KJR sucht Geschichten ehemaliger Besucher*innen
Zum bundesweiten Tag der OKJA präsentierten sich vergangene Woche zahlreiche Jugendzentren im Landkreis München. Die vielseitigen Angebote in den Einrichtungen, mobil auf Rathausplätzen oder an Schulen machten die Offene Kinder- und Jugendarbeit
(OKJA) in den Städten und Gemeinden sichtbar. Der Kreisjugendring München-Land (KJR) will nun mit einem Freundschaftsbuch zeigen, welche Bedeutung die Zeit in einem Jugendzentrum für junge Menschen hat und sucht ehemalige Besucher*innen, die berichten wollen.
Landkreis München. Bereits am Montag, den 21. September 2026 zeigte das Jugendkulturhaus Route 66 in Haar auf der Oidn Wiesn, wie sich Inklusion anhören kann. Die inklusive Hausband „Route Rockers“ sind ein Beispiel dafür, dass Jugendzentren ein Ort für alle sind, in denen Freiräume für Vielfalt und Kreativität ermöglicht werden. Eine Aktion von insgesamt 36, die zur bundesweiten Kampagne der Bundesarbeitsgemeinschaft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (BAG OKJA) Ende September stattfand. Andere Einrichtungen im Landkreis haben ihre Arbeit ebenfalls außerhalb der eigenen vier Wände vorgestellt: Das Jugendzentrum Profil in Garching, das JUZ Grünwald, das JuZe Sauerlach, die Bluebox in Höhenkirchen-Siegertsbrunn oder das JUZ Einstein in Ottobrunn kamen auf zentralen Plätzen in den Städten und Gemeinden ins Gespräch und mit Kicker, Tischtennisplatte und Zockerradl in Aktion. Das ZAP Ismaning machte mit Hilfe eines KI-Quiz in der ganzen Gemeinde auf sich aufmerksam. Wer die QR-Codes entdeckt hat, konnte spannende Aufgaben lösen.
Bei einem Tag der offenen Tür konnte man das Jugendzentrum Gleis 3 in Neubiberg, den Jugendtreff A12 in Oberhaching, das Juz Bodermo in Aschheim oder die Kinder- und Jugendfarm in Unterföhring entdecken. Ob Fifa- oder Mario-Kart-Turnier, Siebdruck-
Workshop, Sportwettbewerbe, Bastelangebote, Graffiti-Projekt, gemeinsame Koch- oder Backaktionen oder Open-Stage-Bühne, Kinder, Jugendliche und auch interessierte Erwachsene waren eingeladen typische Angebote der OKJA zu erleben.
Aber warum sind Orte, wie Jugendzentren wichtig? Was wird in Jugendzentren gelernt?
So unterschiedlich die Formate von Kickerturnier bis KI-Quiz auch waren, sie zeigten vor allem eines: Jugendzentren sind Orte, wo Gemeinschaft erlebt wird und an denen junge Menschen selbst mitgestalten können. Schon vor dem Tag der OKJA hat der KJR
ehemalige Besucher*innen befragt. Mit Hilfe eines kurzen digitalen Fragebogens soll ein Freundschaftsbuch entstehen. Darin erzählen Freundinnen und Freunde der OKJA, wie sie die Zeit im Jugendzentrum geprägt hat und woran sie heute noch gerne denken.
Emely, die zum Beispiel seit 2014 das Gleis 1 in Unterschleißheim besucht, schätzt die tolle Gemeinschaft im Jugendkulturhaus. Sabine war von 2001 bis 2008 regelmäßig im ZAP Ismaning und denkt heute noch an die „coolen Ausflüge, die Ferienprogramme, aber ganz besonders an die Gespräche mit den ZAP-Mitarbeitern“. Matze ist immer noch gerne im Route 66 in Haar und sagt, was man in vielen der bisherigen Einträge liest: „Es ist wie ein zweites Zuhause und eine zweite Familie.“
Jugendzentren sind ein unverzichtbarer Baustein der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis München und Teil des Aufwachsens vieler junger Menschen. Der KJR sucht weitere Ehemalige, die sich bis zum 30. November 2026 in das Freundschaftsbuch eintragen und über ihre Zeit im Jugendzentrum berichten möchten. Eine Veröffentlichung ist für das nächste Jahr zum 80. Jubiläum des KJR geplant.
Der Fragebogen kann hier ausgefüllt werden: https://umfrage.kjr- ml.de/limesurvey/734394
Carina Lange
LRA München




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