Musste wegen fehlender Finanzmittel abgerissen werden - Die Alte Schlosswirtschaft in Planegg. Foto Denkmalnetz Bayern

Kultu­relles Erbe zu bewahren, ist gesamt­ge­sell­schaft­liche Aufgabe

26.05.2026 | Landkreis, Kultur & Geschichte | 0 Kommentare

Grüne fordern mehr Unter­stüt­zung für Denk­mal­ei­gen­tümer im Land­kreis München

Die Land­tags­ab­ge­ord­neten Claudia Köhler und Dr. Markus Büchler fordern von der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, Denk­mal­ei­gen­tü­me­rinnen und Denk­mal­ei­gen­tümer besser zu unter­stützen: „Bereits über 4000 Denk­mäler in Bayern sind akut vom Verfall bedroht. Die Staats­re­gie­rung muss endlich die Förder­mittel erhöhen, damit Menschen, die mit viel Herz­blut ihre Denk­mäler instand halten, sich das auch leisten können.“

„Unsere histo­ri­schen Gebäude prägen die Iden­tität vieler Orte im Land­kreis München. Dieses kultu­relle Erbe zu bewahren, ist eine gesamt­ge­sell­schaft­liche Aufgabe. Dafür brau­chen Eigen­tü­me­rinnen und Eigen­tümer verläss­liche Unter­stüt­zung durch den Frei­staat“, so die Abge­ord­neten. Auch im Land­kreis München zeigt sich, wie wichtig diese Unter­stüt­zung ist. So machte zuletzt etwa der Abriss der Alten Schloss­wirt­schaft in Planegg deut­lich, wie schwierig der Erhalt histo­ri­scher Gebäude ohne ausrei­chende finan­zi­elle Hilfe werden kann.

Gleich­zeitig gibt es zahl­reiche posi­tive Beispiele enga­gierter Sanie­rungen im Land­kreis, viele Eigen­tü­me­rinnen und Eigen­tümer inves­tieren enga­giert in den Erhalt ihrer histo­ri­schen Gebäude. „Doch für viele wird es immer schwie­riger, ihre Denk­mäler zu erhalten, weil die Kosten für Bauar­beiten, Sanie­rungen und laufende Instand­hal­tung seit Jahren spürbar steigen.“, betont Köhler. Wer ein Denkmal besitzt, müsse immer höhere Summen aufwenden. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, fordert die Grüne Land­tags­frak­tion von der Staats­re­gie­rung höhere Mittel für die soge­nannte Kleine Denk­mal­pflege sowie für den Entschä­di­gungs­fonds.

Dr. Büchler ergänzt: „Mehr Geld in den staat­li­chen Denk­mal­för­der­töpfen kommt auch den regio­nalen Hand­werks­be­trieben bei uns vor Ort zugute. Gleich­zeitig leisten wir aktiven Klima­schutz: Wer Denk­mäler saniert, statt neu zu bauen, spart wert­volle Ressourcen und verhin­dert zusätz­li­chen Flächen­ver­brauch.“

Kata­rina Möschel

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