Aktion Zukunft+ unterstützt das Handeln vor Ort Balkonkraftwerke für einkommensschwache Haushalte, eine Photovoltaik-Überdachung für einen Parkplatz, Bildungsangebote und neue Forschungsansätze: Auch im Jahr 2025 hat die Aktion Zukunft+ den Klima- und Umweltschutz vor unserer eigenen Haustür spürbar vorangetrieben. Gleichzeitig wurde die Klimaschutzinitiative der Landkreise München und Ebersberg sichtbarer: Bei Exkursionen und Mitmachtagen können die Spenderinnen und Spender ganz direkt sehen, wie ihre Spende Gutes bewirkt.
„Klimaschutz funktioniert am besten, wenn er sich nicht nur in Statistiken widerspiegelt, sondern vor der eigenen Haustür sichtbar wird. Genau deshalb setzen wir bei der Aktion Zukunft+ auf Projekte, bei denen man sehen kann, was aus einer Spende entsteht“, sagt Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München.
Zu den neuen lokalen Projekten gehört beispielsweise die Unterstützung von Balkonkraftwerken für einkommensschwache Haushalte. Gemeinsam mit dem Caritasverband München Freising e.V. schafft die Aktion Zukunft+ damit Zugang zu eigener Solarenergie auch für Menschen, für die die Anschaffung einer Photovoltaikanlage bislang schwer finanzierbar war. Ein weiteres Beispiel ist die geplante Photovoltaik-Parkplatzüberdachung in Neuried, die von der Bürgerenergiegenossenschaft BENG eG umgesetzt wird.
Auch bei der Klimabildung ist die Aktion Zukunft+ aktiv. Waldklassenzimmer vermitteln Kindern und Jugendlichen, wie sie selbst für eine nachhaltige Zukunft aktiv werden können und schaffen bereits früh einen Zugang zu Umwelt- und Klimaschutz. So werden die komplexen Themen bereits für junge Menschen greifbar. „Klimaschutz wird dann besonders wirksam, wenn er konkret und erlebbar wird. Genau das schafft die Aktion Zukunft+: Aus Spenden entstehen Projekte direkt vor Ort – und gerade bei Kindern und Jugendlichen können daraus Erfahrungen werden, die weit über einen einzelnen Projekttag hinauswirken. Wer früh erlebt, welchen Wert unsere Natur und Umwelt haben, entwickelt auch ein Bewusstsein dafür, sie für kommende Generationen zu bewahren“, sagt Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg.
Insgesamt fließen 45 Prozent der Spendengelder in lokale Projekte, weitere 45 Prozent in geprüfte Klimaschutzprojekte im globalen Süden. Unterstützt werden dort unter anderem Waldschutz, sauberes Trinkwasser, effiziente Kochöfen sowie Windkraft- und Solarprojekte. Denn Klimaschutz ist eine globale Aufgabe.
Die wachsende Zahl an Projekten geht mit einer stärkeren Beteiligung der Öffentlichkeit einher. Neben Exkursionen stehen inzwischen auch Mitmachtage im Fokus der Aktion Zukunft+, wie etwa bei den Pflanztagen im Ebersberger Forst und Forstenrieder Park. Bei solchen Terminen können die Spenderinnen und Spender unmittelbar erleben, was ihr Geld bewirkt. „Eine gute Klimaschutzidee wird noch besser, wenn Menschen sie gemeinsam erleben. Unsere Exkursionen und Veranstaltungen bringen die Projekte aus dem Bericht hinaus in die Realität und schaffen es, dass Begeisterung fürs Mitmachen entsteht“, sagt Dr. Willie Stiehler, Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg- München, die im Auftrag der beiden Landkreise die Aktion Zukunft+ operativ betreut.
Die wachsende Resonanz spiegelt sich auch in den Einnahmen wider. 2025 kamen insgesamt 623.120 Euro über die Aktion Zukunft+ zusammen. Das ist ein deutlicher Anstieg zur Vorjahressumme, die 2024 bei 237.120 Euro lag. Besonders Unternehmen gehören zu den wichtigen Unterstützergruppen. Aber auch Kommunen und Privatpersonen tragen dazu bei, dass neue Klimaschutzprojekte umgesetzt werden können.
Im Jahr 2026 soll die Aktion Zukunft+ weiter wachsen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist die Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg. Sie beteiligt sich im Rahmen einer interkommunalen Kooperation und wird das Konzept der Aktion Zukunft+ eigenständig
vor Ort umsetzen. Dadurch erhalten zukünftig auch Klimaschutzprojekte in der Region Augsburg die Möglichkeit, über eine kommunal getragene Crowdfunding-Plattform finanziert zu werden. Auch im globalen Bereich stehen Entwicklungen an.
So plant der Landkreis München, ein eigenes Projekt in Tansania im Rahmen eines partnerschaftlichen Engagements mit einer Kommune vor Ort zu initiieren. Unternehmen und Kommunen sollen damit die Möglichkeit erhalten, ein spezifisches Projekt langfristig zu begleiten und gleichzeitig ihre verbleibenden CO2-Emissionen auszugleichen.
Den vollständigen Jahresbericht 2025, weitere Informationen, Projektupdates und Spendenmöglichkeiten finden Sie unter www.aktion-zukunft-plus.de.
Über die Aktion Zukunft+
Die Aktion Zukunft+ ist eine Initiative der Landkreise München und Ebersberg in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ebersberg-München. Mit dem Erwerb von Zukunft+ Zertifikaten unterstützen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Organisationen und
Kommunen Klimaschutzprojekte in der Region und weltweit. Spenderinnen und Spender entscheiden dabei selbst, welches Projekt unterstützt und so via Crowdfunding in dieUmsetzung gebracht wird. Ein Zukunft+ Zertifikat kann für 20 Euro über www.aktion-zukunft- plus.de erworben werden und ist mit dem Wert einer Tonne CO2 hinterlegt. Die eigenen Treibhausgasemissionen können so nach individuellem Wunsch ganz oder in Teilen ausgeglichen werden. Die Spendenbeiträge finanzieren zu gleichen Teilen ausgewählte Klimaschutzprojekte in den Landkreisen München und Ebersberg sowie im globalen Süden.
Christine Spiegel
Landratsamt München




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