Wie fünf Schülerinnen mit ihrem Waschbärenclub zeigen, dass Naturschutz vor der eigenen Haustür beginnt
Fünf Freundinnen, ein gemeinsames Ziel und jede Menge Tatkraft: Jasmina, Leonie, Laura, Charlotte und Esther sind Schülerinnen der vierten Klasse. Sie gehen zur Schule, haben Hobbys und verbringen gern Zeit miteinander. Doch die fünf Mädchen verbindet noch etwas anderes: Sie machen sich Gedanken über die Zukunft unseres Planeten – und sie haben beschlossen, nicht nur darüber zu reden, sondern selbst aktiv zu werden.
So entstand der Waschbärenclub – eine Idee, die die Mädchen komplett in Eigenregie verwirklichten. Mit Clubnamen, eigenem Treffpunkt, Aufgabenverteilung und sogar passenden Armbändern wurde aus ihrer Idee schnell ein echtes Gemeinschaftsprojekt. In ihrem “Hauptquartier” planen sie Aktionen, entwickeln neue Ideen und überlegen, wie sie ihre Umwelt ein Stück besser machen können.
Die ersten Projekte ließen nicht lange auf sich warten: Gemeinsam sammelten sie Müll im Wald, hängten Meisenknödel für Vögel auf und beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Naturschutz.
Ein besonderer Höhepunkt folgte am Dienstag, 30. Juni. Nach wochenlanger Vorbereitung organisierten die Mädchen einen Informations- und Verkaufsstand, um Geld für eine Pflanzaktion zu sammeln. Selbst an die offizielle Anmeldung des Standes hatten die jungen Naturschützerinnen gedacht.

Verkaufsschlager am Stand waren die kreativ bemalten Einkaufstaschen: 25 Stofftaschen mit ganz unterschiedlichen dekorativen Motiven und originellen Sprüchen standen zur Auswahl — jede ein Unikat! Da war für jeden Geschmack etwas dabei. So hat nachhaltiges Einkaufen Stil und wird zum Hingucker! Außerdem lockten selbstgebackene Muffins und Cookies.


Wer vorbeischaute, konnte nicht nur einkaufen, sondern auch praktische Anregungen für den Klimaschutz im Alltag mitnehmen. Auf anschaulichen Plakaten erklärten die Mädchenbeispielsweise, warum sieben Grad im Kühlschrank völlig ausreichen, weshalb beim Zähneputzen das Wasser nicht unnötig laufen sollte oder wie der Eco-Modus von Wasch- und Spülmaschine Energie spart. Auch das Trocknen der Wäsche an der frischen Luft oder der Hinweis, ein Fahrradschloss nicht an einem Baum zu befestigen, um dessen Rinde zu schützen, gehörten zu ihren Tipps. Besonders sympathisch war ihre Empfehlung, nur so lange zu duschen, wie man braucht, das Lieblingslied zu singen.


Natürlich durfte auch eine Spendenbox für die geplante Pflanzaktion nicht fehlen, auf die wir nun mit Spannung warten.
Was Jasmina, Leonie, Laura, Charlotte und Esther auf die Beine gestellt haben, verdient große Anerkennung. Ihr Waschbärenclub beweist eindrucksvoll, dass Engagement keine Frage des Alters ist. Mit Kreativität, Teamgeist und Ausdauer machen die fünf Mädchen vor, dass jeder etwas bewegen kann – oft schon mit kleinen Ideen und direkt vor der eigenen Haustür. Ein
Beispiel, das Schule machen darf – und das zeigt: Gemeinsam macht es nicht nur mehr Spaß, sondern verändert auch die Welt ein kleines Stück zum Besseren.
Daniela Gragert




Toll! Und wie stolz ich als Großvater bin!