Die Auszeichnungsveranstaltung fand breites Interesse: Vertreter aus Gemeinderat, Institutionen und Vereinen freuten sich mit dem Steuerkreis Fairtrade und Erstem Bürgermeister Markus Böck über das Siegel. Fotos Gemeinde Oberschleißheim

Ober­schleiß­heim erhält „Fairtrade-Gemeinde“-Siegel

27.11.2025 | Rathaus | 0 Kommentare

Breite Unter­stüt­zung im Ort und in den Vereinen

“My Fair Ladies & Gentlemen“, so begrüßte Fair­trade Ehren­bot­schafter Manfred Holz launig die vielen Inter­es­sierten aus Gemein­derat, Insti­tu­tionen und Bürger­schaft bei Auszeich­nungs­feier „Fair­trade-Town“ am 21.11.2025 im Bürger­haus Ober­schleiß­heim. Er freute sich, dieser „fami­li­en­freund­li­chen Gemeinde mit hoher Lebens­qua­lität“ das Siegel als enga­gierte Fair­trade-Gemeinde zu über­rei­chen. Darauf könne Ober­schleiß­heim stolz sein, spiele es doch „seit heute in der Cham­pions League zusammen mit Amsterdam, Brüssel, Oslo, Kopen­hagen, London, Madrid, Paris, Rom & München mit, die alle Fair­trade-Towns sind! Mehr als die Hälfte der Bürger in Deutsch­land lebt in einer Fair­trade Town. Und heute wird Ober­schleiß­heim Nr. 930 in Deutsch­land und die Nr. 281 in Bayern!“

„Wir leben den Fair­trade-Gedanken, und wir wollen das weiter tun!“, so bekun­dete Erster Bürger­meister Markus Böck, als er erfreut mit Helga Keller-Zenth die Urkunde in Empfang nahm. Seit 2022, als der Gemein­derat den Fair­trade-Beschluss fasste, wurden Zug um Zug Unter­stützer gewonnen und im Steu­er­kreis koor­di­niert. Hier sind die Gemeinde, die Kath. und Evang. Kirchen­ge­meinde, beide Schulen, die Jugend­frei­zeit­stätte Planet ‚O‘ sowie viele Vereine, v.a. der AWO Orts­verein und der Touris­mus­verein Ober­schleiß­heim vertreten, und sie bieten regel­mäßig Fair­trade-Produkte an und veran­stalten Aktionen (Faires Früh­stück, Ausstel­lungen, Fair­trade-Koffer im „Schleiß­heimer Laderl“, etc.).

Erster Bürger­meister Markus Böck und Fair­trade-Steu­er­kreis-Leiterin Helga Keller-Zenth freuen sich über die Urkunde aus den Händen von Fair­trade-Ehren­vor­sit­zendem Manfred Holz von Fair­trade Deutsch­land.

Das beson­dere Enga­ge­ment der Ober­schleiß­heimer Vereine sowie der Gastro­nomen („Café zum Schloss“ sowie „Hotel Blauer Karpfen“) und des örtli­chen Handels wurde bei der Beur­tei­lung der Bewer­bung Ober­schleiß­heims zur Fair­trade-Kommune beson­ders gelobt. Auch Helga Keller-Zenth, die den Steu­er­kreis leitet, freute sich sehr über den Einsatz und das Mittun der Vereine, v.a. dass das Anliegen immer wieder Gehör findet, und auch der Touris­mus­verein mit dem „Schleiß­heimer Laderl“ ganz nah am Ort eine breite Produkt­pa­lette bietet. Saisonal – regional – bio – fair­traded – so sollte man idea­ler­weise einkaufen.

Auf der Auszeich­nungs­feier dabei: Der Fair­trade-Produkte-Koffer des “Schleiß­heimer Laderls” im Touris­mus­büro, präsen­tiert von Isabelle Herbst und Chris­tine Ezzat (v.l., hinten). 

Es gibt viel zu tun, denn laut Holz ist Deutsch­land welt­weit der dyna­mischste Fair­trade-Town-Markt, wobei noch viel Luft nach oben ist: So konsu­mierte jeder Bundes­bürger im Jahr 2024 faire 34 € im Jahr, während die Öster­rei­cher 66 € ausgeben, und die Schweizer mit 112 € führen. Kaffee ist dabei mit über 25.000 t und über 300 Sorten das wich­tigste Produkt, aber auch Kakao und fair­trade-Rosen gewinnen zuneh­mend Bedeu­tung.

Doris Rohe, Gemeinde Ober­schleiß­heim

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