Leser­mail zum Artikel “Land­schafts­schutz für das geplante Ober­schleiß­heimer Gewer­be­ge­biet südlich der B 471 soll aufge­hoben werden”

Von Michael Rittner

Da muß sich wohl der Kiebitz woan­ders mit einem Pflanz­kübel begnügen, die sind ja vorhanden. In der neuen Gewer­be­fläche sind, wenn man genau schaut, Planungen enthalten, die vor kurzem erst seitens der Gemeinde abge­lehnt wurden, wie z. B. Boar­ding­häuser. Startup Unter­nehmen sollen ange­sie­delt werden und auch Studen­ten­woh­nungen entstehen. Stud­ent­woh­nungen bringen eigent­lich keine Steu­er­ein­nahmen und Startup auch nicht wirk­lich. Aber gibt es eigent­lich Zahlen für die Öffent­lich­keit, welcher Umsatz durch das geplante Gewer­be­ge­biet gene­riert werden soll oder welche Einnahmen man dadurch erwartet, wenn schon alles Planungs­büros machen? Zumin­dest als grobe Rich­tung? Und welche Ausgaben hat die Gemeinde für die Bereit­stel­lung der Infra­struktur, wie Wasser­netz- und Kanal­an­schluß, Klär­werk­ver­grö­ße­rung, Straßen und mehr?? Der Gedanke aus früheren Jahren (2021) zu Impf­stoff­firmen aus Mainz… wie schnell sind die Umsatz­zahlen dieser Firmen denn plötz­lich wieder auf ein Niveau recht weit unten gefallen? Es wird sich laut Planungen vermut­lich wieder auf ein oder zwei große Unter­nehmen vor Ort gestützt, auf deren Umsätze man sich verlässt. In der jetzigen Lage? Und dann? Ist das gleiche wie jetzt, wenn eine größere Firma mal nicht den gewünschten Gewer­be­steu­er­ertrag bringt, kommt gleich der ganze Gemein­de­haus­halt ins Schwanken…. dann wird dem Bürger wieder in die Tasche gegriffen! Solche Planung sind nicht wirk­lich nach­haltig.
Es wird jahre­lang geplant, aber eigent­lich so gar nicht dazu geäu­ßert, ob es sich steu­er­lich und nach­haltig rechnet, dafür Land­schaft­schutz­flä­chen zu opfern. Die Flächen sind unwi­der­bring­lich weg. Welchen Mehr­wert hat die Gemeinde davon? Anstatt Zusam­men­schlüsse zu suchen oder zu bilden, wie Gewer­be­ver­bände oder ähnli­ches, um Leer­stände auch in anderen Kommunen zu nutzen, um gemein­schaft­lich etwas zu schaffen, wird stets im eigenen Topf weiter gerührt, um viel­leicht irgend­wann neuen Leer­stand zu schaffen… oder wie bei unserem Hallenbad, was ja super klappt alles. Immerhin gibt es auch einen Land­kreis, mit dem man gemeinsam was schaffen könnte, auch etwas risi­ko­ärmer! Und gab es da nicht vor kurzem ein Klimaman­pas­sungs­kon­zept im Land­kreis München (Vortrag 12.12.2025)?
Man verschwendet jetzt Grün­flä­chen für neue Gewer­be­flä­chen, um dann später mit den Einnahmen wieder Grün­flä­chen zu schaffen, um das Klima­ziel bzw.Klimaanpassungskonzept zu errei­chen?

Kommentar zu dieser Leser­mail von Gerhard Lohmeir: Tref­fend formu­liert! Besser kann man es nicht ausdrü­cken.

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