Der heilige Jakob in der St. Jakobus Kapelle mit Jakobsmuschel, Pilgerstab, Pilgertasche und Pilgerhut. Foto Otto Bürger

Großes Welt­theater im Klein­format am 19. September 2026 — Der Friedhof ist die Geschichts­tafel des Ortes

07.09.2026 | Kultur & Geschichte | 0 Kommentare

Otto Bürger lädt zu einem Besuch des Schleiß­heimer „Gottes­ackers“ ein

Ober­schleiß­heim – Alles ist endlich und dann? So viel­fältig auch die Ober­schleiß­heimer dies­seits und jenseits der Bahn­linie leben, allen, fast allen, steht ein gemein­sames Endziel bevor. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Südlich des Orts­zen­trums, einge­bettet in eine weite Flur, liegt im Orts­teil Hoch­mut­ting die kommu­nale Begräb­nis­stätte. Eine Attrak­tion der außer­ge­wöhn­li­chen Art. Mit ihrer über 200-jähri­gnen Exis­tenz lassen sich viele erstaun­liche Geschichten verbinden. Wie an einer Perl­schnur stehen hier stell­ver­tre­tend die Themen: Fran­zis­kaner, Auer Dult, Zweiter Welt­krieg, Peter Alex­ander, Klau­senweg oder der Poet und Maler Gustav Majer im Mittel­punkt. Höhe­punkt ist zwei­fellos die erst vor wenigen Jahren frisch reno­vierte St. Jakobus-Kapelle, ein roma­ni­sches „Schmuck­stück“. Insge­samt 2.140 Gräber zählt zur Zeit der Friedhof. Neben Erdbe­stat­tungen steigt die Zahl an anonymen und halban­onymen Grab­stätten, Baum­be­stat­tungen oder Ster­nen­kinder-Gräbern immer mehr an.

Die Führung am Samstag, den 19. September 2026, beginnt um 14.00 Uhr am Fried­hof­ein­gang. Dauer ca. 1 ½ Stunden.

Teil­neh­mer­ge­bühr (incl. Doku­men­ta­tion) 3,00 Euro, für Mitglieder der„Freunde von Schleiß­heim“ frei.

Otto Bürger

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