Gastnutzer aus Hochbrück und Garching lernen in Oberschleißheim das Schwimmen
Wenn Schulleiterin und Sportlehrerin Lena Negele aus der Grundschule Hochbrück mit ihrer 3. Klasse, zusammen mit ihrer Kollegin aus der Grundschule Garching Ost und deren 3. Klasse, mit dem Schulbus zum Schwimmen ins Oberschleißheimer Hallenbad fährt, dann muss alles ganz flott und wie am Schnürchen gehen. Denn der wöchentliche Sportunterricht — eine Doppelschulstunde — dauert nur 2 x 45 Minuten.
“Uns ist es wichtig, dass wir an unseren Schulen wieder Schwimmunterricht anbieten, denn sehr viele Kinder können gar nicht mehr schwimmen”, sagt die Sportlehrerin Fanny Ofner aus Garching Ost. Sabine Riedel, Mitglied bei der DLRG Unterschleißheim, unterstützt die beiden Lehrkräfte, denn immerhin sind knapp 50 badende Jungs und Mädels im Alter von 8 bis 9 Jahren zu betreuen. 18 Kinder konnten zu Beginn des Schuljahres gar nicht schwimmen und beherrschen jetzt die Grundzüge. Nach den Pfingstferien steht die “Seepferdchen”-Prüfung (Frühschwimmerabzeichen) an und für die bereits Schwimmenden, das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze (Freischwimmerabzeichen).

Schwimmunterricht soll laut Lehrplan in der 3. Klasse angeboten werden — keine einfache Sache, denn nicht alle Sportlehrerinnen und Lehrer besitzen den Rettungsschwimmerschein. Mindestens den Rettungsschwimmer Bronze muss man absolviert haben, um Schwimmen qualifiziert unterrichten zu können. “Und nicht nur daran hapert’s” erzählt uns Lena Negele. Hochbrück und Garching hätten kein eigenes Schwimmbad und so müssten sie in der knapp bemessenen Zeit eben in das nächstgelegene Bad fahren — nach Oberschleißheim, wo noch Schwimmbahnkapazität frei wäre. Alleine könne sich die kleine Grundschule Hochbrück den Schulbus nicht leisten, in Kooperation mit der Grundschule Garching Ost sei es vertretbar einen Bus zu mieten. Jede Woche freitags in der dritten Jahrgangsstufe. Die Kosten hierfür übernimmt die Stadt Garching, sowie auch seit Neuestem einen festen Nutzungsbeitrag von 10.000 € jährlich an die Gemeinde Oberschleißheim.
Mit Übernahme der Schulleitung in Hochbrück habe Negele den Schwimmunterricht nach 8 Jahren Karenz wieder eingeführt, weil sie, wie auch Sportlehrerin Fanny Ofner, den Rettungsschwimmerschein (sogar in Silber) besitze und weil es den beiden Pädagoginnen wichtig sei, den Kindern Lebenstüchtigkeit durch das Schwimmen beizubringen.
Für die beiden 3. Klassen ist dieser Freitag, der letzte Tag vor den Pfingstferien, ein Freudentag, denn sie wissen: “Heute gibt uns Herr Riedl, der Bademeister, alle Wasserspielzeuge ins große Becken!”

“Die Kinder genießen diese Zeit wirklich sehr”, freut sich Lena Negele, denn auch beim Spielen im Wasser wird gelernt: positiven Kontakt zum Wasser aufbauen, Balance halten, die Bewegung im Wasser einüben, Untertauchen, Auftauchen, Paddeln usw. All diese Bewegungen im Wasser seien eine gute Möglichkeit, Sicherheit im Wasser zu erlangen, selbst wenn man schon Schwimmen kann.
Ingrid Lindbüchl
ach ja…“Schöne Ferien allerseits!”




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