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Pres­se­mit­tei­lung des SPD Orts­ver­bandes

28.01.2026 | Kommunalwahl 2026, Parteien | 2 Kommentare

Zur Diskus­sion um die Zukunft des Hallen­bades in Ober­schleiß­heim

Harald Müller, SPD Orts­ver­bands­vor­sit­zender, 2. Bürger­meister und SPD-Bürger­meis­ter­kan­didat 2026, schreibt im Namen des SPD-Orts­ver­bandes zum Thema Hallen­bad­schlie­ßung:

Mit der auf Antrag der Grünen am 16.12.2025 in öffent­li­cher Sitzung des Gemein­de­rates
beschlos­senen Arbeits­gruppe Hallenbad, in der sich „Vertreterinnen aller Frak­tionen des Gemein­de­rates, der Verwal­tung und Vertreterinnen der DLRG schnell und umfas­send der Rettung
des Hallen­bades Ober­schleiß­heim annehmen“ sollten, ist in unserer Gemeinde eine heftige
Diskus­sion entbrannt. Bürger­meister Böck hat in dieser Sitzung gegen die Arbeits­gruppe
argu­men­tiert und auch gegen deren Einrich­tung gestimmt.

In dem von ihm vorge­legten Haus­halts­plan für das Jahr 2026 ist eine Schlie­ßung des Hallen­bades zum 01.04.2026 abge­bildet. Die im Haus­halt vorge­se­henen Mittel reichen nur noch für wenige Monate bis zur endgül­tigen Einstel­lung des Betriebs. Ob der Finanz­aus­schuss Anfang Februar und danach der Gemein­derat beim Beschluss über den Haus­halt insge­samt den Vorstel­lungen von Bürger­meister Böck folgen werden, ist noch offen.
Grund­lage der weiteren Diskus­sion sollten aber zunächst belast­bare Zahlen über das jähr­lich für den Betrieb des Hallen­bades anfal­lende Defizit sein. In seinem Offenen Brief vom 22.01.2026 in der schleissheimer-zeitung.de bezif­fert Bürger­meister Böck dieses auf etwa 500.000 Euro. Das entspricht dem im Haus­halts­plan für das Jahr 2025 ange­setzten Defizit, im Jahres­ab­schluss 2025 dürften sich die tatsäch­lich ange­fal­lenen Einnahmen und Ausgaben für das Hallenbad noch deut­lich verän­dern.
Allein die viel zu hohen Ansätze bei den Kosten für die Fern­wärme spielen hier eine große Rolle.
Das Ergebnis für das abge­schlos­sene Jahr 2024 liegt vor, das ausge­wie­sene Defizit beträgt
364.747,95 Euro.
Mit einer sicher zumut­baren stär­keren Kosten­be­tei­li­gung von Schulen, Vereinen oder gewerb­li­chen Betrieben aus den angren­zenden Kommunen Garching, Haim­hausen, Karls­feld und
Unter­schleiß­heim, die bei uns regel­mäßig Schwimm­bahnen belegen, könnte das Defizit weiter
erheb­lich gesenkt werden.
Unab­hängig von der Kosten­si­tua­tion im Betrieb muss aller­dings immer auch der Gesamt­zu­stand des aus dem Jahr 1972 stam­menden Schwimm­bades berück­sich­tigt werden.

Sollten zukünftig Inves­ti­tionen im hohen 6stelligen Bereich nötig werden, muss eine neue Beur­tei­lung statt­finden. Wir möchten versu­chen, den Betrieb des Hallen­bades aufrecht­zu­er­halten und fordern eine objek­tive Bewer­tung.

Harald Müller, SPD Orts­vor­sit­zender

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2 Kommentare

  1. Je mehr Hallen­bäder geschlossen werden, umso wich­tiger ist der Erhalt jedes einzelnen.
    Es gab in OSH beim Bad eine Sauna und Massa­ge­praxis, die damals ‘gut’ genutzt wurde. Die
    Möglich­keit wurde inzwi­schen erfolg­reich unter­bunden. Eigent­lich schade.
    Heute ist Schwimmen lernen eine der wich­tigsten Anfor­de­rungen für die Entwick­lung der Jugend.
    Bei Zuwan­de­rung gilt das auch für Erwach­sene Neubürger (als Eltern z.B.) ihrer Kinder.
    Heute will jeder überall baden und hält das für sein ‘gutes Recht’. Da gehören Schwimm­kennt­nisse der einzelnen einfach dazu zur Gefah­ren­ab­wehr.
    Wie will man diese Aufgabe bei geringer werdenden Übungs­mög­lich­keiten sicher stellen.
    Wann über­steigen deren Kosten den jetzt ange­dachten Rahmen ?
    Es gibt den Begriff ‘kaputt sparen’ — das geht so durchaus auch.

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  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    in dieser Pres­se­mit­tei­lung wird von “belast­bare Zahlen über das jähr­lich für den Betrieb des Hallen­bades anfal­lende Defizit” gespro­chen.

    Der genannte Betrag in Höhe von 364.747,95 EUR ist richtig. Er nennt aber rein das Defizit im Verwal­tungs­haus­halt. Im Rech­nungs­er­gebnis 2024 sind noch 84.128,10 EUR im Vermö­gens­haus­halt abge­bildet, die im Jahr 2024 in das Hallenbad inves­tiert wurden.

    Somit ergibt sich ein tatsäch­li­ches Defizit in Höhe von 448.876,05 EUR, welches im Jahr 2024 entstanden ist.

    Das alles sind Zahlen und Fakten, die öffent­lich sind, selbst­ver­ständ­lich auch jedem Gemein­derat vorliegen und zur Wahr­heit dazu­ge­hören.

    Antworten

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