Und wie grüßt Oberschleißheim seine Gäste?
Der Münchner Stadtrat scheint sich einig zu sein, München soll sich wieder für Olympische Sommerspiele bewerben. Im Oktober 2025 gibt es zu dem Thema einen Bürgerentscheid. Wie auch immer er ausgeht, die Bürgerinnen und Bürger von Oberschleißheim können sich nicht daran beteiligen. Obwohl die Gemeinde selbst, wie schon bei der Olympiade 1972, auch an der nächsten Olympiade unmittelbar beteiligt wäre.
Damals entstand die Ruderregatta-Anlage, die heute noch genutzt wird, auch wenn die denkmalgeschützte Anlage teilweise stark sanierungsbedürftig ist. Derzeit will niemand die Kosten für die Gesamtsanierung übernehmen. Das würde sich bei einer Pro-Olympia-Entscheidung vielleicht ändern.
Olympia könnte sogar in den Gärten unserer Schlossanlage stattfinden, z. B. mit dem Wettbewerb im Bogenschießen auf der Wiese vor dem Neuen Schloss, wie es zuletzt hieß.
Das ist alles Zukunftsmusik, es dauert noch ewig und kostet viel. Wenn es überhaupt soweit kommt, wird die Gemeinde ihre Gäste und Besucher sicher mit möglichst viel Glanz und Gloria begrüßen. Damit könnte sie allerdings jetzt schon anfangen, denn auch jetzt schon kommen viele Touristen und Besucher zu uns. Und es würde schnell gehen und nicht viel kosten.
Wer sich fragt, was die Abbildung oben soll: Das ist der Schaukasten am Bahnhofsplatz mit großer Schleißheim-Karte und Werbung für örtliche Unternehmen und Gastronomiebetriebe. Er wurde offenbar ein Opfer von Vandalismus. Die Glasscheibe wurde eingeschlagen, die Hinterwand verbeult. Der Inhalt ist total verblasst. Dass Oberschleißheim seine Gäste grüßt, kann man nur noch erahnen. Das soll doch sicher nicht so bleiben bis 2036.


Sowohl auf dem Bahnhofsplatz wie auch auf der anderen Seite des Bahnhofs, wo die Besucher aussteigen, die mit der S‑Bahn aus München kommen, stehen große Metall-Stellwände, die für Wahlwerbung genutzt werden. Sie sind zum Teil mit Graffiti beschmiert, was in der Gemeinde ja insgesamt sehr zunimmt.
Wahl ist nicht dauernd. Könnte man in der Zwischenzeit nicht auch diese Stellwände für schönste Oberschleißheim-Werbung inklusive aller Sehenswürdigkeiten nutzen?
Und wenn wir schon bei Graffiti sind: Für die beschmierten Wände in den S‑Bahnunterführungen ist die Bahn zuständig, für das beschmierte Wandbild in der Radunterführung von der Garten- zur Feierabendstraße aber nicht. Ich weiß nicht, wie viele Besucher von außen diese Unterführung benutzen, aber es ist auch für die Einheimischen kein schöner Anblick. Könnte man das Wandbild eventuell von Penissen und anderen originellen Malereien befreien?
Wenig Aufwand und viel Effekt und ein etwas attraktiveres Entree für unsere “Schlössergemeinde”, das wäre doch was.
Andrea Wörle




Mir ist schleierhaft, wie man solch eine Veranstaltung auch nur im entferntesten bei sich haben möchte. Aber klar, da wird wieder mit Geld gewedelt und alle laufen nach. Da hoffe ich, im Münchner Bürgerentscheid gibts wieder ein klares NOlympia.….