Von Markus Böck
Diese bemerkenswerte Humorlosigkeit, mit der ein erkennbar augenzwinkernder Social-Media-Beitrag nun zur Grundsatzfrage politischer Seriosität erhoben wird, überrascht mich doch sehr.
Wer glaubt, dass ein kurzer, ironischer Satz auf Instagram die Arbeit eines Bürgermeisters definiert, unterschätzt nicht mich – sondern die Bürgerinnen und Bürger von Oberschleißheim. Unsere Gemeinde weiß sehr genau, zwischen einem humorvollen Online-Clip und der täglichen seriösen Sacharbeit im Rathaus zu unterscheiden.
Politik darf ernsthaft sein. Sie muss es sogar. Aber sie darf auch menschlich sein. Ein Bürgermeister ist kein Aktenordner mit Puls, sondern Teil dieser Gemeinschaft. Wenn wir anfangen, jedes Augenzwinkern zur Staatsaffäre zu erklären, verlieren wir am Ende genau das, was Kommunalpolitik ausmacht: Nähe, Bodenständigkeit und gesunden Menschenverstand.
Der Eindruck drängt sich vielmehr auf, dass hier aus einem harmlosen, humorvollen Moment bewusst mehr gemacht werden soll, als er je war – möglicherweise als letzte Möglichkeit, einen von meiner Seite äußerst sachlich und fair geführten Wahlkampf künstlich zu dramatisieren.
Ich nehme die Aufgaben und die Verantwortung meines Amtes sehr ernst! Allerdings nehme ich mich selbst nicht in jeder Sekunde bierernst und bin für jeden Spaß zu haben. Wer darin bereits ein Problem sieht, der hat vielleicht weniger ein inhaltliches als vielmehr ein stilistisches Anliegen.
Lasst uns gerne gemeinsam über Konzepte und Lösungen sprechen. Denn bislang waren von Seiten der Grünen außer lauten Parolen und viel Applaus aus den eigenen Reihen, keinerlei konkrete Lösungsvorschläge zu den von euch/dir benannten Problembeschreibungen, zu lesen oder zu hören.
Lasst uns ein wenig Gelassenheit behalten, die eine lebendige Gemeinde durchaus verträgt.
Ein bisschen Humor zur rechten Zeit hat Oberschleißheim noch nie geschadet. 😉



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