Die letzten Wahlstände im Kommunalwahlkampf in Oberschleißheim
Wer am Freitagnachmittag den Wochenmarkt am Oberschleißheimer Bürgerplatz besuchte, der wurde in vielerlei Hinsicht belohnt: Zum einen natürlich mit den frischen und regionalen Waren unserer beliebten Marktstände und zum anderen, weil die Oberschleißheimer Gemeinderatsparteien ihre Wahlstände auf’s Doppelte und Dreifache voluminiert hatten und alles gaben.
Geradezu Volksfest-Atmosphäre erzeugte der Freibierstand der CSU und FDP, die sich auf der Außenterrasse der Bürgerstuben zusammen getan und die Oberschleißheimer Bevölkerung auf Bier und Grillwurst in der Semmel eingeladen hatten.


Mit dem gemeinsamen Wahlstand von CSU und FDP zeigt sich deutlich das Ende des Dreierbündnisses von CSU, FDP und SPD. Hingen Böck, Müller und Katz noch zu Beginn der vergangenen Wahlperiode zusammen wie Pech und Schwefel, so lässt sich in letzter Zeit eine massive Entfremdung beobachten.
Etwas weiter entfernt, jenseits des Trubels, aber entlang der Wasserrinne des Bürgerplatzes dennoch sichtbar, der Wahlstand der SPD. Die Genossinnen und Genossen verteilten traditionell im Hinblick auf den Weltfrauentag, am 8. März, rote Rosen an alle vorbeigehenden Frauen und Mädchen.



2. Bürgermeister Harald Müller zog es vor, mit seinem Wahlstand und den SPD-Ortsverbandsmitgliedern weit ab vom Freibiertrubel lieber politische Inhalte mit den Marktbesucherinnen und Besuchern zu diskutieren.



Mit jugendlicher Wahlstandsbesetzung beschenkten die Freien Wähler die Vorbeigehenden mit praktischen Giveaways wie Pfannenwender und Kugelschreiber. Hier die Gemeinderatskandidat*innen vlnr: Loni Müller, Gianluca Neubauer und Aylin Housni.

Inmitten des politischen Trubels ein herzerwärmendes Bild der beiden Brüder Levin (7 Jahre) und Lennox (11 Jahre). Die Jungs hatten statt sich mit ihrem Handy zu beschäftigen, eigenhändig einen ganzen Handwagen voller Osternestchen selbst gebastelt. Aus Karton-Eisbechern schnitten die findigen Brüder runde Webrahmen und “bewebten” diese dann mit bunter Wolle. Über mangelnden Zulauf konnten sich die beiden nicht beklagen, denn Laufkundschaft war ja angesichts des kleinen Volksfestes auf dem Bürgerplatz genügend da. Ihrer ebenfalls auf dem Marktplatz anwesenden Mutter zeigten die Jungs dann hocherfreut ihre Einnahmen.


Ingrid Lindbüchl




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