In der JBS am Tower in Oberschleißheim können Kinder, Jugendliche und Familien eine Woche lang die Zukunft gemeinsam entdecken, gestalten und verändern
„Jugendbildung einmal anders zu denken – offener, kreativer und stärker über Erleben, Austausch und zusammen Gestalten“, so beschreibt Reydy Gomez die Motivation für den Entwicklungsprozess zum TomorrowLab: „Wir möchten einen ‚Ort‘ schaffen, an dem Jugendliche Neues ausprobieren, eigene Ideen entwickeln und Gemeinschaft erleben können.“ Das Entdeckungsfestival für junge Menschen findet erstmals auf dem Gelände der Jugendbegegnungsstätte am Tower (JBS) in Oberschleißheim statt. „Zukunft, Gemeinschaft, Kunst, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Themen sollen dort spielerisch verbunden werden“, erklärt die Leiterin des Heiner Janik Hauses: „Von Montag bis Donnerstag (20. bis 23. Juli) besuchen uns Schulklassen aus dem Landkreis unter dem Leitgedanken, dass Bildung im außerschulischen Rahmen anders interpretiert wird, das heißt, die jungen Menschen selbst gestalten. Wir freuen uns auf bis zu 80 Kinder pro Tag.“
Am Freitag, 24. Juli ist ein offener Tag für Alle, hier wird ab 12 Uhr das Gelände für Interessierte geöffnet. Nach dem Motto der JBS „Ein Ort der Begegnung mit sich und anderen“ ist an diesem Tag auf dem Gelände einiges geboten: Das TomorrowLab zeigt den Gästen, Zukunft ist nichts, das einfach passiert – sie kann gemeinsam entdeckt, gestaltet und verändert werden. Vom Kleinkind bis zu den Großeltern sind alle eingeladen, das neue Format – einen Mix aus Bildung und Festival – kennen zu lernen. In dem innovativen Format gibt es unterschiedliche Workshops im Bereich Kunst, Tanz und Technik.
So wird in der Keramikwerkstatt beim Herstellen von Alltagsgegenständen aus Ton der Prozess eine Erfahrung von Entschleunigung, Wertschätzung und dem Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens. „Haben wir wirklich alle die gleichen Chancen, was bedeutet Ungleichheit über das Leben hinaus?“ – darüber diskutieren die Teilnehmenden im „Level up Society Spiel“ und verstehen so den Einfluss von ökonomischen und sozialen Einflüssen auf das Leben. Im Workshop „Wearables“ wird der Stromkreislauf mit Kunst und kreativem Gestalten kombiniert, die Ergebnisse beantworten die Frage „Wie könnte elektronische Mode der Zukunft aussehen und ist das nachhaltig?“ Beim Erstellen eigener Plakate für eine Demonstration setzen sich die Teilnehmenden mit ihrer politischen Meinung auseinander und stellen diese grafisch dar.
„Kreativität ist ein zentraler Bestandteil des Festivalcharakters von TomorrowLab. Kunst, Musik und gestalterische Formate schaffen niedrigschwellige Zugänge, über die die Gäste ins Ausprobieren, Entdecken und in den Austausch kommen können. Gleichzeitig bietet das Festival bewusst Räume für Entspannung, Entschleunigung und kreativen Ausdruck – als Gegenpol zum oft leistungsorientierten Alltag junger Menschen“, erklärt Reydy Gomez. Musikacts von Singer, Songwriter and Artist Kokonelle, DJ and Artist ROPA sowie weiteren Jugendbands, Theateraufführungen von jungen Menschen und Ausstellungen von Künstler*innen aus München und Umgebung bilden den Rahmen.
Reydy Gomez wünscht sich, „dass junge Menschen im TomorrowLab erleben: Meine Ideen zählen. Zukunft ist nichts, das weit weg ist. Sie beginnt genau dort, wo junge Menschen ausprobieren, mitdenken und gemeinsam gestalten.“
Wer das auch erleben und am Festivaltag (Freitag, 24. Juli) dabei sein möchte, meldet sich bitte auf der Homepage www.jbs-am-tower.de an. Dort gibt es alle weiteren Informationen.
Carina Lange
Referentin Jugendkultur & Medien





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