Eindrucks­volle Jahres­bi­lanz für den Klima­schutz

28.09.2026 | Landkreis, Umwelt, Lokale Initiativen | 0 Kommentare

Aktion Zukunft+ unter­stützt das Handeln vor Ort Balkon­kraft­werke für einkom­mens­schwache Haus­halte, eine Photo­vol­taik-Über­da­chung für einen Park­platz, Bildungs­an­ge­bote und neue Forschungs­an­sätze: Auch im Jahr 2025 hat die Aktion Zukunft+ den Klima- und Umwelt­schutz vor unserer eigenen Haustür spürbar voran­ge­trieben. Gleich­zeitig wurde die Klima­schutz­in­itia­tive der Land­kreise München und Ebers­berg sicht­barer: Bei Exkur­sionen und Mitmachtagen können die Spen­de­rinnen und Spender ganz direkt sehen, wie ihre Spende Gutes bewirkt.

„Klima­schutz funk­tio­niert am besten, wenn er sich nicht nur in Statis­tiken wider­spie­gelt, sondern vor der eigenen Haustür sichtbar wird. Genau deshalb setzen wir bei der Aktion Zukunft+ auf Projekte, bei denen man sehen kann, was aus einer Spende entsteht“, sagt Chris­toph Göbel, Landrat des Land­kreises München.
Zu den neuen lokalen Projekten gehört beispiels­weise die Unter­stüt­zung von Balkon­kraft­werken für einkom­mens­schwache Haus­halte. Gemeinsam mit dem Cari­tas­ver­band München Frei­sing e.V. schafft die Aktion Zukunft+ damit Zugang zu eigener Solar­energie auch für Menschen, für die die Anschaf­fung einer Photo­vol­ta­ik­an­lage bislang schwer finan­zierbar war. Ein weiteres Beispiel ist die geplante Photo­vol­taik-Park­platz­über­da­chung in Neuried, die von der Bürger­en­er­gie­ge­nos­sen­schaft BENG eG umge­setzt wird.

Auch bei der Klima­bil­dung ist die Aktion Zukunft+ aktiv. Wald­klas­sen­zimmer vermit­teln Kindern und Jugend­li­chen, wie sie selbst für eine nach­hal­tige Zukunft aktiv werden können und schaffen bereits früh einen Zugang zu Umwelt- und Klima­schutz. So werden die komplexen Themen bereits für junge Menschen greifbar. „Klima­schutz wird dann beson­ders wirksam, wenn er konkret und erlebbar wird. Genau das schafft die Aktion Zukunft+: Aus Spenden entstehen Projekte direkt vor Ort – und gerade bei Kindern und Jugend­li­chen können daraus Erfah­rungen werden, die weit über einen einzelnen Projekttag hinaus­wirken. Wer früh erlebt, welchen Wert unsere Natur und Umwelt haben, entwi­ckelt auch ein Bewusst­sein dafür, sie für kommende Gene­ra­tionen zu bewahren“, sagt Robert Nieder­gesäß, Landrat des Land­kreises Ebers­berg.
Insge­samt fließen 45 Prozent der Spen­den­gelder in lokale Projekte, weitere 45 Prozent in geprüfte Klima­schutz­pro­jekte im globalen Süden. Unter­stützt werden dort unter anderem Wald­schutz, sauberes Trink­wasser, effi­zi­ente Koch­öfen sowie Wind­kraft- und Solar­pro­jekte. Denn Klima­schutz ist eine globale Aufgabe.

Die wach­sende Zahl an Projekten geht mit einer stär­keren Betei­li­gung der Öffent­lich­keit einher. Neben Exkur­sionen stehen inzwi­schen auch Mitmachtage im Fokus der Aktion Zukunft+, wie etwa bei den Pflanz­tagen im Ebers­berger Forst und Fors­ten­rieder Park. Bei solchen Terminen können die Spen­de­rinnen und Spender unmit­telbar erleben, was ihr Geld bewirkt. „Eine gute Klima­schutz­idee wird noch besser, wenn Menschen sie gemeinsam erleben. Unsere Exkur­sionen und Veran­stal­tungen bringen die Projekte aus dem Bericht hinaus in die Realität und schaffen es, dass Begeis­te­rung fürs Mitma­chen entsteht“, sagt Dr. Willie Stiehler, Geschäfts­führer der Ener­gie­agentur Ebers­berg- München, die im Auftrag der beiden Land­kreise die Aktion Zukunft+ operativ betreut.
Die wach­sende Reso­nanz spie­gelt sich auch in den Einnahmen wider. 2025 kamen insge­samt 623.120 Euro über die Aktion Zukunft+ zusammen. Das ist ein deut­li­cher Anstieg zur Vorjah­res­summe, die 2024 bei 237.120 Euro lag. Beson­ders Unter­nehmen gehören zu den wich­tigen Unter­stüt­zer­gruppen. Aber auch Kommunen und Privat­per­sonen tragen dazu bei, dass neue Klima­schutz­pro­jekte umge­setzt werden können.
Im Jahr 2026 soll die Aktion Zukunft+ weiter wachsen. Ein wich­tiger Schritt auf diesem Weg ist die Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Augs­burg. Sie betei­ligt sich im Rahmen einer inter­kom­mu­nalen Koope­ra­tion und wird das Konzept der Aktion Zukunft+ eigen­ständig
vor Ort umsetzen. Dadurch erhalten zukünftig auch Klima­schutz­pro­jekte in der Region Augs­burg die Möglich­keit, über eine kommunal getra­gene Crowd­fun­ding-Platt­form finan­ziert zu werden. Auch im globalen Bereich stehen Entwick­lungen an.

So plant der Land­kreis München, ein eigenes Projekt in Tansania im Rahmen eines part­ner­schaft­li­chen Enga­ge­ments mit einer Kommune vor Ort zu initi­ieren. Unter­nehmen und Kommunen sollen damit die Möglich­keit erhalten, ein spezi­fi­sches Projekt lang­fristig zu begleiten und gleich­zeitig ihre verblei­benden CO2-Emis­sionen auszu­glei­chen.
Den voll­stän­digen Jahres­be­richt 2025, weitere Infor­ma­tionen, Projekt­up­dates und Spen­den­mög­lich­keiten finden Sie unter www.aktion-zukunft-plus.de.

Über die Aktion Zukunft+
Die Aktion Zukunft+ ist eine Initia­tive der Land­kreise München und Ebers­berg in Zusam­men­ar­beit mit der Ener­gie­agentur Ebers­berg-München. Mit dem Erwerb von Zukunft+ Zerti­fi­katen unter­stützen Bürge­rinnen und Bürger, Unter­nehmen, Orga­ni­sa­tionen und
Kommunen Klima­schutz­pro­jekte in der Region und welt­weit. Spen­de­rinnen und Spender entscheiden dabei selbst, welches Projekt unter­stützt und so via Crowd­fun­ding in dieUm­set­zung gebracht wird. Ein Zukunft+ Zerti­fikat kann für 20 Euro über www.aktion-zukunft- plus.de erworben werden und ist mit dem Wert einer Tonne CO2 hinter­legt. Die eigenen Treib­haus­gas­emis­sionen können so nach indi­vi­du­ellem Wunsch ganz oder in Teilen ausge­gli­chen werden. Die Spen­den­bei­träge finan­zieren zu glei­chen Teilen ausge­wählte Klima­schutz­pro­jekte in den Land­kreisen München und Ebers­berg sowie im globalen Süden.

Chris­tine Spiegel

Land­ratsamt München

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