Beim Schleißheimer Schach-Scharmützel geht niemand leer aus: Neben dem Erfahrungsgewinn unter Wettkampfbedingungen dürfen alle Kinder und Jugendlichen einen Pries mit nach Hause nehmen. Die beiden Brüder Bijan und Arian freuen sich schon darauf. Fotos alle privat

11. Schleiß­heimer Schach-Schar­mützel

03.03.2026 | Lokale Initiativen | 0 Kommentare

Gene­ra­tio­nen­wechsel auf dem Sieger­po­dest

Beim 11. Schleiß­heimer Schach-Schar­mützel setzte sich am 1. März im C3 in Ober­schleiß­heim die junge Gene­ra­tion durch – sowohl im Wett­be­werb der Kinder und Jugend­li­chen am Vormittag, als auch bei den Erwach­senen am Nach­mittag. Und dass da noch mehr Poten­zial ist, zeigten die Vertreter der Jugend im Erwach­senen-Turnier: Der gerade 14 Jahre alte Ivan Lytvy­nenko, Zweit­plat­zierter im Jugend­tur­nier, erkämpfte sich auch bei den Erwach­senen den zweiten Platz.

Das inzwi­schen tradi­tio­nelle Schach-Turnier wird von der Projekt­gruppe der Lokalen Agenda 21 „Kinder & Jugend“ orga­ni­siert und von der Schreiner Group mit der Bereit­stel­lung des C3-Konfe­renz­zen­trums als Austra­gungsort unter­stützt. Trotz konkur­rie­render Wett­be­werbe am selben Wochen­ende war es auch 2026 wieder gut besucht.

Im herr­li­chen Ambi­ente des C3 darf die Projekt­gruppe Kinder & Jugend ihr tradi­tio­nelles Schach- Schar­mützel austragen. Dem Eigen­tümer des Konfernzzen­trums C3, Helmut Schreiner, liegt die Förde­rung des Schach­s­ports sehr am Herzen.
Mit dabei beim Erwach­se­nen­tur­nier am Nach­mittag auch (als einzige Frau) Ulrike Schreiner und Roland Schreiner
Hier treten Gene­ra­tionen gegen­ein­ander an und messen sich auf dem Schach­brett: Vereins­spieler David Stahr (links) vom SG Schwa­bing München Nord gegen Ante Bilandic (rechts) vom FC Bayern München
Span­nende Partie beendet: Vereins­spieler Roland Hubka (links) vom SC Schwa­bing München gegen den Amateur aus dem “WIR”, Chris­tian Bach­mann (rechts)

Der Charme des Turniers ist es, dass hier sowohl Vereins­spieler als auch Amateure aufein­an­der­treffen. Der Turnier­modus im soge­nannten „Schweizer System“ über sieben Runden sorgt dafür, dass Spie­le­rinnen und Spieler aller Spiel­stärken ihren Spaß haben. Ingrid Lind­büchl vom Agenda-Team hatte deshalb voll­kommen recht als sie betonte, dass es zwar Sieger gebe, aber im Grunde alle gewinnen: Denn keiner der Teil­nehmer ging am Ende ohne Sieg nach Hause.

Die meisten Siege konnten bei den Jugend­li­chen Maxi­mi­lian Breintner (FC Bayern München) und Ivan Lytvy­nenko (MSC 1863) für sich verbu­chen (je sechs). Deshalb musste die Fein­wer­tung entscheiden. Dabei werden die Punkte aller Gegner addiert. Hier hatte Maxi­mi­lian mit 92 das bessere Ende für sich (Ivan 83).

Spann­nende Partien unter Kindern und Jugend­li­chen: Im linken Bild spielt der Gewinner des Turniers, Maxi­mi­lian Breitner, (links) gegen Theodor Feucht­inger. Im rechten Bild hat gerade das Geschwis­ter­paar Sofie (links) und Ivan (rechts) Lytvy­nenko seine Partie beendet.

