Wetterglück und Fackeltanz und Ehrung für alle, die sich in der Kommunalpolitik engagieren
Beim traditionellen Sommerempfang des Bayerischen Landtags im Park vom Neuen Schloss Schleißheim sind jedes Jahr nicht nur Prominente aus Politik und Gesellschaft geladen, sondern auch viele Ehrenamtliche, die sich besonders für bestimmte gesellschaftliche Gruppen engagieren.
Letztes Jahr war es der Einsatz für Senioren, dieses Jahr standen diejenigen im Mittelpunkt, die in der Kommunalpolitik aktiv sind, im Ausblick auf die Kommunalwahlen in Bayern im März 2026. Denn ihr Engagement, so Gastgeberin und Landtagspräsidentin Ilse Aigner, sei extrem wichtig und bilde das Fundament der Demokratie.
Mehr Frauen in die Rathäuser, das würde der Demokratie nicht schaden, meinte sie zudem als Schirmherrin der Initiative “Bavaria ruft!”. Da kam natürlich tosender Beifall. Aber auch, als sie die Unesco aufrief, das Schloss Schleißheim ebenfalls zum Weltkulturerbe zu erklären.
Oberschleißheim war gut vertreten mit 1. Bürgermeister Markus Böck, 2. Bürgermeister Harald Müller, Gemeinderätinnen und Gemeinderäten und vielen anderen, die in der Tat für den Zusammenhalt und die Nachbarschaftlichkeit in unserer Gemeinde sorgen. CSU, FDP, Freie Wähler, SPD und Grüne wurden gesichtet.

Rein optisch bietet der Empfang ja auch Gelegenheit, mit besonderen Outfits zu glänzen, jedenfalls für die Damen (die Herren bleiben optisch unauffällig). Da hat mit ihren Highheels eindeutig eine Schleißheimer Gemeinderätin, deren Namen ich (wegen Gleichbehandlung) nicht nenne, für Begeisterung gesorgt.


Das sogenannte “Defilee” für ein Foto mit Ilse Aigner am Fuß der feudalen Treppe im Neuen Schloss ist besonders beliebt. Im Anschluss kann man sich das persönliche Defilee-Foto von der Homepage des Landtags herunterladen, mit einem Passwort und mit einem “Dank für Ihr Lächeln”, wie es auf dem Info-Kärtchen heißt.

Auch Ministerpräsident Markus Söder ließ sich die Gelegenheit für solche Fotos nicht entgehen. Denn er war anwesend und auch sonst jederzeit für ein Selfie bereit, nicht nur mit den Königinnen der regionalen Landwirtschaftsverbände, sondern sogar mit Grünen, trotz deren zweifelhafter Zugehörigkeit zu Bayern. Gefühlt haben bei einem solchen Anlass ohnehin wieder viele Tausende von Fotos ihren Platz auf den Smartphones gefunden.
Für einen bei derzeit wechselhaftem Wetter regenfreien Sommerabend war der Termin glücklich gewählt. Alle konnten entspannt das vielfältige kulinarische Angebot genießen, mit dem die sieben bayerischen Regierungsbezirke wie immer die Gäste bewirteten, während die Sonne hinter dem Schloss unterging. Selbstredend sorgte Oberbayern für den Schweinsbraten mit Knödel.
Zum Landtagsempfang gehört die Tombola der “Sternstunden”, der Benefizaktion mit dem Bayerischen Rundfunk, mit deren Erlös Kinder in Not unterstützt werden. Wie es sich gehört, wurden die 4.000 Lose alle rasch verkauft, und die “Sternstunden” konnten über 40.000 Euro mehr für ihre guten Zwecke verfügen.
Unter den Gewinnern der sechs von den Sponsoren gestifteten attraktiven Preise (vom vollelektrischen BMW-Mini-Cooper über einen VIP-Flug in die USA von der Flughafengesellschaft bis hin zur Ballonfahrt über den Chiemsee vom BR) waren allerdings keine Oberschleißheimer. An dem Tisch, an dem ich saß, wurde das mit unterschiedlicher Fassung getragen.


Für musikalische Begleitung und Unterhaltung sorgten beim Einlass (man muss lange, lange anstehen, bis man “drin” ist, und auch nachweisen, dass man kein Messer dabei hat) wie immer die “Schleißheimer Schlosspfeiffer”, wenn man “drin” war, die Musikkapelle Steinheim und in die Nacht hinein mit Rock und Pop die Band “The Heimatdamisch”.

Ein besonderes Erlebnis, über das sich Ilse Aigner sehr freute, war ein rasanter nächtlicher Fackeltanz der Schülerinnen vom Gymnasium Bruckmühl. Sie hatten es 2024 mit ihren Auftritten sogar zur EUROgym geschafft, einem großen internationalen Turner-Wettbewerb für Showgruppen.
Andrea Wörle




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