Leser­mail zum Artikel “Verei­digt und bereit für Ober­schleiß­heim”

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Von Casimir Katz

Liebe Helga
Nachdem mein kurzer Einwurf offenbar nicht von allen – und insbe­son­dere nicht von Dir – verstanden wurde:

Es gibt klare Regeln, wer wen wählt und nach den Erfah­rungen des Dritten Reiches wird z.B. der Bundes­prä­si­dent von der Bundes­ver­samm­lung und der Bundes­kanzler vom Bundestag gewählt. Den Willen der Wähler auf den Bundes­kanzler zu über­tragen geht gerade noch, weil es so ja auch plaka­tiert wird. Aber daraus abzu­leiten, wer Vertei­di­gungs oder Finanz­mi­nister wird, geht einfach nicht.

Ich verstehe auch nicht, wieso die Grünen sich mit der AfD verglei­chen wollen. Wenn 75% der Wähler die AfD nicht wollen, kann die daraus keinen Führungs­an­spruch ableiten, auch wenn sie die stärkste Frak­tion ist. Demo­kratie lebt von Koali­tionen und eine große Koali­tion ist nicht besser als eine kleine. Übri­gens kam 1969 die erste sozial-libe­rale Koali­tion unter Willy Brandt gegen die stärkste Frak­tion der CDU/CSU zustande.

SPD und FDP haben in Ober­schleiß­heim jahre­lang gut zusam­men­ge­ar­beitet und in der Summe haben sie fast 3% mehr Stimmen als die Grünen erhalten. Wir könnten daher genauso gut verlangen, dass der dritte Bürger­meister dieser Gruppe zusteht. Aber das ist, wie ich versucht habe darzu­legen, an den Haaren herbei­ge­zogen. Entschei­dend ist, wie man nachher zusam­men­ar­beitet und genau das soll auch meiner Meinung in den nächsten sechs Jahren noch besser werden.

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