Sympathischer Münchner schreibt Rudergeschichte
Sportler von der Olympia-Regattaanlage in der Weltspitze angekommen: Zweimal Gold für Anori Benz (Rudergesellschaft München 1972), Silber für Mathilda Wendler, Emilia Kreutz (beide Schleißheimer Ruderclub) und Pia Hagel (Münchener Ruder-Club) im Juniorinnen-Achter. Das ist ein absoluter Ausnahmeerfolg für den jungen Sportler aus der Rudergesellschaft München 1972. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Bulgarien wurde Anori Benz am Wochenende gleich zweimal Weltmeister: Am Samstag im Junioren-Doppelvierer und am Sonntag in der neuen Bootsklasse Mixed Doppelzweier, zusammen mit Kaya Wölk (vom Alster Ruderverein).

(vom Alster Ruderverein).

Er war bei dieser WM der einzige Doppel-Weltmeister! Erst im Mai wurde Anori Benz Europameister im Doppelvierer und Vize-Europameister im Mixed Doppelzweier. „Damit schreibt der sympathische Anori Benz Münchner Rudergeschichte“, so Willi Bock, der Vorsitzende der Rudergesellschaft München. „Ich bin überglücklich“, sagt Anori noch ganz atemlos: „Damit habe ich mir wirklich einen Traum erfüllt, und das gleich zweimal.“
Die Konkurrenz bei der U‑19-Weltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) war für ihn in beiden Rennen groß und sehr stark. Jedes Mal setzte sich das Boot mit Anori Benz vom Start weg an die Spitze und ließ sich das nicht mehr nehmen. Sie behielten bei allen Angriffen die Nerven. Der Doppelvierer mit Philipp Prüfer (TU Dresden), Jakob Gelsen (Frankfurter RG Germania), Anori Benz (RG München) und Christopher Tom Wörden (TSV Otterndorf) behielt auch im Schlussspurt die Nerven, als sich auf den letzten Metern ein packender Kampf um Gold entwickelte. Im Mixed Doppelzweier zeigten Anori Benz und Kaya Wölk schon im Vorlauf ihre Stärke, den sie mit einer Tagesbestzeit und weitem Vorsprung gewannen. Im Finale hielten sie die Konkurrenz souverän auf Abstand.
„Anori Benz ist ein sehr konzentrierter und ruhiger Sportler, der einen enormen Trainingsfleiß zeigt“, so Willi Bock: „Sein großes Vorbild ist der Ruder-Weltmeister und Olympiasieger Oliver Zeidler.“ Den kann er auf der Olympia-Regattanlage in München/ Oberschleißheim auch beim Training sehen. Dabei wird Anori Benz von seiner auf internationalem Terrain erfahrenen Trainerin Romy Dreher betreut. Sie ist selbst dreifache Junioren-Vizeweltmeisterin.
Bei der U‑19-Weltmeisterschaft waren auch zwei Ruderinnen des benachbarten Schleißheimer Ruderclubs sehr erfolgreich: Mathilda Wendler und Emilia Kreutz wurden Vizeweltmeisterinnen im Juniorinnen-Achter. „Das ist das erste Mal, dass SRC-Ruderer an einer WM teilgenommen haben und obendrein Medaillen gewinnen“, schwärmt der SRC-Vorsitzende Dominik Duell. Mit im Achter auch Pia Hagel vom Münchener Ruder-Club.


„Diese großartigen Erfolge von RG München und SRC sind auch das Ergebnis einer enormen Kraftanstrengung der beiden Vereine an der Olympia-Regattaanlage“, kommentiert Willi Bock: „Wir haben mit unseren jungen, ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern intensiv den Nachwuchs gefördert und aufgebaut. Solche Ergebnisse machen alle stolz.“


Die internationale Rudernachwuchselite traf sich vom 6. bis 9. August in Plovdiv. 660 Athletinnen und Athleten aus 55 Nationen kämpfen in 14 Bootsklassen um die U19-Weltmeistertitel.
Willi Bock, Vorsitzender der Rudergesellschaft München 1972 e.V.




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