Vorschläge der SPD-Frak­tion zum weiteren Betrieb des Hallen­bads Ober­schleiß­heim

04.02.2026 | Kommunalwahl 2026, Parteien | 1 Kommentar

Von Harald Müller

Nachdem im von Bürger­meister Böck vorge­legten Haus­halt 2026 eine Schlie­ßung des Hallen­bads zum 1. April vorge­sehen ist und diese von ihm als unaus­weich­lich darge­stellt wird, legt die SPD-Frak­tion Vorschläge zur Aufrecht­erhal­tung des Hallen­bad­be­triebs vor.

Zunächst soll der Betrieb für die Jahre 2026 und 2027 gesi­chert werden. Ein vorlie­gendes Gutachten bestä­tigt, dass dies zumin­dest für diesen Zeit­raum ohne Risiken möglich ist. Größere Inves­ti­tionen sind hierfür nicht erfor­der­lich.

Möglich­keiten zur Kosten­er­sparnis ergeben sich insbe­son­dere durch folgende Maßnahmen:

  • Erhö­hung des Eintritts­preises für Erwach­sene von 4 € auf 6 € sowie für Kinder von 3 € auf 4 €
  • Deut­liche Erhö­hung der Bahn­ge­bühren von 60 € auf 90 € für Schulen, Vereine und gewerb­liche Betriebe aus angren­zenden Kommunen, die regel­mäßig Schwimm­bahnen im Hallenbad belegen
  • Absen­kung der Wasser­tem­pe­ratur um 2 °C auf 27 °C, wie für Sport­bäder empfohlen
  • Erhö­hung der bislang sehr nied­rigen Gebühren für Schwimm­kurse, die von der DLRG durch­ge­führt werden; ein Teil der Einnahmen soll an die Gemeinde abge­führt werden
  • Im Haus­halt ist zudem genau zu über­prüfen und trans­pa­rent darzu­legen, ob Kosten für Fern­wärme, Strom und Unter­halt tatsäch­lich dem Hallenbad oder anderen Kosten­stellen – wie Volks­hoch­schule, Wohn­haus oder Sport­halle – zuzu­ordnen sind.
  • Darüber hinaus soll das Betriebs­kon­zept bis Ende 2026 tech­nisch ange­passt werden. Kassen­au­to­maten sind bereits vorhanden.
  • Vermie­tung weiterer Schwimm­bahnen, um die Einnahmen des Hallen­bads zu erhöhen
  • Auch die Einbin­dung von Ideen aus der Bürger­schaft sollten ernst­haft geprüft werden: Genannt werden bereits ein Hallenbad-Förder­verein sowie Unter­stüt­zungen durch Paten­schaften und/oder Jahres­karten.

Wir erwarten hier­durch eine deut­liche Minde­rung des Defi­zits des Hallen­bads, das im Jahr 2024 insge­samt 364.747,95 € betrug. Größere Inves­ti­tionen sind nach derzei­tigem Stand nicht zu erwarten, wie bereits die Arbeits­gruppe „Hallenbad“ als Ergebnis fest­ge­halten hat.

In den nächsten zwei Jahren soll die Verwal­tung gemeinsam mit den betrof­fenen Kommunen die Möglich­keiten zur Grün­dung eines Zweck­ver­bandes prüfen. Diese Gespräche sind in Akten­ver­merken zu doku­men­tieren. Als Anlage fügen wir eine Über­sicht über Förder­mög­lich­keiten für die Sanie­rung oder den Neubau von Schwimm­bä­dern bei, die uns vom Gewer­be­ver­band zur Verfü­gung gestellt wurden. Der Gemein­derat ist in regel­mä­ßigen Abständen zu infor­mieren.

Ziel der SPD-Frak­tion im Gemein­derat ist es, den Betrieb des Hallen­bads möglichst lange aufrecht­zu­er­halten.

Harald Müller, Irene Bogdain, Erich Elsner und Tobias Pflügler

(SPD-Frak­tion)

Anlage des SPD Arti­kels:


https://www.stmfh.bayern.de/kommunaler_finanzausgleich/hochbauten/
https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/37201/40446/leistung/leistung
_61092/index.html


https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/landtag/detailansichtlandtag/artikel/nur-die-haelfte-der-foerderantraege-werden-bewilligt.html#topPosition


Im letzten Abschnitt des Arti­kels ist ein Hinweis auf Förde­rung von Schwimm­bä­dern die
ganz­jährig für den Schul­sport genutzt werden nach dem Finanz­aus­gleichs­ge­setz.
https://www.baederallianz.de/


Akti­ons­ge­mein­schaft
https://baederatlas.com/


Lage der Schwimm­bäder
https://verwaltung.bund.de/leistungsverzeichnis/de/leistung/99000000061092/herausgeber/
BY-61092/­re­gi­on/091000000000

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1 Kommentar

  1. Lieber Herr Müller,

    Einen großen Teil der Ergeb­nisse des Arbeits­kreises jetzt als Vorschläge der SPD darzu­stellen halte ich für recht frag­würdig und unse­riös.
    Der AK hat auch nicht fest­ge­stellt dass größere Inves­ti­tionen nicht nötig sind.
    Gene­rell finde ich dass man die Ergeb­nisse des AK in der ange­setzten Sonder­sit­zung des GR disku­tieren sollte und nicht im Vorfeld bereits „Meinungen“ durch solche Artikel verbreiten.

    Die Ergeb­nisse dieses Arbeits­kreises sollten auch durch den Arbeits­kreis, der übri­gens heute noch­mals zusammen kommt, öffent­lich gemacht werden da hier mehrere Frak­tionen und Bürger ein wich­tiger Teil waren.

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