Von Michael Rittner
Da muß sich wohl der Kiebitz woanders mit einem Pflanzkübel begnügen, die sind ja vorhanden. In der neuen Gewerbefläche sind, wenn man genau schaut, Planungen enthalten, die vor kurzem erst seitens der Gemeinde abgelehnt wurden, wie z. B. Boardinghäuser. Startup Unternehmen sollen angesiedelt werden und auch Studentenwohnungen entstehen. Studentwohnungen bringen eigentlich keine Steuereinnahmen und Startup auch nicht wirklich. Aber gibt es eigentlich Zahlen für die Öffentlichkeit, welcher Umsatz durch das geplante Gewerbegebiet generiert werden soll oder welche Einnahmen man dadurch erwartet, wenn schon alles Planungsbüros machen? Zumindest als grobe Richtung? Und welche Ausgaben hat die Gemeinde für die Bereitstellung der Infrastruktur, wie Wassernetz- und Kanalanschluß, Klärwerkvergrößerung, Straßen und mehr?? Der Gedanke aus früheren Jahren (2021) zu Impfstofffirmen aus Mainz… wie schnell sind die Umsatzzahlen dieser Firmen denn plötzlich wieder auf ein Niveau recht weit unten gefallen? Es wird sich laut Planungen vermutlich wieder auf ein oder zwei große Unternehmen vor Ort gestützt, auf deren Umsätze man sich verlässt. In der jetzigen Lage? Und dann? Ist das gleiche wie jetzt, wenn eine größere Firma mal nicht den gewünschten Gewerbesteuerertrag bringt, kommt gleich der ganze Gemeindehaushalt ins Schwanken…. dann wird dem Bürger wieder in die Tasche gegriffen! Solche Planung sind nicht wirklich nachhaltig.
Es wird jahrelang geplant, aber eigentlich so gar nicht dazu geäußert, ob es sich steuerlich und nachhaltig rechnet, dafür Landschaftschutzflächen zu opfern. Die Flächen sind unwiderbringlich weg. Welchen Mehrwert hat die Gemeinde davon? Anstatt Zusammenschlüsse zu suchen oder zu bilden, wie Gewerbeverbände oder ähnliches, um Leerstände auch in anderen Kommunen zu nutzen, um gemeinschaftlich etwas zu schaffen, wird stets im eigenen Topf weiter gerührt, um vielleicht irgendwann neuen Leerstand zu schaffen… oder wie bei unserem Hallenbad, was ja super klappt alles. Immerhin gibt es auch einen Landkreis, mit dem man gemeinsam was schaffen könnte, auch etwas risikoärmer! Und gab es da nicht vor kurzem ein Klimamanpassungskonzept im Landkreis München (Vortrag 12.12.2025)?
Man verschwendet jetzt Grünflächen für neue Gewerbeflächen, um dann später mit den Einnahmen wieder Grünflächen zu schaffen, um das Klimaziel bzw.Klimaanpassungskonzept zu erreichen?
Kommentar zu dieser Lesermail von Gerhard Lohmeir: Treffend formuliert! Besser kann man es nicht ausdrücken.



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