Wolf­gang Ambros: Der “ewige Wolferl” im Schloss­park Schleiß­heim

28.07.2025 | Kultur & Freizeit, Persönlichkeiten | 0 Kommentare

Gene­ra­tion “Schiiiii­foan” beju­belt Wolf­gang Ambros pur! beim Openair

Am Samstag Abend trat Wolf­gang Ambros in der Reihe der Openair-Konzerte im Ober­schleiß­heimer Schloss­park mit seinem Programm AMBROS pur! auf. Am Abend zuvor gab’s Polt & Well­brüder und am Sonntag Abend spielte Haind­ling.

“Servas, wie geht’s Eich?” raunte Austropop-Legende Wolf­gang Ambros zu Beginn seines Konzertes ins Mikrofon. Der “ewige Wolferl”, wie er wegen des anhal­tenden Erfolges seiner Austro-Hits genannt wird (dafür wurde er auch mit dem Großen Ehren­zei­chen für Verdienste um die Repu­blik Öster­reich ausge­zeichnet), ist 73 Jahre alt und hat sich nach Krank­heit und privatem Desaster in den letzten 10 Jahren mit seiner Tournee 2025 AMBROS pur! wieder zurück auf die Bühne gekämpft. Umso herz­li­cher fiel der Empfang seiner Fange­meinde im Schleiß­heimer Schloss­park aus.

Als Begründer des Austropop ist er seit den 70er-Jahren erfolg­reich und hat uns in unserer Jugend mit Liedern wie “Zwickt’s mi” oder “Es lebe der Zentral­friedhof” und noch weiteren ca. 250 Liedern und Musik­stü­cken begeis­tert und berührt. Als Jahr­gang 1966 bin ich mit seiner Musik groß geworden, habe die allseits bekannt und beliebte Winter­sport-Hymne “Schi­foan” zu jeder Jahres­zeit und auf jeder Party mitge­sungen und habe mit meinen beiden Brüdern die “Watz­mann-LP” so oft ange­hört, bis wir jedes Wort auswendig konnten.

An diesem Abend tut es schon ein biss­chen weh, den einst so kraft­vollen Gesell­schafts­re­bellen so zu sehen, wie er sich mit Mühe und zwei Wander­stö­cken unsi­cher den Weg auf die Bühne bahnt und wie seine Stimme nicht mehr ganz das ist, was sie einmal war.

In der Dreier-Konstel­la­tion mit Keyboarder Günter Dzikowski und Bassist Roland Vogl gelingt Wolf­gang Ambros aber eine Art der Darbie­tung, die gut zu seinem Älter­werden passt. Mit seiner unver­kenn­baren Stimme trägt er humor­voll, harmo­nisch, die Melan­cholie genie­ßend und herr­lich öster­rei­chisch seine “Ever­greens” vor. Einfach Wolf­gang Ambros pur! Man merkt, die drei Freunde haben Spaß auf der Bühne, sind authen­tisch und wollen uns nichts vorma­chen. Ja, Wolf­gang Ambros ist älter geworden und ja, auch gebrech­lich, seine Stimme klingt dünner, aber es ist die geblieben, die wir lieben. Und seine Lieder.

Günter Dzikowski am Keyboard, Wolf­gang Ambross und Roland “Roli” Vogl am Bass, Gitarre und Ukulele Fotos alle privat

Er ist einer, der im Herzen “für immer juuuuhung” geblieben ist, weil er’s “wirk­lich, wirk­lich wui”! Und ein begna­deter Musiker, Lieder­ma­cher mit groß­ar­tigen Texten, die uns immer noch errei­chen. Nach vier Zugaben vor jubelndem Publikum verab­schiedet sich Wolf­gang Ambros im Schloss­park Schleiß­heim mit “Gott schütze Euch!”

Für uns war’s ein tolles Konzert, lieber Wolf­gang Ambros, auf Dein Wohl und Gott schütze Dich!

Ingrid Lind­büchl

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