Anori Benz ist ein sehr konzentrierter und ruhiger Sportler mit enormem Trainingsfleiß, der sich bezahlt macht. Foto DRV

Der Wahn­sinn: Anori Benz von der RG München ist Doppel­welt­meister bei der Junioren Ruder-WM

10.08.2026 | Vereine, Sport | 0 Kommentare

Sympa­thi­scher Münchner schreibt Ruder­ge­schichte

Sportler von der Olympia-Regat­ta­an­lage in der Welt­spitze ange­kommen: Zweimal Gold für Anori Benz (Ruder­ge­sell­schaft München 1972), Silber für Mathilda Wendler, Emilia Kreutz (beide Schleiß­heimer Ruder­club) und Pia Hagel (Münchener Ruder-Club) im Junio­rinnen-Achter. Das ist ein abso­luter Ausnah­me­er­folg für den jungen Sportler aus der Ruder­ge­sell­schaft München 1972. Bei der Junioren-Welt­meis­ter­schaft in Bulga­rien wurde Anori Benz am Wochen­ende gleich zweimal Welt­meister: Am Samstag im Junioren-Doppel­vierer und am Sonntag in der neuen Boots­klasse Mixed Doppel­zweier, zusammen mit Kaya Wölk (vom Alster Ruder­verein).

Mixed Doppel­zweier: Aroni Benz zusammen mit Kaya Wölk
(vom Alster Ruder­verein).
So sehen Sieger aus: Kaya Wölk und Aroni Benz auf dem Sieger­po­dest

Er war bei dieser WM der einzige Doppel-Welt­meister! Erst im Mai wurde Anori Benz Euro­pa­meister im Doppel­vierer und Vize-Euro­pa­meister im Mixed Doppel­zweier. „Damit schreibt der sympa­thi­sche Anori Benz Münchner Ruder­ge­schichte“, so Willi Bock, der Vorsit­zende der Ruder­ge­sell­schaft München. „Ich bin über­glück­lich“, sagt Anori noch ganz atemlos: „Damit habe ich mir wirk­lich einen Traum erfüllt, und das gleich zweimal.“
Die Konkur­renz bei der U‑19-Welt­meis­ter­schaft in Plovdiv (Bulga­rien) war für ihn in beiden Rennen groß und sehr stark. Jedes Mal setzte sich das Boot mit Anori Benz vom Start weg an die Spitze und ließ sich das nicht mehr nehmen. Sie behielten bei allen Angriffen die Nerven. Der Doppel­vierer mit Philipp Prüfer (TU Dresden), Jakob Gelsen (Frank­furter RG Germania), Anori Benz (RG München) und Chris­to­pher Tom Wörden (TSV Ottern­dorf) behielt auch im Schluss­spurt die Nerven, als sich auf den letzten Metern ein packender Kampf um Gold entwi­ckelte. Im Mixed Doppel­zweier zeigten Anori Benz und Kaya Wölk schon im Vorlauf ihre Stärke, den sie mit einer Tages­best­zeit und weitem Vorsprung gewannen. Im Finale hielten sie die Konkur­renz souverän auf Abstand.
„Anori Benz ist ein sehr konzen­trierter und ruhiger Sportler, der einen enormen Trai­nings­fleiß zeigt“, so Willi Bock: „Sein großes Vorbild ist der Ruder-Welt­meister und Olym­pia­sieger Oliver Zeidler.“ Den kann er auf der Olympia-Regatt­an­lage in München/ Ober­schleiß­heim auch beim Trai­ning sehen. Dabei wird Anori Benz von seiner auf inter­na­tio­nalem Terrain erfah­renen Trai­nerin Romy Dreher betreut. Sie ist selbst drei­fache Junioren-Vize­welt­meis­terin.
Bei der U‑19-Welt­meis­ter­schaft waren auch zwei Rude­rinnen des benach­barten Schleiß­heimer Ruder­clubs sehr erfolg­reich: Mathilda Wendler und Emilia Kreutz wurden Vize­welt­meis­te­rinnen im Junio­rinnen-Achter. „Das ist das erste Mal, dass SRC-Ruderer an einer WM teil­ge­nommen haben und oben­drein Medaillen gewinnen“, schwärmt der SRC-Vorsit­zende Dominik Duell. Mit im Achter auch Pia Hagel vom Münchener Ruder-Club.

Der deut­sche Junio­rinnen-Achter bei der Junioren-Welt­meis­ter­schaft in Bulga­rien
Mathilda Wendler (3.v.rechts) und Emilia Kreutz (5.v.links), beide vom Schleiß­heimer Ruder­club, wurden Vize­welt­meis­te­rinnen

„Diese groß­ar­tigen Erfolge von RG München und SRC sind auch das Ergebnis einer enormen Kraft­an­stren­gung der beiden Vereine an der Olympia-Regat­ta­an­lage“, kommen­tiert Willi Bock: „Wir haben mit unseren jungen, ehren­amt­li­chen Trai­ne­rinnen und Trai­nern intensiv den Nach­wuchs geför­dert und aufge­baut. Solche Ergeb­nisse machen alle stolz.“

Die Rude­rinnen und Ruderer aus dem Raum München (von links): Mathilda Wendler (SRC), Emma Bartelmeß (MRC, wurde Vierte im Junio­ren­vierer) , Emilia Kreutz (SRC), Pia Hagel (MRC), Anori Benz (RGM72) Romy Dreher (RGM72). Foto: DRV


Die inter­na­tio­nale Ruder­na­ch­wuchs­elite traf sich vom 6. bis 9. August in Plovdiv. 660 Athle­tinnen und Athleten aus 55 Nationen kämpfen in 14 Boots­klassen um die U19-Welt­meis­ter­titel.

Willi Bock, Vorsit­zender der Ruder­ge­sell­schaft München 1972 e.V.

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