Von Barbara Schedlbauer
Also mal abgesehen davon, dass es eine unglaublich große Geste der Familie Schreiner ist, eine solch hohe Spende für unser Hallenbad zu machen– Ihnen sei mein herzlichsten Dank ausgerichtet- was für eine furchtbare Blamage ist das für unsere Gemeinde!!
ALLE im Gemeinderat haben nicht registriert, dass sie unser Hallenbad nicht mehr finanzieren können??!! Und das soo plötzlich? Innerhalb von ca 8 wochen? Mal ehrlich- wer sitzt denn da? Pumukel? Das kann jede Hausfrau besser kalkulieren. Die kennt ihr Budget! Dieses Dilemma besteht doch nicht seit Anfang des Jahres!
Ich erinnere mich noch an eine Abstimmung vor vielen Jahren ob die Schleissheimer ihr Bad noch wollen! Wieso kommt niemand auf die Idee die anderen Gemeinden um Hilfe zu bitten?! Die haben ja schon längst keine Bäder mehr oder noch nie gehabt. Dazu die DLRG. Der Verein hilft doch auch den umliegenden Gemeinden! Vielleicht sollte man ein wenig mehr auf gemeinsame Interessen achten- in meiner Firma hieß das „Ressourcen binden“. Und nicht unbedingt nur die werbeträchtigen wie diese merkwürdige Radl- Autobahn.. Wir sind sie sehr oft schon gefahren und waren meist alleine. Aber da hat merkwürdigerweise die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden funktioniert. Warum wohl?🤔



Betrifft mehrere Anzeigen und Lesermails.…Wo ist denn der Zusammenhalt, der die letzten Wochen so oft hervorgehoben wurde? Bei dem ganzen öffentlichen Hin und Her überlegt sich vielleicht noch manch einer, zum Nichtwähler zu werden, doch genau das sollte vermieden werden. Als Bürger sollte man erwarten können, dass der von ihm gewählte Gemeinderat als Interessenvertreter auch vernünftig arbeiten kann und als Grundlage die dafür erforderlichen Informationen erhält. Aber wie man bei den aktuellen Diskussionen vermehrt mitbekommt, muss ja selbst der Gemeinderat um Informationen betteln und hoffen, dass er diese auch zeitnah bekommt. So ja gesehen beim Thema Haushalt und Hallenbad.
Bis 2014 war die Gemeinde im Prinzip ein Selbstläufer, man hatte seine normalen Unkosten und konnte alles wie gewohnt weiterlaufen lassen, ohne großes Geschick und ohne Herausforderungen Dies hat sich die letzten Jahre verändert und jetzt müsste man abliefern. Doch stattdessen hofft man immer auf Hilfe von außen, durch Förderungen, ob vom Land, vom Bund usw., wie jetzt bei den Brandbriefen beim Hallenbad, die man wenige Tage vor der Sondersitzung erst schrieb, und wundert sich, warum noch niemand mit dem Geldkoffer dasteht … Aber selbst schafft man es nicht, seine Bauvorhaben unter Kontrolle zu haben, trotz qualifiziertem Personal und ehrenamtlichen Bauingenieuren? In den neuesten Artikeln rechnet man Zahlen für das Hallenbad usw. vor. Warum konnte man das nicht schon früher? Die Planerei geht weiter, für Straßen und Gewerbe, obwohl derzeit die Insolvenzmeldungen Tag für Tag steigen. Was das neue Gewerbegebiet an Steuereinnahmen bringen soll, hört man nicht. Nur dass es welche geben wird. Klar, aber wie viel Man wundert sich über eingebrochene Gewerbeeinnahmen und Rückzahlungen. Alles kam so plötzlich und unerwartet … obwohl die Medien täglich und seit langer Zeit darüber berichten. Aber Oberschleißheim trifft’s ja nicht …
Immer mehr und mehr soll auf Leistungen verzichtet werden, wie z. B. beim Sozialamt und weiteren, aber die Abgaben steigen und steigen. Auch wenn manches eine freiwillige Leistung darstellt, es gehört zur Lebensqualität einer Gemeinde dazu … Überlastung findet überall statt, nicht nur in der Gemeinde. Auch der Bürger hat die Lasten zu tragen, die von oben kommen, und dies ungefragt! Über eine Erhöhung der Grundsteuer B, trotz deutlicher Erhöhung durch die Grundsteuerreform in 2025, wird immer wieder gesprochen, aber was glaubt man, wer diese am Ende bezahlt? Gleichzeitig aber möchte man bezahlbaren Wohnraum und noch günstige Parkplätze dafür, wie bei der