Auf Platz 3 über­zeugte mit starken 15 Punkten die erst knapp neun Jahre alte Sofi Lytvy­nenko (MSC 1863) – noch vor dem Brüder­paar Leopold und Theodor Feucht­inger (beide vom SC Garching 1980). Sie konnten jeweils 13 Punkte für sich verbu­chen. Deshalb musste auch hier die Fein­wer­tung entscheiden. Die fiel mit 86 zu 83 Punkten denkbar knapp aus. Auch die jüngste Teil­neh­merin, Varvara Korets­kaia (MSC 1836, Jahr­gang 2017) und der jüngste Teil­nehmer Louis Li (SC Schwa­bing München Nord, Jahr­gang 2018) konnten sechs bezie­hunsgweise drei Punkte für sich verbu­chen und damit wert­volle Turnier­er­fah­rung sammeln.

Fröh­liche Gesichter bei der Sieger­eh­rung des Kinder-und Jugend­tur­niers. Orga­ni­siert hatten das Turnier wie immer: Ingrid Lind­büchl, (zweite v. rechts) Regina Veicht (1.v.r.) und Walter Veicht (hinten links), mit freund­li­cher Unter­stüt­zung von Peter Marwan (hinten rechts) als Schieds­richter, Inez Bree und Jana Praxen­thaler (beide Agenda Gruppe), sowie Claudia und Gabi Kaiser

Nach so viel Poten­zial beim Jugend­tur­nier war es auch am Nach­mittag bei den Erwach­senen Zeit für einen Gene­ra­tio­nen­wechsel. Lorenz Gauchel (FC Bayern München), im Vorjahr Zweiter, konnte sich hier mit 18 von 21 mögli­chen Punkten den Sieg sichern. Zweiter wurde Ivan Lytvy­nenko – punkt­gleich mit dem Vorjah­res­sieger und mehr­fa­chem Turnier­sieger Ante Bilandic (FC Bayern München). Auch hier musste die Fein­wer­tung entscheiden (89 bezie­hungs­weise 81 Punkte).

Unter den Vereins­spie­lern schlugen sich auch die Amateure des Schach­treffs im „WIR Quar­tier­laden“ in Ober­schleiß­heim respek­tabel. Von ihnen schafften es Chris­tian Bach­mann (Platz 5), Peter Marwan (Platz 6) und Phil Telfer (Platz 8) unter die Top Ten.

Sieger­eh­rung beim Erwach­se­nen­tur­nier: In der Mitte der Sieger Lorenz Gauchel, rechts daneben Luis Löflad, 4. Platz, hinten, zwischen den beiden, Ivan Lytvy­nenko, 2.Platz und 3.v.l.hinten, Ante Bilandic vom FC Bayern auf dem 3.Platz. Auf Platz 21 Harald Müller, 2. Bürger­meister, er hatte sich einen Garten­zwerg mit E‑Gitarre erspielt. In der Mitte des Bildes die einzige Frau im Turnier, Ulrike Schreiner. Rechts neben ihr, Roland Schreiner

Ein Wehmuts­tropfen für die Schach­freunde aus Ober­schleiß­heim ist aller­dings die bevor­ste­hende Schlie­ßung des „WIR Quar­tier­la­dens“ am Stuten­anger 6, wo sie jeden Mitt­woch ab 17 Uhr beim offenen Schach­treff spielen. Der Finanz­aus­schuss der Gemeinde Ober­schleiß­heim hat auch hier den Rotstift ange­setzt: Mitte des Jahres 2026 soll das WIR geschlossen und geräumt werden. Zwar hat der Erste Bürger­meister Markus Böck zuge­sagt, dass die Gemeinde die derzeit dort behei­ma­teten Gruppen anderswo unter­bringen werde. Noch ist aber völlig offen, wo sich der Platz finden und wann das geschehen wird. Für das “Wir” waren in diesem Jahr ange­treten: Ulrike Schreiner, Roland Schreiner, Roland Sandner, Harald Müller, Peter Marwan, Werner Rysek, Chris­tian Bach­mann, Phil Telfer, Marc Achhammer.

Peter Marwan/Ingrid Lind­büchl

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