Jugend­ar­beit, die bleibt

30.09.2026 | Landkreis, Kinder & Jugend | 0 Kommentare

KJR sucht Geschichten ehema­liger Besucher*innen

Zum bundes­weiten Tag der OKJA präsen­tierten sich vergan­gene Woche zahl­reiche Jugend­zen­tren im Land­kreis München. Die viel­sei­tigen Ange­bote in den Einrich­tungen, mobil auf Rathaus­plätzen oder an Schulen machten die Offene Kinder- und Jugend­ar­beit
(OKJA) in den Städten und Gemeinden sichtbar. Der Kreis­ju­gend­ring München-Land (KJR) will nun mit einem Freund­schafts­buch zeigen, welche Bedeu­tung die Zeit in einem Jugend­zen­trum für junge Menschen hat und sucht ehema­lige Besucher*innen, die berichten wollen.

Land­kreis München. Bereits am Montag, den 21. September 2026 zeigte das Jugend­kul­tur­haus Route 66 in Haar auf der Oidn Wiesn, wie sich Inklu­sion anhören kann. Die inklu­sive Haus­band „Route Rockers“ sind ein Beispiel dafür, dass Jugend­zen­tren ein Ort für alle sind, in denen Frei­räume für Viel­falt und Krea­ti­vität ermög­licht werden. Eine Aktion von insge­samt 36, die zur bundes­weiten Kampagne der Bundes­ar­beits­ge­mein­schaft der Offenen Kinder- und Jugend­ar­beit (BAG OKJA) Ende September statt­fand. Andere Einrich­tungen im Land­kreis haben ihre Arbeit eben­falls außer­halb der eigenen vier Wände vorge­stellt: Das Jugend­zen­trum Profil in Garching, das JUZ Grün­wald, das JuZe Sauer­lach, die Bluebox in Höhen­kir­chen-Siegerts­brunn oder das JUZ Einstein in Otto­brunn kamen auf zentralen Plätzen in den Städten und Gemeinden ins Gespräch und mit Kicker, Tisch­ten­nis­platte und Zocker­radl in Aktion. Das ZAP Isma­ning machte mit Hilfe eines KI-Quiz in der ganzen Gemeinde auf sich aufmerksam. Wer die QR-Codes entdeckt hat, konnte span­nende Aufgaben lösen.

Bei einem Tag der offenen Tür konnte man das Jugend­zen­trum Gleis 3 in Neubi­berg, den Jugend­treff A12 in Ober­ha­ching, das Juz Bodermo in Asch­heim oder die Kinder- und Jugend­farm in Unter­föh­ring entde­cken. Ob Fifa- oder Mario-Kart-Turnier, Sieb­druck-
Work­shop, Sport­wett­be­werbe, Baste­l­an­ge­bote, Graf­fiti-Projekt, gemein­same Koch- oder Back­ak­tionen oder Open-Stage-Bühne, Kinder, Jugend­liche und auch inter­es­sierte Erwach­sene waren einge­laden typi­sche Ange­bote der OKJA zu erleben.

Aber warum sind Orte, wie Jugend­zen­tren wichtig? Was wird in Jugend­zen­tren gelernt?

So unter­schied­lich die Formate von Kicker­tur­nier bis KI-Quiz auch waren, sie zeigten vor allem eines: Jugend­zen­tren sind Orte, wo Gemein­schaft erlebt wird und an denen junge Menschen selbst mitge­stalten können. Schon vor dem Tag der OKJA hat der KJR
ehema­lige Besucher*innen befragt. Mit Hilfe eines kurzen digi­talen Frage­bo­gens soll ein Freund­schafts­buch entstehen. Darin erzählen Freun­dinnen und Freunde der OKJA, wie sie die Zeit im Jugend­zen­trum geprägt hat und woran sie heute noch gerne denken.
Emely, die zum Beispiel seit 2014 das Gleis 1 in Unter­schleiß­heim besucht, schätzt die tolle Gemein­schaft im Jugend­kul­tur­haus. Sabine war von 2001 bis 2008 regel­mäßig im ZAP Isma­ning und denkt heute noch an die „coolen Ausflüge, die Feri­en­pro­gramme, aber ganz beson­ders an die Gespräche mit den ZAP-Mitar­bei­tern“. Matze ist immer noch gerne im Route 66 in Haar und sagt, was man in vielen der bishe­rigen Einträge liest: „Es ist wie ein zweites Zuhause und eine zweite Familie.“
Jugend­zen­tren sind ein unver­zicht­barer Baustein der Kinder- und Jugend­hilfe im Land­kreis München und Teil des Aufwach­sens vieler junger Menschen. Der KJR sucht weitere Ehema­lige, die sich bis zum 30. November 2026 in das Freund­schafts­buch eintragen und über ihre Zeit im Jugend­zen­trum berichten möchten. Eine Veröf­fent­li­chung ist für das nächste Jahr zum 80. Jubi­läum des KJR geplant.
Der Frage­bogen kann hier ausge­füllt werden: https://umfrage.kjr- ml.de/limesurvey/734394

Carina Lange

LRA München

Beitrag teilen:

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert