Die Freude ist riesengroß: Am letzten Schultag vor den Pfingstferien dürfen die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss des Schwimmunterrichts mit allen Wasserspielsachen einfach plantschen. Fotos alle privat

Schwimm­un­ter­richt im Hallenbad Ober­schleiß­heim

23.05.2026 | Kinder & Jugend, Schule & Universität | 0 Kommentare

Gast­nutzer aus Hoch­brück und Garching lernen in Ober­schleiß­heim das Schwimmen

Wenn Schul­lei­terin und Sport­leh­rerin Lena Negele aus der Grund­schule Hoch­brück mit ihrer 3. Klasse, zusammen mit ihrer Kollegin aus der Grund­schule Garching Ost und deren 3. Klasse, mit dem Schulbus zum Schwimmen ins Ober­schleiß­heimer Hallenbad fährt, dann muss alles ganz flott und wie am Schnür­chen gehen. Denn der wöchent­liche Sport­un­ter­richt — eine Doppel­schul­stunde — dauert nur 2 x 45 Minuten.

“Uns ist es wichtig, dass wir an unseren Schulen wieder Schwimm­un­ter­richt anbieten, denn sehr viele Kinder können gar nicht mehr schwimmen”, sagt die Sport­leh­rerin Fanny Ofner aus Garching Ost. Sabine Riedel, Mitglied bei der DLRG Unter­schleiß­heim, unter­stützt die beiden Lehr­kräfte, denn immerhin sind knapp 50 badende Jungs und Mädels im Alter von 8 bis 9 Jahren zu betreuen. 18 Kinder konnten zu Beginn des Schul­jahres gar nicht schwimmen und beherr­schen jetzt die Grund­züge. Nach den Pfingst­fe­rien steht die “Seepferdchen”-Prüfung (Früh­schwim­mer­ab­zei­chen) an und für die bereits Schwim­menden, das Deut­sche Schwimm­ab­zei­chen in Bronze (Frei­schwim­mer­ab­zei­chen).

Ein einge­spieltes Team beim Schwimm­un­ter­richt: vlnr Lena Negele, Schul­lei­tung und Sport­leh­rerin der Grund­schule Hoch­brück, Fanny Ofner, Sport­leh­rerin in der Grund­schule Garching Ost, Schwimm­meister und Betriebs­leiter des Ober­schleiß­heimer Hallen­bades Josef Riedl, Sabine Riedel von der DLRG Unter­schleiß­heim

Schwimm­un­ter­richt soll laut Lehr­plan in der 3. Klasse ange­boten werden — keine einfache Sache, denn nicht alle Sport­leh­re­rinnen und Lehrer besitzen den Rettungs­schwim­mer­schein. Mindes­tens den Rettungs­schwimmer Bronze muss man absol­viert haben, um Schwimmen quali­fi­ziert unter­richten zu können. “Und nicht nur daran hapert’s” erzählt uns Lena Negele. Hoch­brück und Garching hätten kein eigenes Schwimmbad und so müssten sie in der knapp bemes­senen Zeit eben in das nächst­ge­le­gene Bad fahren — nach Ober­schleiß­heim, wo noch Schwimm­bahn­ka­pa­zität frei wäre. Alleine könne sich die kleine Grund­schule Hoch­brück den Schulbus nicht leisten, in Koope­ra­tion mit der Grund­schule Garching Ost sei es vertretbar einen Bus zu mieten. Jede Woche frei­tags in der dritten Jahr­gangs­stufe. Die Kosten hierfür über­nimmt die Stadt Garching, sowie auch seit Neuestem einen festen Nutzungs­bei­trag von 10.000 € jähr­lich an die Gemeinde Ober­schleiß­heim.

Mit Über­nahme der Schul­lei­tung in Hoch­brück habe Negele den Schwimm­un­ter­richt nach 8 Jahren Karenz wieder einge­führt, weil sie, wie auch Sport­leh­rerin Fanny Ofner, den Rettungs­schwim­mer­schein (sogar in Silber) besitze und weil es den beiden Pädago­ginnen wichtig sei, den Kindern Lebens­tüch­tig­keit durch das Schwimmen beizu­bringen.

Für die beiden 3. Klassen ist dieser Freitag, der letzte Tag vor den Pfingst­fe­rien, ein Freu­dentag, denn sie wissen: “Heute gibt uns Herr Riedl, der Bade­meister, alle Wasser­spiel­zeuge ins große Becken!”

Die Kinder üben im Spiel die Bewe­gung im Wasser ein und bekommen so einen posi­tiven Bezug zum Schwimmen.

“Die Kinder genießen diese Zeit wirk­lich sehr”, freut sich Lena Negele, denn auch beim Spielen im Wasser wird gelernt: posi­tiven Kontakt zum Wasser aufbauen, Balance halten, die Bewe­gung im Wasser einüben, Unter­tau­chen, Auftau­chen, Paddeln usw. All diese Bewe­gungen im Wasser seien eine gute Möglich­keit, Sicher­heit im Wasser zu erlangen, selbst wenn man schon Schwimmen kann.

Ingrid Lind­büchl

ach ja…“Schöne Ferien aller­seits!”

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