Breite Unterstützung im Ort und in den Vereinen
“My Fair Ladies & Gentlemen“, so begrüßte Fairtrade Ehrenbotschafter Manfred Holz launig die vielen Interessierten aus Gemeinderat, Institutionen und Bürgerschaft bei Auszeichnungsfeier „Fairtrade-Town“ am 21.11.2025 im Bürgerhaus Oberschleißheim. Er freute sich, dieser „familienfreundlichen Gemeinde mit hoher Lebensqualität“ das Siegel als engagierte Fairtrade-Gemeinde zu überreichen. Darauf könne Oberschleißheim stolz sein, spiele es doch „seit heute in der Champions League zusammen mit Amsterdam, Brüssel, Oslo, Kopenhagen, London, Madrid, Paris, Rom & München mit, die alle Fairtrade-Towns sind! Mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland lebt in einer Fairtrade Town. Und heute wird Oberschleißheim Nr. 930 in Deutschland und die Nr. 281 in Bayern!“
„Wir leben den Fairtrade-Gedanken, und wir wollen das weiter tun!“, so bekundete Erster Bürgermeister Markus Böck, als er erfreut mit Helga Keller-Zenth die Urkunde in Empfang nahm. Seit 2022, als der Gemeinderat den Fairtrade-Beschluss fasste, wurden Zug um Zug Unterstützer gewonnen und im Steuerkreis koordiniert. Hier sind die Gemeinde, die Kath. und Evang. Kirchengemeinde, beide Schulen, die Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ sowie viele Vereine, v.a. der AWO Ortsverein und der Tourismusverein Oberschleißheim vertreten, und sie bieten regelmäßig Fairtrade-Produkte an und veranstalten Aktionen (Faires Frühstück, Ausstellungen, Fairtrade-Koffer im „Schleißheimer Laderl“, etc.).

Das besondere Engagement der Oberschleißheimer Vereine sowie der Gastronomen („Café zum Schloss“ sowie „Hotel Blauer Karpfen“) und des örtlichen Handels wurde bei der Beurteilung der Bewerbung Oberschleißheims zur Fairtrade-Kommune besonders gelobt. Auch Helga Keller-Zenth, die den Steuerkreis leitet, freute sich sehr über den Einsatz und das Mittun der Vereine, v.a. dass das Anliegen immer wieder Gehör findet, und auch der Tourismusverein mit dem „Schleißheimer Laderl“ ganz nah am Ort eine breite Produktpalette bietet. Saisonal – regional – bio – fairtraded – so sollte man idealerweise einkaufen.

Es gibt viel zu tun, denn laut Holz ist Deutschland weltweit der dynamischste Fairtrade-Town-Markt, wobei noch viel Luft nach oben ist: So konsumierte jeder Bundesbürger im Jahr 2024 faire 34 € im Jahr, während die Österreicher 66 € ausgeben, und die Schweizer mit 112 € führen. Kaffee ist dabei mit über 25.000 t und über 300 Sorten das wichtigste Produkt, aber auch Kakao und fairtrade-Rosen gewinnen zunehmend Bedeutung.
Doris Rohe, Gemeinde Oberschleißheim




0 Kommentare