochintensiven Lokalderby hat der TSV Schleißheim am Samstagabend den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer ASV Dachau mit 28:25 bezwungen und damit ein Ausrufezeichen in der Bezirksoberliga Altbayern gesetzt. Besonders bemerkenswert: Die Gastgeberinnen mussten mit einem deutlich kleineren Kader antreten – und überzeugten dennoch über weite Strecken mit einer enorm starken offensiven Abwehrleistung.

Schon in der Anfangsphase zeigten die Schleißheimerinnen, dass sie dem Favoriten aus Dachau nicht nur Paroli bieten, sondern ihn dominieren konnten. Nach nur gut vier Minuten führten sie bereits mit 3:0, in der 7. Minute sogar mit 4:0. Erst dann gelang Dachau der erste Treffer. Die aggressive, nach vorne verteidigende Deckung des TSV brachte den Tabellenführer immer wieder aus dem Konzept und zwang ihn zu Fehlern. Der Lohn: eine deutliche 14:7‑Halbzeitführung.
Auch im zweiten Durchgang blieb Schleißheim konzentriert. Angeführt von den treffsicheren Marlene Willy und Melanie Grote sowie der starken Nora Schröder behauptete der TSV seinen Vorsprung, auch wenn der ASV Dachau in der Schlussphase noch einmal aufholte – vor allem durch die wurfgewaltige Tanja Edlbauer und sichere Siebenmeterschützinnen. Doch die Gastgeberinnen blieben nervenstark und brachten den viel umjubelten Derbysieg über die Zeit.
Der Erfolg ist nicht nur wegen des Derby-Charakters von hoher Bedeutung: Schleißheim beendet damit die beeindruckende Siegesserie des ASV Dachau und zeigt, dass auch mit kleinerem Kader große Leistungen möglich sind. Die starke Defensive, das schnelle Umschaltspiel und die kämpferische Geschlossenheit machten an diesem Abend den Unterschied. Für Schleißheim bedeutet dieser Sieg einen wichtigen Schritt nach oben in der Tabelle – und für den bisherigen Spitzenreiter aus Dachau eine „schmerzhafte, aber lehrreiche Niederlage“, so Emely Nordbrock, im Kampf an der Tabellenspitze.
Horst Wolf, Pressewart TSV




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