Von Joachim Dähler
Sehr geehrter Herr Münster,
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Eine Westumgehung wird – völlig richtig – „keine nachhaltigen Rückgang des Verkehrs“ zur Folge haben – aber woher soll in diesem Fall ein „induzierter Verkehr“, also eine Zunahme kommen? Sinn und Zweck ist ja gerade die „Verlagerung“, nämlich raus aus unserem Oberschleissheim!
Natürlich darf das nicht zu einer weiteren Lärmbelästigung der westlichen Wohngebiete führen, muss also entsprechend gestaltet werden.
Zum Thema Bürgerentscheid: das damalige Ergebnis wurde meines Wissens von einer ausgewählten Bürgergruppe unter Leitung eines Verkehrsplaners erzielt (was nicht die schlechteste Variante ist) – an eine Befragung aller Oberschleißheimer kann ich mich nicht erinnern …
Dass ein Bürgerentscheid entsprechend sorgfältig vorbereitet werden muss, da gebe ich Ihnen völlig recht!
Der Bürgerentscheid zum Tunnel unter der Bahn ist ein leuchtendes Beispiel, wie es nicht laufen sollte (ähnlich dem Brexit): Weit unter der Hälfte aller Berechtigten haben sich beteiligt und davon nur knapp die Hälfte zugestimmt … ein Tunnel in Verbindung mit dem damals geplanten Kleeblatt an der A92 hätte die Ausweichroute zum Allacher Tunnel höchst attraktiv gemacht – genau das würde zu einer extremen Zunahme des innerörtlichen Verkehrs geführt, was von den damaligen Initiatoren schlichtweg nicht bedacht wurde.
Und zu guter letzt: eine Westumgehung würde vielleicht sogar den ÖPNV stärken, wenn der Expressbus Feldmoching – Oberschleissheim – Unterschleißheim nicht mehr im Stau stehen würde, steige ich vielleicht vom Auto um …



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