Die Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Ober-& Unterschleißheim e.G. fand in diesem Jahr im Unterschleißheimer Bürgersaal statt. 65 Mitglieder waren gekommen und Stadt-und Gemeinderäte aus den Mitgliedskommunen. Fotos privat

Jahres­haupt­ver­samm­lung der Bauge­nos­sen­schaft Ober- & Unter­schleiß­heim e.G.

15.06.2026 | Vereine, Unternehmen, Nordallianz | 0 Kommentare

Zur 77. Mitglie­der­ge­ne­ral­ver­samm­lung am 9. Juni 2026 begrüßte der Aufsichts­rats­vor­sit­zende Dr. Dieter Gruch­mann rund 65 Mitglieder der Bauge­nos­sen­schaft Ober- & Unter­schleiß­heim e.G. im Bürger­saal in Unter­schleiß­heim. Auch Gemeinde-und Stadt­räte der Mitglieds­ge­meinden waren gekommen.

Finanz­lage geordnet, Ertrags­lage zufrie­den­stel­lend

Herr Roland Graf, geschäfts­füh­render Vorstand der Genos­sen­schaft stellte im Anschluss den Lage­be­richt sowie den Jahres­ab­schluss 2025 vor. Das Gesamt­ergebnis im Berichts­jahr gegen­über 2024 hat sich um rund 550 T€ verrin­gert. Der stati­sche Verschul­dungs­grad ist auf 110% gesunken (Vorjahr 118%). Das Geschäfts­jahr 2025 schließt mit einem Gesamt­ei­gen­ka­pital von 32.650.887,14 € ab. Dabei stehen 45% Eigen­ka­pital 55% Fremd­ka­pital gegen­über. Der Bilanz­ge­winn liegt im Jahr 2025 bei 33.139,58 €.

“Die Vermö­gens­lage ist geordnet. Der Vorstand beur­teilt die wirt­schaft­liche Lage der Genos­sen­schaft positiv”, schloss Roland Graf seinen Bericht zum Jahres­ab­schluss. Er müsse im Konjunktiv spre­chen, bedau­erte Graf: “Wir würden ja gerne bauen, aber wir haben große Probleme bei der Umset­zung von Bauvor­haben.” Das hohe Zins­ni­veau, die staat­li­chen Regu­lie­rungen, denen man sich als Bauherr gegen­über­sehe, ständig neue Bauvor­schriften und die “ener­ge­ti­schen Spiränz­chen” machten Bauvor­haben, die mit dem sozialen Auftrag der Bauge­nos­sen­schaft konform gingen, unmög­lich. “Unsere Aufgabe ist es, bezahl­baren und sozial verträg­li­chen Wohn­raum herzu­stellen”, sagte Graf “und das ist derzeit leider nicht gegeben”.

Vorstand Roland Graf am Redner­pult bei der Rechen­schafts­ab­lage: “Wir würden sehr gerne Bauen, aber die Umset­zung ist derzeit schlicht nicht möglich”.

Bestand sanieren und pflegen statt bauen

641, davon 220 geför­derte Wohnungen hat die Bauge­nos­sen­schaft derzeit im Bestand. Die Instand­hal­tungs­kosten betrugen im Jahr 2025 rund 1,5 Millionen. Statt der Bautä­tig­keit habe man sich auf die Instand­hal­tung und Sanie­rung der Bestands­woh­nungen konzen­triert. So werden z. B. sukzessiv die Holz­fenster in der Edith-Stein-Straße in Unter­schleiß­heim gegen Kunst­stoff­fenster ausge­tauscht. Inzwi­schen sind auch 66% der Bestands­woh­nungen an eine Fern­wärme mit Geothermie bzw. Versor­gung mit Biomasse ange­schlossen.

In Ober­schleiß­heim werden in 2026 die Wohnungen in der Mitten­heimer Straße sowie Garten­straße mit Balkonen ertüch­tigt. Auch in die dadurch ausge­lösten Brand­schutz­gut­achten und Maßnahmen müsse man inves­tieren. Diese Tatsache löste bei Graf nur noch Kopf­schüt­teln aus und er appel­lierte an die Politik, das Bauen nicht ständig zu verkom­pli­zieren.

Rech­nungs­prü­fung und Entlas­tung des Vorstandes

Herr Jann de Vries, vom VdW Bayern (Verband der Wohnungs­wirt­schaft Bayern) hatte den vorge­stellten Jahres­ab­schluss geprüft und attes­tierte, dass der Vorstand der Bauge­nos­sen­schaft stets im Sinne des Satzungs­zwe­ckes gehan­delt habe. Der Jahres­be­richt stehe im Einklang mit dem Jahres­ab­schluss.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Herr Dr. Gruch­mann schied als Vertreter der Stadt Garching aus dem Aufsichtsrat aus und bewarb sich daher persön­lich, als Mitglied des Kreis­tags für den Land­kreis München und Altbür­ger­meister zur Wahl in den Aufsichtsrat. Die Mitglie­der­ver­samm­lung wählte ihn einstimmig wieder in den Aufsichtsrat. Herr Dr. Gruch­mann nahm die Wahl dankend an und eröff­nete danach das Buffet.

Ingrid Lind­büchl

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