Von Christoph Münster
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
lieber Markus,
lieber Casimir,
ich bedanke mich bei euch für die rege öffentliche Diskussion und auch Kritik rund um das Projekt „Schleißheimer Landschaftsband“. Auch die allgemeine Beteiligung zeigt: Dieses Thema bewegt viele – und verdient eine differenzierte Betrachtung, jenseits von verkürzten Schuldzuweisungen.
Zunächst: Die Grünen sind nicht gegen die Aufwertung des Landschaftsraumes zwischen Ober- und Unterschleißheim – im Gegenteil. Unser zentrales Anliegen war und ist, ihn zu sichern, ökologisch aufzuwerten und behutsam weiterzuentwickeln.
Aus meiner Sicht erfolgte die mehrheitliche Ablehnung des Beschlussvorschlages auch nicht aufgrund einer möglichen Trassenführung der Umgehungsstraße – nicht einmal bei den Grünen. Denn dass nicht nur wir, sondern auch Teile der FDP, der Freien Wähler und der SPD abgelehnt haben, zeigt: Die Bedenken sind vielfältig und über Parteigrenzen hinweg vorhanden.
Mehrheitlich ging es bei der Ablehnung um die geplante Vorgehensweise, das Thema ohne weitere Vorbereitung verfrüht in einem Workshop mit Unterschleißheim abzuhandeln.
Unser Vorschlag, die Abstimmung zu verschieben und zunächst in einem internen Workshop Klarheit über die internen Zielsetzungen zu schaffen, wäre meines Erachtens eine pragmatische Lösung gewesen, um die Akzeptanz zu erhöhen und den Konflikt zu entschärfen.
Zur Frage der Kompromissbereitschaft: Ja, Politik lebt vom Kompromiss – aber nicht um jeden Preis. Wir sind bereit, aufeinander zuzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden, die dem Schutz unserer Umwelt und der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger gerecht werden.
Mir ist bewusst, dass Verkehrslösungen, Naturschutz und Stadtentwicklung gemeinsam gedacht werden müssen – von CSU über die FDP bis hin zu den Grünen. Dies auch im Trenngrün zwischen Ober- und Unterschleißheim hinzubekommen ist, nach interner Abstimmung der weiteren Vorgehensweise und der einzelnen Vorstellungen für dieses Gebiet, immer noch möglich.



0 Kommentare