Anori Benz und Elena Schweisthal gewinnen Bronze im Mixed-Doppelzweier: Foto: meinruderbild

Anori Benz ist Ruder-Euro­pa­meister

29.05.2026 | Sport | 0 Kommentare

Bei den Junioren-Euro­pa­meis­ter­schaften gewinnt das Talent der Ruder­ge­sell­schaft München 1972 Gold im Doppel­vierer und Bronze im Mixed-Doppel­zweier

Mit einem über­wäl­ti­genden Erfolg hat Anori Benz (18) bei den Junioren-Euro­pa­meis­ter­schaften seine noch junge Ruder­kar­riere zwei­fach gekrönt: Das junge Talent der Ruder­ge­sell­schaft München 1972 (RGM’72) wurde Euro­pa­meister im Doppel­vierer und gewann Bronze im Mixed-Doppel­zweier. Für Anori Benz war der doppelte Start bei den Euro­pa­meis­ter­schaften in Bran­den­burg an der Havel (23.–24. Mai 2026) eine Heraus­for­de­rung: Die beiden entschei­denden Rennen lagen am Finaltag nur zwei­ein­halb Stunden ausein­ander. Kaum Zeit, sich von den Stra­pazen eines Final­ren­nens zu erholen. Sechs Medaillen gewann das deut­sche Junio­ren­team bei der EM in Bran­den­burg: Zwei davon mit Anori Benz. Der Junioren-Doppel­vierer mit Anori Benz domi­nierte seine drei Rennen: Souve­räner Sieg im Vorlauf, eine Drei­vier­tel­länge Vorsprung im Halb­fi­nale, und im Finale setzte sich das Boot Schlag auf Schlag vom Feld ab und ging mit fast einer Länge Vorsprung ins Ziel. Eine Macht­de­mon­s­ta­tion.

Das Team des Doppel­vie­rers mit (von links)Hannes Herting, Anori Benz, Tom Feld­meier und Chris­to­pher tom Wörden.
Foto: mein­ru­der­bild

Am Finaltag: 11.49 Uhr – das Finale im Doppel­zweier

Um 14.24 Uhr saß Anori Benz wieder im Boot: Im Mixed-Doppel­zweier mit Elena Schweis­thal (Bern­kas­teler Ruder­verein). Die Kate­gorie Mixed-Boote gibt es auf inter­na­tio­naler Ebene erst seit vorigem Jahr – erst für Achter, und in diesem Jahr erst­mals auch für Doppel­zweier. Die Teams sitzen am Tag vor dem ersten Rennen das erste Mal zusammen im Boot. Es gibt nur ein Rennen, da muss alles passen. Die Konkur­renz war enorm stark, und doch wurde es am Ende die Bron­ze­me­daille.

Anori Benz und Elena Schweis­thal gewinnen Bronze im Mixed-Doppel­zweier: Foto: mein­ru­der­bild

Anori Benz war den Bundes­trai­nern schon bei den Tests Anfang des Jahres mit heraus­ra­genden Leis­tungen aufge­fallen. Und wer ganz vorne mitru­dern will, der muss hart an sich arbeiten. Das hat Anori Benz mit Können, Diszi­plin und Trai­nings­fleiß getan. Dabei hat er sehr intensiv trai­niert. Im Winter waren es neun bis zehn Trai­nings­ein­heiten in der Woche. Oft saß er schon vor der Schule um 5:45 Uhr daheim auf dem Ergo. Es hat sich gelohnt: Bei den Tests zum Jahres­an­fang war er der schnellste Junior auf dem Ruder­ergo­meter. Beider Früh­jahrs­langstrecke in Leipzig fuhr er im Boot der Junioren-Konkur­renz­davon auf den 1. Platz. Bei der Klein­boot­über­prü­fung zu den Deut­schen Meis­ter­schaften im April in München gewann er Bronze.

Mit all diesen Werten quali­fi­zierte sich Anori Benz dann für die EM in Bran­den­burg. „Das ist auch eine Beloh­nung für das junge Trai­ner­team in der Ruder­ge­sell­schaft München“, so der Vorsit­zende Willi Bock. „In unzäh­ligen Stunden haben sie ehren­amt­lich mit Anori Benz gear­beitet und ihn aufge­baut.“

In München ist bald wieder eine Ruder­re­gatta zu sehen: Vom 18.–19. Juli sind die Baye­ri­schen Ruder­meis­ter­schaften auf der Olympia-Regat­ta­an­lage.

Willi Bock, Vorsit­zender der Ruder­ge­sell­schaft München 1972 e.V.

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