Olym­piade 2036, 2040 oder 2044 in München

Und wie grüßt Ober­schleiß­heim seine Gäste?

Der Münchner Stadtrat scheint sich einig zu sein, München soll sich wieder für Olym­pi­sche Sommer­spiele bewerben. Im Oktober 2025 gibt es zu dem Thema einen Bürger­ent­scheid. Wie auch immer er ausgeht, die Bürge­rinnen und Bürger von Ober­schleiß­heim können sich nicht daran betei­ligen. Obwohl die Gemeinde selbst, wie schon bei der Olym­piade 1972, auch an der nächsten Olym­piade unmit­telbar betei­ligt wäre.

Damals entstand die Ruder­re­gatta-Anlage, die heute noch genutzt wird, auch wenn die denk­mal­ge­schützte Anlage teil­weise stark sanie­rungs­be­dürftig ist. Derzeit will niemand die Kosten für die Gesamt­sa­nie­rung über­nehmen. Das würde sich bei einer Pro-Olympia-Entschei­dung viel­leicht ändern.

Olympia könnte sogar in den Gärten unserer Schloss­an­lage statt­finden, z. B. mit dem Wett­be­werb im Bogen­schießen auf der Wiese vor dem Neuen Schloss, wie es zuletzt hieß.

Das ist alles Zukunfts­musik, es dauert noch ewig und kostet viel. Wenn es über­haupt soweit kommt, wird die Gemeinde ihre Gäste und Besu­cher sicher mit möglichst viel Glanz und Gloria begrüßen. Damit könnte sie aller­dings jetzt schon anfangen, denn auch jetzt schon kommen viele Touristen und Besu­cher zu uns. Und es würde schnell gehen und nicht viel kosten.

Wer sich fragt, was die Abbil­dung oben soll: Das ist der Schau­kasten am Bahn­hofs­platz mit großer Schleiß­heim-Karte und Werbung für örtliche Unter­nehmen und Gastro­no­mie­be­triebe. Er wurde offenbar ein Opfer von Vanda­lismus. Die Glas­scheibe wurde einge­schlagen, die Hinter­wand verbeult. Der Inhalt ist total verblasst. Dass Ober­schleiß­heim seine Gäste grüßt, kann man nur noch erahnen. Das soll doch sicher nicht so bleiben bis 2036.

Sowohl auf dem Bahn­hofs­platz wie auch auf der anderen Seite des Bahn­hofs, wo die Besu­cher aussteigen, die mit der S‑Bahn aus München kommen, stehen große Metall-Stell­wände, die für Wahl­wer­bung genutzt werden. Sie sind zum Teil mit Graf­fiti beschmiert, was in der Gemeinde ja insge­samt sehr zunimmt.

Wahl ist nicht dauernd. Könnte man in der Zwischen­zeit nicht auch diese Stell­wände für schönste Ober­schleiß­heim-Werbung inklu­sive aller Sehens­wür­dig­keiten nutzen?

Und wenn wir schon bei Graf­fiti sind: Für die beschmierten Wände in den S‑Bahnunterführungen ist die Bahn zuständig, für das beschmierte Wand­bild in der Radun­ter­füh­rung von der Garten- zur Feier­abend­straße aber nicht. Ich weiß nicht, wie viele Besu­cher von außen diese Unter­füh­rung benutzen, aber es ist auch für die Einhei­mi­schen kein schöner Anblick. Könnte man das Wand­bild even­tuell von Penissen und anderen origi­nellen Male­reien befreien?

Wenig Aufwand und viel Effekt und ein etwas attrak­ti­veres Entree für unsere “Schlös­ser­ge­meinde”, das wäre doch was.

Andrea Wörle

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1 Kommentar

  1. Mir ist schlei­er­haft, wie man solch eine Veran­stal­tung auch nur im entfern­testen bei sich haben möchte. Aber klar, da wird wieder mit Geld gewe­delt und alle laufen nach. Da hoffe ich, im Münchner Bürger­ent­scheid gibts wieder ein klares NOlympia.….

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