Leser­mail zm Artikel: Kommentar der Grünen zum geschei­terten “Schleiß­heimer Land­schafts­band”

Von Michael Rittner

Ich finde die Entschei­dung der Grünen sowie der Mitglieder der weiteren Parteien richtig, dass dagegen entschieden wurde! Wie wichtig dieses Thema ist, zeigen die zwischen­zeit­li­chen Kommen­tare und Leser­mails.

Es wird so oft von Grün­gürtel, Land­schafts- und Natur­schutz gespro­chen, dazu gemischt werden noch Naherho­lung und Gewer­be­ge­biete und gleich­zeitig braucht man gegen den Verkehrs­kol­laps eine notwen­dige Entlas­tung.

Was denn nun von allem?? Manches veträgt sich halt gar nicht und manche Natur­pro­jekte scheinen nur aufge­setzt. Wie soll eine Grün­fläche als Agrar- und Erho­lungs­land­schaft aufge­wertet werden, wenn dann später eine Umge­hung durch­führen soll? Grün­fläche auf Zeit? Eine Aufwer­tung wäre dann doch nach dem Bau der Umge­hung ratsam.

Es gibt doch ohnehin kaum mehr größere, zusam­men­hän­gende land­wirt­schaft­liche Flächen. Dann sollen diese auch noch gestü­ckelt werden, erst für Erho­lung, dann noch die Umge­hung. Auf der einen Seiten benö­tigen Planungen zum Teil Jahr­zehnte und sind bis zu ihrer Umset­zung in der heutigen schnellen Zeit dann schon wieder über­holt. Und hier ist jetzt „Eile geboten“, wegen der Förder­gelder?

Man muß wissen, was man eigent­lich will, um es vernünftig und dauer­haft umzu­setzen. Bestehende Land­schafts­schutz­ge­biete sollen aufge­hoben werden, um neues Gewer­be­ge­biet zu schaffen. Manchmal macht es den Eindruck, als wäre Land­schaft­schutz­ge­biet ein anderer Begriff für Bauerwar­tungs­land. Weitere Natur- und Land­wirt­schafts­flä­chen opfern. Da wäre es doch sinn­voller, das bestehende Gewer­be­ge­biet vom Bruck­mann­ring dann doch Rich­tung Unter­schleiß­heim auszu­weiten und anzu­schliessen, um diese Lücke zu schließen, wenn ohnehin zukünftig eine Straße durch­führt.

Andere Grün­züge könnten dann erhalten bleiben, beispiels­weise der Bereich südlich der B471 fast schon durch­gängig bis zur Frött­man­niger Heide als Naturfläche/Landschaftsfläche. Dann hätte man eine vernünf­tige Fläche und kein Flick­werk. Bemer­kens­wert ist auch, wie manch ein Kommu­nal­po­li­tiker, der vor kurzem noch für eine Ände­rung im Land­schafts­schutz­ge­biet war, plötz­lich so inter­es­siert am Erhalt einer Grün­fläche ist (die dann doch nicht erhalten bleibt).

Der Verkehr in und um Schleiß­heim ist schlimm und da sollte auch was getan werden. Aber auch betref­fend der Land­schaft und der Natur. Man sollte sich halt aber mal entscheiden, in welche Rich­tung es gehen soll! Will man Gewerbe und ein gut ausge­bautes Stra­ßen­netz, muss man Abstriche bei den anderen Sachen wie Land­schafts- und Natur­schutz machen oder anders herum. Beides geht halt nicht. Aber was ist wich­tiger? Aufge­setzte Kompro­misse sollten es nicht sein. 

Bürger­meister und Gemein­de­räte wollen ihre Arbeit machen, ihre Parteien vertreten, aber doch auch die Inter­essen der Bürger. Ich finde, bei solchen Vorhaben sollten die Bürger mehr betei­ligt werden. Es gibt doch viele Möglich­keiten, die Bürger mitein­zu­be­ziehen, um zu erfahren, was diese möchten und sich vorstellen könnten, viel­leicht auch was für Ideen sie haben. Vorhan­dene Konzepte vorstellen und eine Bürger­be­fra­gung im Vorfeld durch­führen.

Dann weiß man die Rich­tung, wo es im Inter­esse und zum Wohle der Bürger hingehen sollte, ohne vorher schon hohe Kosten mit Planungs­büros oder Work­shops. Wichtig sollte doch sein im Inter­esse der Bürger zu handeln, und wirk­lich Lösungen für die Zukunft zu finden und nicht, wie jetzt scheinbar, schon auf die Kommu­nal­wahl 2026 hinzu­ar­beiten.

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