Gemeinsam vorsorgen für ein klima­an­ge­passtes Morgen

03.06.2026 | Landkreis, Umwelt, Nordallianz | 0 Kommentare

Land­kreis und Kommunen treiben Klima­an­pas­sung weiter voran

Hitze, Stark­regen und längere Trocken­pe­ri­oden stellen Städte und Gemeinden zuneh­mend vor konkrete Heraus­for­de­rungen. Im Land­kreis wird die Anpas­sung an die Folgen des Klima­wan­dels deshalb seit längerem gemeinsam ange­gangen: Nachdem der Kreistag das inte­grierte Klima­fol­gen­an­pas­sungs­kon­zept Ende vergan­genen Jahres beschlossen und veröf­fent­licht hat, haben das Land­ratsamt und teil­neh­mende Kommunen die Umset­zung bereits ange­stoßen. Ein zentraler Baustein ist die enge Zusam­men­ar­beit zwischen Land­kreis und Kommunen, die nun weiter verste­tigt wird.

Wie kann ein Land­kreis klima­an­ge­passter werden, wenn die Folgen des Klima­wan­dels vor Ort sehr unter­schied­lich spürbar sind?

Im Mai kamen das Land­ratsamt München und teil­neh­mende Kommunen bereits zum zweiten Mal in einem gemein­samen Work­shop zur Verste­ti­gung der Klima­an­pas­sung zusammen. Im Mittel­punkt stand erneut die Frage, wie die Maßnahmen aus dem Klima­an­pas­sungs­kon­zept dauer­haft orga­ni­siert und gemeinsam umge­setzt werden können. Schon im ersten Work­shop im November 2025 wurden dafür thema­ti­sche inter­kom­mu­nale Arbeits­gruppen ins Leben gerufen. Ziel war es, an der guten Zusam­men­ar­beit während der Konzept­erstel­lung fest­zu­halten und darauf aufbauend die Umset­zung von konkreten Maßnahmen arbeits­teilig und gemeinsam voran­zu­bringen.

Wissen bündeln und Ressourcen gezielt einsetzen
In den vergan­genen Monaten wurde dieses Modell der Zusam­men­ar­beit erst­mals in der Praxis erprobt. Beim zweiten Work­shop berich­teten die Kommunen von ersten Erfah­rungen, teilten Ergeb­nisse aus den Arbeits­gruppen und tauschten sich dazu aus, was bereits gut funk­tio­niert, wo Heraus­for­de­rungen bestehen und wie die Zusam­men­ar­beit weiter verbes­sert werden kann. Die bishe­rigen Erfah­rungen sind durchweg positiv. Erste Maßnahmen wurden bereits ange­stoßen, der fach­liche Austausch zwischen den Kommunen inten­si­viert und Doppel­struk­turen vermieden. Zu den konkreten Ergeb­nissen zählen beispiels­weise Infor­ma­tions- und Akti­ons­an­ge­bote für den Hitze­ak­ti­onstag, Schu­lungen für kommu­nale Bauhöfe zur Neophyten- Bekämp­fung sowie die Vorbe­rei­tung und Pflan­zung eines Jahr­gangs­baums.
Sämt­liche Arbeits­er­geb­nisse werden allen Kommunen zur Verfü­gung gestellt, sodass diese vor Ort unmit­telbar genutzt oder weiter­ent­wi­ckelt werden können. Aufbauend auf diesen ersten Erfolgen haben sich weitere Arbeits­gruppen gebildet, die zusätz­liche Themen des Klima­an­pas­sungs­kon­zepts aufgreifen und gemeinsam umsetzen möchten. So werden derzeit weitere gezielte Maßnahmen vorbe­reitet und voran­ge­bracht wie etwa im Bereich der Hitze­vor­sorge, des klima­an­ge­passten Bauens oder der ökolo­gi­schen Umge­stal­tung von Stra­ßen­räumen.

Poster-Ausstel­lung “Von der Idee bis zum Konzept”

Mit diesem Ansatz hat der Land­kreis München ein in dieser Form bislang bundes­weit einzig­ar­tiges Modell der inter­kom­mu­nalen Zusam­men­ar­beit im Bereich Klima­an­pas­sung aufge­baut. Klima­an­pas­sung wird nicht isoliert betrachtet, sondern gemeinsam gestaltet. Ziel ist es, den Land­kreis und seine Kommunen Schritt für Schritt wider­stands­fä­higer gegen­über den Folgen des Klima­wan­dels zu machen und zugleich praxis­taug­liche Lösungen gemeinsam umzu­setzen.
Weitere Infor­ma­tionen zur Klima­fol­ge­an­pas­sung gibt es auf der Projekt­platt­form
des Land­kreises unter www.mein-landkreis- muenchen.de/discuss/klimafolgenanpassung#/

Carina Ober­huber, Land­ratsamt München

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