Vortrag im vollbesetzten WIR. Das WIR ist ein Stützpunkt für gesellschaftliches Engagement von Bürgerinnen und Bürgern - das ehemalige Quartiersbüro aus dem Projekt der "Sozialen Stadt". Foto Angelika Elsen-Heck

Hoff­nung – trotz allem!

09.02.2026 | Lokale Initiativen | 0 Kommentare

Warum es Sinn macht, sich für den Erhalt unseres Lebens­raums Erde einzu­setzen

Das WIR war voll­be­setzt, als Ange­lika Elsen-Heck vom Bund Natur­schutz über die Hoff­nungs­ge­danken erzählte, die uns ange­sichts der Klima­ka­ta­strophe stärken können. „Ich mache es heute wie in meinen Trau­er­feiern.“, leitete die frei­be­ruf­liche Trau­er­red­nerin ein.„Ich schaue auf das, was weh tut, auf den Verlust, und ende in meiner Rede immer mit Hoff­nung.“ So konnten die Inter­es­sierten die Darstel­lung der Plane­taren Gren­zen­ei­ni­ger­maßen gefasst aufnehmen, in der aufge­zeigt ist, dass sieben der vom PIK defi­nierten neun Plane­taren Grenzen schon deut­lich bis hoch­ris­kant über­schritten sind. Nach einem Ausflug in die Evolu­ti­ons­bio­logie, die erklärt, warum nega­tive Nach­richten direkt in unser Hirn gehen, die posi­tiven Reak­tionen darauf aber mühsam gelernt werden müssen, ging es an das, was uns Hoff­nung gibt. Über den Link https://daskannstdutun.de kann man heraus­finden, in welchem Hand­lungs­feld es einem Freude machen würde, sich zu enga­gieren. Das Fazit ist: gemein­sames Tun stärkt uns und hilft, den Wandel mitzu­ge­stalten — statt sich resi­gniert gegen den „Wind des Wandels“ zu stämmen und sich in vermeint­li­cher Sicher­heit einzu­mauern. Dass es sich trotz aller Unter­gangs­pro­gnosen der Welt, wie wir sie kennen, lohnt, sich zu enga­gieren, bekräf­tigt Vaclav Havel mit seiner Botschaft aus dem Gefängnis, in dem er wegen seines gewalt­freien Wider­standes gegen das kommu­nis­ti­sche System in der dama­ligen Tsche­cho­slo­wakei einsaß: „Hoff­nung ist im Gegen­satz zum Opti­mismus nicht die Erwar­tung, dass alles gut ausgeht, sondern, dass alles einen Sinn hat.“ Und es hat nach wie vor einen Sinn, sich für den Erhalt unseres Lebens­raums Erde einzu­setzen – einer­seits, um die Über­schrei­tung der Plane­taren Grenzen zu verlang­samen oder sogar zu stoppen (wie beim FCKW-Verbot, durch das das Ozon­loch auf dem Weg ist, sich zu schließen) und ande­rer­seits, um psychisch gesund und resi­lient zu bleiben.

Ange­lika Elsen-Heck

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