Podiumsdiskussion angesprochen. Doch bei der Gewerbesteuer hält man sich sehr bedeckt, da man ja Gönner und potenzielle Interessenten nicht vergraulen möchte. Nein, da denkt man eher über Senkung nach. Aber den Gürtel sollen wir Bürger alle enger schnallen und uns auf unpopuläre Maßnahmen einstellen … Das Rathaus selbst mit dem aufgeblähten Verwaltungsapparat sagt nicht, wo sie selber sparen wollen? Wo sind dort unpopuläre Maßnahmen? Potenzial für Sparmaßnahmen hätte das Rathaus selbst genug. Weshalb müssen Räumlichkeiten fremd angemietet werden, aber man plant an anderer Stelle den Verkauf eigener Immobilien, die derzeit günstig vermietet sind? Warum nutzt man diese nicht selbst? Man gönnt sich die ehrenamtliche Position eines Dritten Bürgermeisters. Das kann man, muss man aber nicht. Karlsfeld kommt auch mit zwei aus. Es ist ein Ehrenamt, aber dieses wird recht gut vergütet. Bei dieser Einsparung hätte man in kurzer Zeit z. B. die Kosten einer neuen Webseite, für die die Gemeinde ja kein Geld hat. Damit könnte man auch die Mitarbeiter entlasten, ohne Personaleinschnitte machen zu müssen. Das sind nur zwei kleine Beispiele. Die Gemeinde ist ein Selbstverwaltungsorgan, das sich scheinbar nicht mehr selbst verwalten kann. Die Bürger nehmen starke Einschnitte in Kauf, halten zusammen und engagieren sich sehr, wie man aktuell beim Hallenbad sehen und spüren kann. Und da würde noch mehr gehen … aber dann sollte man auch von oben etwas zeigen.
Man sah in letzter Zeit deutlich, wer sich dafür reingehängt hat und wer nicht. wer z. B. für den Arbeitskreis Hallenbad war und das Ganze in Gang brachte.
Sehr geehrte Frau Schedlbauer,
ich, Christian Ampenberger, Gemeinderat für die CSU aus dem Ortsteil Badersfeld, möchte Ihre Darstellung nicht unkommentiert stehen lassen.
Dass unser Hallenbad in Oberschleißheim seit vielen Jahren defizitär betrieben wird, ist dem Gremium keineswegs erst seit wenigen Wochen bewusst. Dieses strukturelle Defizit begleitet uns seit langer Zeit. Es wurde im Haushalt wiederholt offen dargestellt und politisch beraten. Der Betrieb wurde bislang bewusst gemeinschaftlich getragen – aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus. Uns allen ist die Bedeutung des Hallenbads für unsere Schulen, die Vereine und insbesondere die DLRG sehr klar.
Rein betriebswirtschaftlich betrachtet hätte man eine Schließung bereits vor vielen Jahren diskutieren müssen. Dass das Bad dennoch bis heute betrieben werden konnte, ist vor allem dem außergewöhnlichen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken. Durch ihre fachkundige Wartung und Pflege der technischen Anlagen wurde die Lebensdauer deutlich verlängert – das verdient große Anerkennung.
Ebenso ist festzuhalten, dass die Gemeinde ein neues Hallenbad geplant hatte. Die Gründe, weshalb dieses Projekt nicht realisiert wurde, sind bekannt und öffentlich diskutiert worden. Die aktuelle Situation ist daher nicht das Ergebnis plötzlicher Unkenntnis, sondern Ausdruck einer langjährigen politischen Abwägung zwischen finanzieller Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichem Anspruch.
Richtig ist: Das Thema ist emotional. Genau diese emotionale Verbundenheit hat das Hallenbad über Jahre getragen. Nun tragen Verwaltung und der kommende Gemeinderat eine besondere Verantwortung – auch gegenüber der außerordentlich großzügigen Spende der Familie Schreiner. Diese Unterstützung verpflichtet uns, eine tragfähige und dauerhafte Lösung zu erarbeiten. Es darf nicht dazu kommen, dass eine solche Spende ohne nachhaltige Perspektive verpufft.
Kritik ist legitim. Sie sollte jedoch auf einer vollständigen Betrachtung der Fakten beruhen. Unser Ziel war und ist es, Verantwortung für die gesamte Gemeinde zu übernehmen – wirtschaftlich solide und zugleich dem Gemeinwohl verpflichtet.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Ampenberger
Gemeinderat (CSU)
Badersfeld